Race across Germany : SV Enge-Sande stellt neuen Streckenrekord auf

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Jubelnde Ausdauersportler und die Fahrer des Mannschaftstransporters: Thomas Schneidereit, Sören Sönksen, Holger Jessen-Thiesen, Claudia von der Hayden, Björn Petersen und Marco Thomsen (von links).
Jubelnde Ausdauersportler und die Fahrer des Mannschaftstransporters: Thomas Schneidereit, Sören Sönksen, Holger Jessen-Thiesen, Claudia von der Hayden, Björn Petersen und Marco Thomsen (von links).

Die Männer-Staffel fährt in 32 Stunden und 41 Minuten die 1117 Kilometer von Flensburg nach Garmisch-Patenkirchen.

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09. Juli 2019, 14:30 Uhr

Enge-Sande | Die Radsportler aus dem hohen Norden haben ihr Ziel im tiefen Süden erreicht und das „Race across Germany“ überragend gemeistert. Das Männer-Quartett des SV Enge-Sande bewältigte die 1117 Kilometer lange Strecke von der Flensburger Hafenspitze bis zum Skistadion von Garmisch-Partenkirchen in 32 Stunden und 41 Minuten und gewann die Wertung der Vierer-Staffeln mit neuem Streckenrekord.

Die gemischte Mannschaft durfte nach 43 Stunden und 57 Minuten genauso erschöpft und glücklich jubeln.

Vollgas auf erster Streckenhälfte

Das ambitionierte Männerteam mit Björn Petersen, Sören Sönksen, Thomas Schneidereit und Holger Jessen-Thiesen unterbot den bisherigen Rekord um neun Minuten. „Was du vorne verlierst, holst du hinten nicht mehr raus“, war die Devise für die erste Streckenhälfte, die die Sportler aus Südtondern mit einer rasanten Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h auf den ersten 500 Kilometern perfekt umsetzten.

Die Fahrer wechselten sich im Stundenrhythmus ab, sodass jeder nach einer Stunde Einsatz drei Stunden Zeit hatte, um sich im Teambus zu erholen und Verpflegung zu sich zu nehmen.

Angepasste Taktik

Nach den nur leicht welligen Strecken durch Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Tageslicht warteten in der Nacht die deutschen Mittelgebirge. Der Harz und die Rhön bremsten den Temporausch der komfortabel in Führung liegenden Nordfriesen aus. Die Aussicht auf einen Streckenrekord hielt sie aber stets wach.

Mit immer kürzeren Wechselzeiten von zunächst 30 und später teilweise unter 15 Minuten wurde die Taktik angepasst und so die Geschwindigkeit wieder erhöht. „Ein besonderes Lob geht an Björn Petersen, der aus dem hervorragendem Team noch hervorsticht und in manchen Abschnitten einen Schnitt von über 40 km/h fuhr“, lobte Jessen-Thiesen.

Überglückliche Ankunft

Nach einem Tag, einer Nacht und nochmals einem fast kompletten Tag ohne Schlaf erreichte die Crew am frühen Samstagabend überglücklich das Ziel an der Skisprungschanze.

Das Mixed-Team mit Eike Carstensen als einziger Frau im Feld sowie Werner Sörensen, Hermann Sönksen und Jörg Graage musste noch eine zweite Nachtschicht einlegen, ehe alle vollkommen übermüdet ankamen.

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