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Niederlagen für die nordfriesischen Teams : Schonungslos die Grenzen aufgezeigt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bitteres Wochenende für die Handball-Teams aus Nordfriesland in der Schleswig-Holstein-Liga: Aufsteiger Bredstedter TSV und der TSV Mildstedt kassierten klare Niederlagen.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 06:45 Uhr

Bredstedter TSV – HSG Tarp-Wanderup 25:35 (7:17)
Die Geschichte dieses Nordderbys ist schnell erzählt. Die HSG zeigte dem Aufsteiger schonungslos die Grenzen auf und demonstrierte, wie in dieser Liga Handball gespielt werden muss: Von Beginn an aggressiv und mit unbändiger Zielstrebigkeit Richtung gegnerisches Tor. Die Begegnung war eigentlich schon nach zehn Minuten beim 1:7 aus BTSV-Sicht entschieden. Bredstedt gelang gegen die gut eingestellte 6:0-Formation der HSG fast nichts, die Gäste indes hatten keine Mühe, die schwache Deckung der Grün-Weißen über Ilper, Boelk und den starken Niels-Uwe Hansen auseinander zu spielen. Und wenn Bredstedt doch vorm Tor auftauchte, scheiterten die Schützen frei an Daniel Schäfer oder verfehlten das Ziel.

Die Gastgeber schworen sich zur Pause noch einmal ein. Mit einer offensiven 4+2-Deckung gelang eine kurzzeitige Verkürzung auf 14:21. In der Folge aber nutzten die guten Außen Otto und Otte die Räume und stellten den alten Abstand beim 15:25 wieder her. Beim 19:31 drohte Bredstedt ein Debakel. Nachlässigkeiten in der Deckung der HSG ermöglichten dem BTSV aber Chancen über Ilgner vom Kreis, die in der Schlussphase dann genutzt wurden. „Glückwunsch und Kompliment an die HSG und ihr Trainerteam. Im Vergleich zur Vorwoche haben sie eine komplett verwandelte, engagierte Mannschaft auf die Platte gebracht“, lobte BTSV-Trainer Ralf Johannsen den Gegner. „Tarp war auf allen Positionen besser besetzt, hat jedes 1:1 vorne sowie hinten gewonnen und uns eine Lehrstunde in Sachen Engagement und Kompromisslosigkeit erteilt.“ Der Bredstedter Coach ist überzeugt, dass seine Mannschaft besser und auch engagierter spielen kann. „Aber im Moment sind wir von der Gangart in der Liga überrascht. Wir müssen lernen, bessere Entscheidungen zu treffen, und unsere Stärken wieder entdecken.“

Bredstedter TSV: A. Görtzen, Hansen, Schröter – M. Görtzen, Hensen (5), Kordtomeikel (4), Ilgner (8), Kwoka, Kotzan, Petersen (4), Böhmer, Sörensen (4).

HSG Tarp-Wanderup: Schäfer, Döhring – Ilper (5), Otte (5), Hein, Schmidt (2), von Petersson (1), Otto (5), Jann (1), Hansen (7), Cordes (3/2), Henningsen (2), Boelk (2), Jensen (2/1).


ATSV Stockelsdorf – TSV Mildstedt 32:15 (11:6)
Ohne Goalgetter und Spielmacher Mario Petersen, der mit seinem verletzten Knie wohl noch zwei bis drei Wochen pausieren muss, ging der Oberliga-Absteiger nach der Pause sang- und klanglos unter. „Nach dem 9:20 in der 40. Minute haben alle die Köpfe hängen lassen“, berichtete Trainer Torsten Schella. Dabei hatten die Nordfriesen in der ersten Hälfte gegen den ATSV eine bärenstarke Deckung gespielt, hinter der sich Torhüter Stefan Busch zum großen Rückhalt entwickelte. Zwar lag der TSV schnell mit 0:3 hinten, kämpfte sich aber auf 6:8 heran, bevor es „nach drei unnötigen Gegentoren“ (Schella) mit einem 6:11 in die Pause ging. Danach lief im Mildstedter Angriff gegen einen in der Defensive stark aufspielenden ATSV nichts mehr. „Mario wurde an allen Ecken und Enden vermisst“, so Schella. Fast jeden Fehler bestrafte Stockelsdorf mit einem Konter, so dass am Ende ein deprimierendes 15:32 zu Buche stand. „Bis auf Thore Jess und Stefan Busch waren alle Totalausfälle“, meinte Schella.

TSV Mildstedt: Busch – Ketelsen (1), Esters (1), Stäwen, Lorenzen (1), Tetens, Sell (1), Jess (8), Bendsen, Lange, Kossow (3), Lutz.

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