Adventsturnier in Leck : Reiter und Pferde begeistern

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Der Bosbüller Stefan Jensen vom Reit- und Fahrverein Südtondern Leck glänzte gemeinsam mit seinem Pferd Arlasko.
Der Bosbüller Stefan Jensen vom Reit- und Fahrverein Südtondern Leck glänzte gemeinsam mit seinem Pferd Arlasko.

Viele Zuschauer geben dem Adventsturnier des Reit- und Fahrvereins Südtondern Leck einen würdigen Rahmen.

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06. Dezember 2018, 09:39 Uhr

Leck | Die adventlich geschmückte Reithalle in Leck ist bis auf den letzten Platz mit Zuschauern gefüllt. Auf dem Programm steht ein S*-Springen mit Siegerrunde, es ist der Abschluss des Adventsturniers des Reit- und Fahrvereins Südtondern Leck. Parcourschef Walter Schmid hat einen fairen Parcours der Klasse S* mit zwölf Sprüngen und zehn Hindernissen, darunter eine dreifache Kombination mit einer Höhe von 1,40 Meter und einer Breite von 1,60 Meter, aufgebaut. „Nicht die Höhe ist die Schwierigkeit. Vielmehr lassen sich die Pferde gerne von den vielen Zuschauern ablenken und machen dann Fehler“, erklärt Schmid.

Rasanter Ritt von Jonte Hansen aus Olderup

31 Pferde und Reiter gehen an den Start, 13 davon erreichen die Siegerrunde. Der Württemberger Wallach „Capigadon“, geritten von Jonte Hansen (RFV Obere Arlau/Behrendorf), geht in die kürzesten Wendungen und bleibt in 37,12 Sekunden fehlerfrei – eine klasse Zeit. Gegen diesen rasanten Ritt können der ehemalige Nationenpreisreiter Thomas Voß (RV Höllnhof/Schülp) auf dem Hannoveraner „Champion Cigar“ in 38,43 Sekunden und Jörg Möller (Lübtheen/Ludwigslust) auf dem holsteinisch gezogenen „Lion Cor“ in 38,90 Sekunden nichts ausrichten. Sie werden Zweite und Dritte.

Es ist ein erfolgreiches Wochenende für den 17-jährigen Jonte Hansen aus Olderup, der bereits am Tag zuvor mit seinem Pferd „Carreras“ die Plätze sieben und zwei im M**- und S*-Springen belegte. „Capigadon ist im Umgang ein total liebes Pferd – nur etwas aufgeregt, wenn er die vielen Zuschauer sieht. Er will alles richtig machen und kämpft für seinen Reiter“, beschreibt der junge Reiter sein Pferd.

Carstensen-Schwestern machen auf sich aufmerksam

Nicht nur Jonte Hansen, auch die Geschwister Carstensen aus dem nordfriesischen Sollwitt machen in Leck auf sich aufmerksam. In der Springprüfung Klasse S mit Stechen gehen 35 Reiterpaare an den Start. Beeke Carstensen (RFV Obere Arlau/Behrendorf), die jüngere der Carstensen-Schwestern, gewinnt auf „Cara Mia“ das Stechen fehlerfrei in 34,48 Sekunden. Es gelingt ihr zudem, mit „Caretina“ in einer Zeit von 41,10 Sekunden fehlerfrei zu bleiben – Platz vier. Die 19-jährige Teike ist auf „Lenett“ etwas schneller als ihre Schwester auf „Caretina“. Sie benötigt 36,61 Sekunden und landet hinter Jonte Hansen auf „Carreras“ auf dem dritten Platz.

Der Züchter der dunkelbraunen Sieger-Stute „Cara Mia“, Jens Thomsen aus Olderup, freut sich über den Erfolg. Er lässt es sich nicht nehmen, während der stimmungsvollen Siegerehrung in die Halle zu gehen, um Pferd und Reiterin als Erster zu gratulieren.

Stefan Jensen glänzt auf Arlasko

In der Springpferdeprüfung Klasse A* gehen viele junge Pferde an den Start. Es gewinnt mit der Wertnote 8,7 der vierjährige Fuchs-Wallach „Ayuno“ mit Anne Tuschke vom RV Wilhelminenhof/Ladelund. In der Stilspringprüfung Klasse M* hat Olympia-Reiter Peter Thomsen aus Großenwiehe auf „Choco Charly Blue“ mit der Note 8,6 die Nase vorn.

Auch für Stefan Jensen (RFV Südtondern Leck) aus dem nordfriesischen Bosbüll läuft es gut: Er triumphiert mit „Arlasko“ in der Springprüfung Klasse M* und entscheidet die Punkte-Springprüfung Klasse M** in beiden Abteilungen mit „Chiron“ und „PM Curtis“ für sich. Den weitesten Anfahrtsweg hat Jörg Möller aus Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern hinter sich. Er kommt seit vielen Jahren zum Turnier nach Leck, übernachtet wird im großräumigen Pferdetransporter. Er gewinnt die Springprüfung Klasse M* mit „Cora“.

Zufriedenes Fazit

Kay Priebe, der Vorsitzende des RFV Südtondern Leck, ist mit dem Verlauf des Turniers zufrieden: „Wir wollten optimale Wettkampfbedingungen für Pferd und Reiter schaffen. Das ist uns gelungen. Wenn die weit angereisten Reiter sagen, sie würden nächstes Jahr gerne zu unserem Turnier wiederkommen – was kann es Schöneres geben?“

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