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Rudern : Platz vier für Lars Hartig in Leipzig: Das richtige Rennen zur richtigen Zeit

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Frierichstädter Ruderer Lars Hartig kann sich wieder Hoffnung auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro machen. Bei einem Leistungstest in Leipzig belegte er den vierten Rang.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Furioses Rennen von Lars Hartig: Der Friedrichstädter Ruderer zeigte bei der Langstrecke auf dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig mit einem starken vierten Platz, dass mit ihm trotz vieler Infekte, die er im Winter „mitgenommen“ hatte, im Olympiajahr zu rechnen ist.

Über 6000 Meter kämpfte Hartig gewohnt verbissen und zeigte dabei einmal mehr sein Kämpferherz. Nur Stephan Krüger aus Rostock sowie die Doppelvierer-Weltmeister Philipp Wende aus Dresden und Lauritz Schoof aus Rendsburg waren 21, elf und eine Sekunde schneller als Hartig. Der Nordfriese war aber zehn Sekunden schneller als Vorzeige-Skuller Marcel Hacker und ließ die weiteren Doppelvierer-Weltmeister Hans Gruhne und Karl Schulze um 16 und 31 Sekunden hinter sich.

Hartigs Heimtrainer Lars Koltermann war sehr zufrieden mit seinem Schützling: „Lars lag vor zwei Wochen noch krank im Bett, was auf diesem Niveau eine große Schwächung ist. Die Zeit arbeitet jetzt für ihn. Er wird von Tag zu Tag stabiler und kann sich im Laufe der nächsten Wochen noch deutlich steigern.“

Eine treffende Rückmeldung kam vom Rostocker Bundestrainer Meinhart Rahn, der in den vergangenen Jahren für den Männer-Doppelzweier verantwortlich war: „Was Lars hier gezeigt, war erstklassig. Er war lange krank und dann ein solches Rennen! Technisch mit die beste Leistung von allen, die hier am Start waren, und ein solches Kämpferherz!“

Tags zuvor hatte Hartig auf dem Ergometer 6:03,9 Minuten für virtuelle 2000 Meter gebraucht. Nicht sein Bestwert, dieser liegt bei 6:00,9 Minuten, aber aufgrund des Trainingsrückstandes ein ordentlicher Wert. „Das Ergometer ist halt reine Physis, die ultimative Belastung“, so Hartig. „Und da habe ich schon gemerkt, dass mir einige Einheiten aus dem Winter fehlen. Aber auf dem Wasser war es dann ja schon wieder ganz gut.“

Vom 15.-17. April geht es in Köln weiter. Dann müssen sich die besten deutschen Ruderer auf der 2000-Meter-Strecke zeigen. Lars Hartig muss dann so weit wie möglich nach vorne rudern, um sich für einen Einsatz bei den Spielen von Rio zu empfehlen. Aktuell wäre wohl der Einer die Bootsklasse, die für Hartig am ehesten in Frage käme. Für Plätze im Doppelvierer scheinen die Weltmeister von 2015 favorisiert zu sein, denn diese sind physisch – also auf dem Ergometer – sehr stark, was im Großboot sehr wichtig ist. Der Doppelzweier mit Stephan Krüger und Marcel Hacker scheint ebenfalls gesetzt zu sein. „Erstmal haue ich in Köln alles raus“, so Hartig, „und dann sehen wir weiter.“

Nicht zufrieden war Christian Wulff. Der 17-jährige A-Junior der Friedrichstädter Rudergesellschaft, der auf dem Ergometer mit 6:13 Minuten mittlerweile ein sehr gutes Niveau erreicht hat, belegte an der Seite seines Lübecker Partners Johannes Heimann den zwölften Rang und schnitt damit nicht wie erhofft ab. „Es wäre viel mehr gegangen, wir waren viel zu brav und hätten uns mehr zutrauen und mehr an die Grenze gehen müssen“, so Wulff. „Aber wir haben noch genug Gelegenheiten, um zu zeigen, dass da mehr geht.“ Auch Trainer Lars Koltermann traut dem Duo mehr zu: „Christian und Johannes haben oft in Lübeck zusammen trainiert und sind mittlerweile gut eingefahren. Sie können das besser.“

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