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trennung im fünften Jahr : Peper nicht mehr Trainer beim Tabellenletzten

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

SG Ladelund-Achtrup-Leck sucht nach einem Nachfolger für Dennis Peper. Bis der gefunden ist, betreut Co-Trainer Olaf Johannsen das „Schlusslicht“ der Fußball-Verbandsliga. Nächster Gegner am Sonnabend ist im Derby der SV Frisia 03 Risum-Lindholm.

„Ganz ungewohnt – nach 33 Jahren mal nichts mit Fußball.“ Dennis Peper hat sich noch nicht ganz an den neuen Zustand gewöhnt. Der 36-Jährige ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Verbandsligisten SG Ladelund-Achtrup-Leck (SG LAL). Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird das Team des Tabellenletzten von Co-Trainer Olaf Johannsen betreut. „Schade, aber vielleicht auch ganz gut so“, sagt Peper zur Trennung und versichert, dass man im Guten auseinander gegangen sei.

Nach dem 1:4 in Brunsbüttel, als die Nordfriesen desolat agierten, hatte Peper geschimpft: „So reicht es nicht einmal für die Kreisliga. Vor allem die Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben, macht mich sprach- und fassungslos.“ Auf der Rückfahrt hatte der Trainer angeregt, dass sich die Mannschaft ohne Trainer zusammen setzen und die Lage diskutieren sollte. Das passierte am Montag nach dem Spiel – mit dem Ergebnis, dass Dennis Peper tags darauf einen Anruf erhielt.

Am Apparat war Fußball-Obmann Sven Bergstädt, der ihm mitteilte, dass das Team sich gegen ihn ausgesprochen hätte. Man wolle den Coach erst einmal eine Woche „raus nehmen“, doch dann beschloss man doch die – einvernehmliche – Trennung. Seit zwei Partien sitzt nun Olaf Johannsen auf der Bank. „Ich habe seitdem noch nicht mit der Mannschaft gesprochen, ich hoffe, dass ich das nachholen kann“, sagt Peper, der im fünften Jahr für die SG arbeitete.

Die Gründe für den sportlichen Absturz – für den Ex-Trainer immer noch ein Rätsel. „Wir hatten fast die gleiche Mannschaft, haben nichts am System oder der Taktik geändert. Die Trainingsbeteiligung war gut. Und ich habe alle möglichen Ansprachen gehalten: Lange, kurze, laute und auch leise“, so der 36-Jährige.

In zehn Partien hat die SG schon 32 Gegentreffer (Schnitt 3,2) kassiert, in der vergangenen Saison waren es 60 in 34 Spielen (Schnitt 1,76). Zwei Unentschieden, acht Niederlagen, so die magere Ausbeute – und am Sonnabend (16 Uhr) kommt der SV Frisia 03 Risum-Lindholm zum Derby ins Lecker Nordfrieslandstadion.

„Weiche, Löwenstedt, Frisia – drei Granaten und drei Mannschaften, die am Ende unter den ersten Fünf stehen werden“, sagt Co-Trainer Olaf Johannsen. Man habe ihm angeboten, die Ligamannschaft als Chefcoach zu übernehmen, er habe aus Zeitgründen aber abgelehnt. Als Co-Trainer oder Teil eines Trainerteams steht er aber weiterhin zur Verfügung. Die Mannschaft hatte auch über ihn abgestimmt – mit positivem Ausgang. Er ist gespannt, auf wen die Wahl fällt: „Ich hoffe nicht auf eine schnelle, sondern eine nachhaltige Lösung mit Perspektive.“ Eine Entscheidung kann schon demnächst fallen.

Die junge Mannschaft (Durchschnittsalter 21,3) soll zum Winter noch einmal ergänzt werden. „Da laufen Gespräche“, weiß Johannsen, der seinen „Ex-Chef“ würdigt: „Ich habe gut mit Dennis zusammen gearbeitet, auch eine Menge von ihm gelernt.“

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erstellt am 24.Sep.2014 | 06:30 Uhr

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