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Strassenlauf : Paysen siegt im Duell mit Jachmann

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit über 300 Aktiven hatte der 7. „Loop över de Kammbarg“ in Joldelund eine Rekordbteiligung. Im Hauptlauf der Frauen siegte Karen Paysen (TSV Langenhorn) vor Landesmeisterin Nathalie Jachmann (Flensburg). Bei den Männern feierte Pascal Dethlefs einen Doppelsieg.

Dorffest, Vereinsjubiläum, Läufer-Gottesdienst – der „Loop över de Kammbarg“ in Joldelund vereint abseits der Laufstrecken stets auch viele soziale Aspekte des Sports. Doch zugleich ist der Straßenlauf des TSV Goldebek stets ein sportliches Ereignis, bei dem zum Auftakt des nordfriesischen Lauffrühlings immer wieder starke Leistungen auf dem Asphalt präsentiert werden. Die siebte Auflage knüpfte an die vorherigen Rennen und setzte sogar noch einen drauf. Eine Rekordbeteiligung von erstmals über 300 Aktiven, die an der Joldelunder Sporthalle die Laufschuhe schnürten, und ein Streckenrekord auf der 10-km-Strecke waren die auffälligsten Schlaglichter eines bunten Sporttages.

Das spannendste Rennen lieferten sich im 10-km-Hauptrennen die beiden schnellsten Straßenläuferinnen des Nordens, wobei erstmals in dieser Saison die routinierte Karen Paysen vom TSV Langenhorn in 37:10 Minuten das Duell gegen die zuletzt so starke Natalie Jachmann von der LG Flensburg (37:43 Min.) für sich entscheiden konnte. Obwohl beide mit den Vorboten beziehungsweise Nachwirkungen von Erkältungen zu laborieren hatten, lieferten sich die 42-jährige Nordfriesin und die 24-jährige Flensburgerin ein Rennen auf hohem Niveau. „Für mich war es nach der Erkältung noch sehr anstrengend, ich hatte schwere Beine. Ich konnte Karens Tempo heute nicht mitgehen“, erklärte Natalie Jachmann. Auch Karen Paysen war mit ihrer Verfassung deutlich unzufriedener als bei ihrem Sieg beim Flensburger Stadtwerke-Lauf in der Vorwoche. „Auch wenn es nicht so geschmeidig lief, ist das Ergebnis prima, da ich mich auch etwas angeschlagen fühlte“, sagte Paysen. Hinter den beiden Assen an der Spitze überzeugte auch Anne Becker vom SV Enge-Sande als drittschnellste Frau in starken 41:12 Minuten.

Zum männlichen Hauptdarsteller avancierte einmal mehr Pascal Dethlefs von der LG Flensburg. Der Straßenlauf-Landesmeister ging am Kammberg gleich über beide Hauptstrecken an den Start und feierte einen Doppelsieg. Von seinem ursprünglichen Plan, den eigenen 5-km-Streckenrekord (15:13 Minuten) zu unterbieten, musste sich der 33-Jährige zwar früh verabschieden, feierte aber in 15:51 Minuten einen ungefährdeten Sieg vor Sascha Rothmann (TSV Ladelund/ 18:39 Min.) und Thore Kohn (TSV Hattstedt/ 19:35 Min.). „Ich merkte schon nach zwei Kilometern, dass die Beine schwer waren, obwohl es von der Atmung her super ging“, erklärte Dethlefs.

Was ihm über 5 km verwehrt blieb, sollte beim zweiten Start an diesem Tag gelingen. Im Hauptrennen über zehn Kilometer kam der schnellste Mann des Nordens zwar auch schwer in Fahrt, überließ die Führung zunächst dem gut aufgelegten Jan-Eric Bostelmann-Arp (SC Rönnau) und dem schnellen Hattstedter Youngster Tade Kohn. Nach drei Kilometern drehte Dethlefs dann jedoch auf und übernahm eingangs der zweiten 5-km-Runde die Führung, ehe er dann das Tempo forcierte, um schließlich nach 33:11 Minuten als neuer Sieger und Streckenrekordhalter ins Ziel zu rennen.

„Die Ergebnisse und die Ausdauer stimmen mich optimistisch für eine mögliche neue Bestzeit beim Berliner Halbmarathon“, sagte Dethlefs. Der Zweitplatzierte Jan-Eric Bostelmann-Arp rannte nach 33:48 Minuten in der gleichen Zeit ins Ziel wie der bisherige Streckenrekord von Henrik Schwalbe. Auch Tade Kohn lief als Dritter in 35:11 Minuten eine flotte Zeit.

Das 5-km-Rennen der Frauen entschied Jugendläuferin Vivien Niebergall vom SV Enge-Sande für sich, die sich in 20:44 Minuten gegen die erfahrene Silvana Stief (Spiridon Schleswig/ 21:07 Min.) durchsetzte. Mit Mareike Jacobsen durfte auch beim 1,5 km langen Minilauf nach 7:11 Minuten ein schnelles Mädchen vom SV Enge-Sande jubeln, während Simon Paysen als schnellster Junge in 6:55 Minuten die Erfolgsausbeute der Langenhorner Lauf-Familie ausweitete.

Viele gut gelaunte Kinder beim Minilauf, zahlreiche Hobbyläufer auf allen Strecken und auch die Nordic Walker unterstrichen, dass der Breitensport beim „Loop över de Kammbarg“ ebenfalls großgeschrieben wird. Organisator Frank Lorenzen, der erstmals auch selbst mitlief, freute sich, dass er dank des Einsatzes von Bernhard Vogel in diesem Jahr auch eine kleine Gruppe von Flüchtlingen in das Organisationsteam integrieren konnte. „Die Jungs haben im Zielbereich richtig gute Arbeit gemacht. Laufen verbindet“, befand ein zufriedener Frank Lorenzen.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 06:00 Uhr

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