teilnehmerrekord beim mini-jubiläum : Nordfriesen trotzen dem Wind

Laufbegeisterung trotz kühler Temperaturen in Joldelund: Die Jüngsten starten auf die 1,5-km-Distanz.
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Laufbegeisterung trotz kühler Temperaturen in Joldelund: Die Jüngsten starten auf die 1,5-km-Distanz.

Beim 5. „Loop över de Kammbarg“ mit mehr als 300 Teilnehmern gingen Henrik Schwalbe und Natalie Jachmann als Erste durchs Ziel und sammelten Punkte für die Waterkant-Cup-Serie.

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19. März 2014, 06:30 Uhr

Mit mehr als 300 Aktiven feierte der „Loop över de Kammbarg“ in Joldelund einen neuen Teilnehmerrekord und sein erstes Mini-Jubiläum. Bereits zum fünften Mal traf sich die Laufszene in der nordfriesischen Gemeinde. Das sonnige Wetter der Vorwoche hielt nicht bis zum Startschuss durch, so dass das Auftaktrennen der Waterkant-Cup-Serie doch etwas ungemütlicher wurde. „Als Nordfriesen sind wir Wind gewöhnt“, erklärte jedoch Veranstalter Frank Lorenzen vor dem Startschuss und immerhin erreichten alle noch trocken die Ziellinie an der Joldelunder Sporthalle.

Den Lauftag hatte ein Läufer-Gottesdienst in der Sporthalle eingeläutet. Nach seiner Predigt ließ es sich Pastor Jan Petersen nicht nehmen, auch selbst zu rennen, und dokumentierte in 43:01 Minuten beispielhaft die Laufbegeisterung in der Gemeinde.

Auf der Strecke kamen die Langstreckenläufer unterschiedlich mit den Gegebenheiten zurecht. Viele versuchten, so lange wie möglich im Windschatten zu laufen. Natalie Jachmann von der LG Flensburg hatte sich mit ihrem Freund Pascal Dethlefs sogar ihren eigenen Tempomacher mitgebracht, der ihr so gut wie möglich Schutz gab. Der Sieger des 10-km-Laufs von Drelsdorf war in Joldelund als Favorit empfangen worden, hatte aber schnell zu erkennen geben, dass er gar nicht um den Gesamtsieg kämpfen möchte, sondern als „Hase“ für seine Flensburger Freundin fungieren würde. „Auf der ersten Runde war es dadurch nicht ganz so anstrengend“, wusste Jachmann um den Wert dieser Unterstützung. Aber auch sie musste am Ende etwas mehr Kräfte mobilisieren. „Der Sturm hat es schon schwerer gemacht. Die zweite Runde war schon hart“, stellte die 23-jährige fest, nachdem sie nach 39:02 Minuten als neue Siegerin über die Ziellinie gerannt war. In Abwesenheit der dreifachen Kammbarg-Siegerin Karen Paysen setzte sich Jachmann ungefährdet vor Ute Fanslau (42:43) und Mareike Albertsen (44:14), beide vom SV Enge-Sande, durch.

Ebenso souverän präsentierte sich Henrik Schwalbe. Der 24-jährige vom SV Enge-Sande durfte nach starken 34:17 Minuten zum dritten Mal am Kammbarg jubeln. Selbst seine härtesten Verfolger Jan-Eric Bostelmann-Arp (SC Rönnau/ 35:56) und Björn Nahnsen (SV Enge-Sande / 36:04) verloren schon früh den Anschluss zum derzeit schnellsten Läufer Nordfrieslands.

Im Rennen über 5 km gaben die bekannten Talente aus der Region das Tempo vor. Julia Gröling vom Bredstedter TSV gewann in flotten 19:56 Minuten mit deutlichem Vorsprung vor Anne Becker (20:52/ MTV Leck) und Mareike Lützow (ALG-VfL Bokel/21:57). Die männliche Konkurrenz entschied Mansor Farah vom STV Sörup in 16:48 Minuten für sich und verwies den 14-jährigen Tade Krohn (TSV Hattstedt/ 19:18 Min.) und den nordfriesischen Triathlonroutinier Peter Dumstrei (19:31 Min.) auf die weiteren Plätze. Beim 1,5 km Mini-Lauf der Nachwuchsläufer gewann Fabian Rieck vom TSV Lindewitt (6:09) vor Jesse Paysen (TSV Langenhorn/6:35). Die Langenhornerin Jennifer Buchholz war in 6:58 vor Amina Jensen (TSV Viöl/7:12) das schnellste Mädchen. Mit einem Bambini-Lauf für die allerkleinsten Starter und dem Walking-Angebot auf der 5-km-Strecke hatten die Veranstalter auch ein passendes Angebot für die Aktiven, die nicht vorrangig auf die Stoppuhr schauen.

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