Handball-SH-Liga : Nord-NF gibt im Derby den Ton an

Der eine fällt, der andere springt: Daniel Böhmer (re.) gegen Mildstedts Torhüter André Hansen. Foto: wrege
Der eine fällt, der andere springt: Daniel Böhmer (re.) gegen Mildstedts Torhüter André Hansen. Foto: wrege

Team von John Madsen besiegt den TSV Mildstedt souverän mit 39:27. Zube: "Das war schlecht von uns".

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26. Februar 2013, 08:32 Uhr

süderlügum | Die Handballer der HSG Nord-NF bleiben die Nummer eins in Nordfriesland. Das Team von Trainer John Madsen gewann das mit Spannung erwartete Derby in der SH-Liga gegen den TSV Mildstedt überraschend klar mit 39:27 (16:13), nachdem es auch schon im November bei den Nachbarn mit 31:30 erfolgreich gewesen war. In der Sporthalle Süderlügum boten beide Mannschaften eine sehenswerte und tempogeladene Partie, deren Resultat ein wenig über das Kräfteverhältnis täuscht. Spielerisch vermochten die Gäste zwar mitzuhalten, leisteten sich jedoch im Angriff zu viele Fehler, die die HSG mit erfolgreichen Tempogegenstößen bestrafte.

Die von Trainer Oliver Zube aufgelisteten Aussetzer seiner Offensivabteilung hatten aber auch ihren Ursprung darin, dass das von Madsen verordnete Abwehrtraining Früchte trug und die Gäste oftmals zu Fehlern zwang. "Unsere Abwehr war nicht das Problem. Wir haben bei unserem Offensivspiel im Kollektiv versagt und es Nord-NF sehr leicht gemacht", kritisierte Zube.

Die Gäste begannen furios und führten schnell 6:3, bevor bei der HSG der Wecker klingelte. Nach verschlafenem ersten Quartal hatten Thielebein, Nicolaisen & Co das Spiel jedoch im Griff und erspielten sich nach der ersten Führung (7:6/13.) ein leichtes Übergewicht, das zur knappen Pausenführung reichte. Die Gastgeber agierten deutlich variantenreicher, während sich Mildstedt zur sehr auf seine Rückraum-Kanoniere verließ, die ihr Pulver schnell verschossen hatten. Im zweiten Durchgang war die HSG nicht mehr zu halten und fuhr eine Welle nach der andern.

Nach der 23:16-Führung (40.) war die Partie praktisch gelaufen, die Gäste resignierten und ließen den Dingen ihren Lauf. "Wir haben viel zu ungeduldig agiert, viel zu früh abgeschlossen und uns etliche Fehlpässe geleistet. So kann man nicht gegen Nord-NF gewinnen", sagte Zube. Er probierte es im zweiten Durchgang mit verschiedenen Formationen - vergeblich. Die HSG nahm die Einladung an und übte sich in rasantem Tempospiel. Die Basis für den Erfolg lieferten das Duo Lüers/Breuel zwischen den Torpfosten und die konsequente Abwehr. Schlusswort von Zube: "Das war ganz schlecht von uns. Nord-NF hat verdient gewonnen."HSG Nord-NF: Lüers, Breuel - Haas (3), Thielebein (11/5), Oliver Petersen (2), Enewaldsen (2), Nahne Petersen (3), Flessau (2), Nicolaisen (4), Böhmer (1), Martinsen (4), Gronau, Lorenzen (5), Oldendörp (2).

TSV Mildstedt: Wuggazer, Hansen - Reinke (2), Petersen, Esters (6), Lennart Körner (1), Göres (1), Flick, Kopittke, Jonathan Körner (7), Thiesen (4), Kossow (4/2), Michelsen (2).

Schiedsrichter: Sötje/Sötje (Horst/Kiebitzreihe).

Siebenmeter: 5/5:4/2 - Zeitstrafen: 2:5. Zuschauer: 100.

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