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Harrislee Sieger im Derby der 3. Handball-Liga : Nord-Frauen mit perfektem Start

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das mit Spannung erwartete Drittliga-Derby zwischen der HSG Jörl-Viöl und dem TSV Nord Harrislee hatte zum Saisonstart einen überraschend klaren Sieger. Mit 27:22 (12:10) entführten die Harrisleer Handballerinnen beide Punkte aus Nordfriesland.

„Unsere Taktik ist voll aufgegangen und alle Spielerinnen haben zum Sieg beigetragen“, freute sich Nord-Coach Herluf Linde. „Wir haben eine durchwachsene erste und schwache zweite Halbzeit gespielt. Am verdienten Harrisleer Sieg gibt es nichts zu deuteln“, so der enttäuschte HSG-Trainer Thomas Blasczyk.

Die erste Halbzeit verlief noch sehr ausgeglichen. Einer der Schlüssel zum Erfolg der Nord-Frauen war die Abwehr, hinter der Torhüterin Lea Tiedemann ganz starke Leistung zeigte und mit zahlreichen Paraden ihrem Team den Rücken stärkte. Nach dem 3:3 (12. Minute) fanden die Gäste immer mehr Lücken in der HSG-Abwehr und legten stets eine Führung vor. Zur Pause war beim 10:12 noch alles offen, die Gastgeberinnen hatten einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt.

Nach dem Wechsel erwischten die Harrisleer Gäste einen Traumstart. Nach dem 11:12-Anschlusstreffer von Kim-Merle Köster warfen die Nord-Frauen binnen fünf Minuten vier Tore in Folge und zogen auf 11:16 davon. Dazu sah Köster nach einem Zweikampf mit Lotta Woch die bei der Aktion wegknickte, die Rote Karte. „Es sah unglücklich aus. Ich glaube, eine Zwei-Minuten-Strafe hätte es auch getan“, so Thomas Blasczyk. Doch es war symptomatisch für die zweite Halbzeit der Gastgeberinnen, die ihr schnelles Offensivspiel nicht aufziehen konnten und von der im Rückzugsverhalten starken Harrisleer Deckung immer wieder in den Positionsangriff gezwungen wurden. Zwei Einzelaktionen von Lena Schulz waren es, die neun Minuten nach Beginn des zweiten Durchgangs beim 13:17 das letzte Fünkchen Hoffnung der „Firebirds“ bedeuteten. Denn danach spielten der TSV Nord Harrislee groß auf.

Die Deckung und Torhüterin Tiedemann waren überragend und jeder Ballverlust der Gastgeberinnen wurde gnadenlos bestraft. Zudem fanden die Gäste im Angriff gegen die offensiven 5:1- und 4:2 Abwehrvarianten der HSG Jörl-Viöl immer wieder Lösungen.

Innerhalb von sieben Minuten erzielten die Harrisleerinnen sechs Tore in Folge und hatten mit dem 13:23 so für eine frühe Vorentscheidung gesorgt. Nach dem 18:27 (53.) betrieb die HSG dann zumindest Ergebniskosmetik. Am Ende stand der 27:22-Auswärtssieg des TSV Nord Harrislee, über den sich Linde verständlicherweise sehr freute: „Ich habe alle Spielerinnen eingesetzt, die so ein Gefühl bekommen haben, in der 3. Liga dabei zu sein. Sie haben als Mannschaft den verdienten Sieg eingefahren.“ Sein Kollege Thomas Blasczyk erkannte das neidlos an: „Vielleicht wollten wir zu viel und waren übermotiviert. Aber der Sieg für Nord Harrislee ist absolut verdient. Respekt, sie haben es richtig gut gemacht.“

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Kühl – Jessen, Hansen (4/2), Brueck, Scholz, Schulz (4), Steffek (5), Behrendsen (3), Pahl, Köster (1), Dahm (1), Maier (2), Machau (2/2).

TSV Nord Harrislee: Tüx, Tiedemann – Fischer (3), Lundelius, Woch (3/2), Fries (6), Carstensen (4), Hauschild (4), Lauf, Clausen (1), Jensen (3/2), Jakusch (1), Volquardsen (2).

Schiedsrichter: Kotzur/Setter (Kiel).

Zuschauer: 300.

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