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sportler des jahres 2013 : Mit Tränen in den Augen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jens Homrighausen vom MTV Leck hat sich einen Traum erfüllt. Der 35-Jährige absolvierte den IronMan-Triathlon auf Hawaii als schnellster Schleswig-Holsteiner.

Wer ein guter Trainer sein will, der ist idealerweise auch ein gutes Vorbild. Jens Homrighausen ist nicht nur aktiver Athlet, sondern auch Trainer der Triathleten des MTV Leck. Zu seinen Schützlingen gehört auch Bente Rathsack. Der „Sportlerin des Jahres“ schreibt der frisch gewählte „Sportler des Jahres“ zahlreiche Einheiten in den Trainingsplan. Doch es gibt fast nichts an Trainings- und Wettkampfbelastung, was der 35-jährige Athlet nicht auch selbst aktiv vorlebt. In beeindruckender Parallelität erlebten Rathsack und Homrighausen 2013 ihre bislang spannendste Triathlonsaison.

Homrighausen etablierte sich in der vergangenen Saison als einer der stärksten Ausdauermehrkämpfer des Landes. Als zweifacher Landesmeister seiner Altersklasse landete der MTV-Triathlet im Gesamtklassement auf der Mitteldistanz (Zweiter) und auf der Olympischen Distanz (Sechster) auch jeweils in den Toprängen. Zudem hatte auch er als Kapitän großen Anteil an dem gerade in der ersten Saisonhälfte starken Auftreten des Triathlon-Teams Südtondern in der Landesliga.

Die Königsdisziplin war aber auch für den zweifachen Vater die Triathlon-Langdistanz. Nachdem er zwei Jahre zuvor noch knapp gescheitert war, erfüllte sich Jens Homrighausen nun im zweiten Anlauf den Traum aller Triathleten. Mit einem bärenstarken Wettkampf beim IronMan in Frankfurt, den er in 9:14:18 Stunden bewältigte, schaffte er die Qualifikation für die IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii. Auf Hawaii krönte er dann seine starke Saison und bewältigte den Klassiker auf der Pazifikinsel in 9:38:35 Stunden. So schnell wie der Nordfriese war seit Jahren kein anderer Schleswig-Holsteiner beim berühmtesten Triathlon der Welt unterwegs gewesen. Von „Tränen in den Augen und Ganzkörper-Gänsehaut“ wusste Homrighausen nach dem Hawaii-Erlebnis zu berichten.

Vom Triathlonvirus war Homrighausen infiziert worden, als er 2007 beim OstseeMan spontan in einer Bundeswehr-Staffel als Marathonläufer eingesprungen war. „Das war mein erster Marathon und dort habe ich so viel Eindrücke und Emotionen aufgesaugt, dass ich seither in der Triathlonwelt drin bin“, erzählt der Mann aus Südtondern. Seine jüngsten Erfolge begründet Homrighausen mit Veränderungen im Training. „Ich habe versucht, von Quantität auf Qualität umzustellen", berichtet er. Ein Trainingspensum von 15 bis 20 Stunden baut er aber auch weiterhin in seinen Alltag als Student und Familienvater ein. Nach seiner Karriere als Zeitsoldat studiert der 35-Jährige seit 2012 in Flensburg Physik und Sport auf Lehramt. „Im Moment lässt sich das alles noch ganz gut verbinden, aber so einen Aufwand wie 2013 kann ich auch nicht jährlich betreiben“, sagt Homrighausen.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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