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Sieg und Niederlage in der Handball-SH-Liga : Mildstedter Kampf wird nicht belohnt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Alles gegeben, aber keine Punkte gewonnen – für die Handballer des TSV Mildstedt ist in der SH-Liga der verkorkste Saisonstart perfekt. Im ersten Heimspiel gab es ein 32:37 (18:19) gegen die HSG Schülp-Westerrönfeld und damit die dritte Niederlage in Folge.

Ganz anders dagegen der Bredstedter TSV: Der Aufsteiger deklassierte den ATSV Stockelsdorf mit 37:23 (19:13) und glich sein Punktekonto aus.

TSV Mildstedt – HSG Schülp-Westerrönfeld 32:37 (18:19)
„Eigentlich war es ein richtig geiles Spiel“, kommentierte TSV-Trainer Torsten Schella den Auftritt seiner Mannschaft. Trotz der Niederlage schien der Coach einen guten Eindruck von seinen Spielern bekommen zu haben, da es bis zur 50. Minute meist Tor um Tor zuging. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Partie eigentlich im Griff. Zwar lagen wir immer mit ein bis zwei Toren hinten, haben jedoch niemals den Mut verloren und wurden Schülp immer wieder gefährlich“, so Schella.

Schnell entwickelte sich ein offenes Spiel, wobei Schülp immer in Front lag. Über 8:9 und 13:14 blieb Mildstedt aber ständig in Schlagdistanz und ging mit einem knappen 18:19-Rückstand in die Pause. „Unser Angriff funktionierte gut und strahlte von allen Positionen Gefahr aus“, freute sich Schella auch über die Tatsache, dass die Spielanlage nicht nur auf den Linkshänder Mario Petersen ausgelegt war. Somit ergaben sich immer wieder Lücken in der Schülper Abwehr, die hauptsächlich von Marcel Esters genutzt wurden, der mit 10 Toren „ein klasse Spiel absolvierte“ (Schella).

Probleme gab es eher in der Defensive auf, wo Schella die viele kleine individuelle Fehler monierte. Hinzu kam ein schwarzer Tag seiner Torhüter, die kaum eine Hand an den Ball bekamen. Beim Stande von 28:28 in der 50. Minute dann der Knackpunkt der Partie: Mildstedt verwarf einen Konter und kassierte fast im Gegenzug zwei unnötige Zeitstrafen. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und erhöhten schnell auf 30:34 Tore – die Entscheidung. „In den Schlussminuten konnte auch unser Kämpferherz nichts mehr ausrichten. Schülp hat verdient gewonnen“, sagte Schella.

TSV Mildstedt: Hansen, Busch – Ketelsen, Esters (10), Lorenzen, Sell (1), Petersen (10/4), Jess (3), Bendsen (2), Kossow (5), Lutz, Gehm.

Bredstedter TSV – ATSV Stockelsdorf 37:23 (19:13)
Zwar fehlten den Gästen mit Schäfer und Molt zwei durchschlagskräftige Rückraumspieler. Doch damit allein war der klare BTSV-Sieg nicht zu erklären. Der Aufsteiger spielten zielstrebig mit einer offensiv ausgerichteten Deckung. Zwar kassierte der Gastgeber deshaln einige leichte Gegentore, schlug aber aus gehaltenen Distanzwürfen über Tempospiel Kapital und zog zudem ein schnellen Positionsangriff auf. Nach dem 6:5 übernahm der BTSV mit Regisseur Ilgner endgültig das Kommando und lag folgerichtig zur Pause schon deutlich vorn.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Nordfriesen konzentriert hatten nach einem 7:2-Lauf beim 27:15 schon früh für die Vorentscheidung gesorgt. Auch in der Folge gelangen Bredstedt viele Aktionen und sehenswerte Tore. Wechsel beeinträchtigten den Spielfluss nicht, so dass unter dem Strich ein Kantersieg stand.

„Dieser Sieg kommt in der Höhe überraschend und zeigt, wie unterschiedlich die Spiele in dieser Liga verlaufen können“, lautete das Fazit von BTSV-Coach Ralf Johannsen. „Bei uns ging vieles, und Stockelsdorf bekam einfach keinen Zugriff.“ Es habe sich ausgezahlt, dass alle nach den ersten beiden Niederlagen ruhig geblieben seien und weiter gearbeitet hätten. „Kompliment an alle“, lobte Johannsen.

Bredstedter TSV: A. Görtzen, Hansen (ab 41. Minute), Schröter – M. Görtzen (4), Hensen (9), Carl (4), Kordtomeikel (6), Ilgner (5/1), Kwoka, Kotzan, Th. Petersen (4/2), Böhmer (2), Sörensen (3), Heß.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 09:00 Uhr

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