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klare niederlage im derby : Mildstedt ohne Durchschlagskraft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hängende Köpfe beim Aufsteiger, Jubel beim Gegner: Der TSV Mildstedt leistet sich im Nordderby der Handball-Oberliga zahllose technische Fehler und kassiert eine empfindliche 18:32-Niederlage gegen den TSV Hürup.

Während die Spieler des TSV Hürup auf dem Hallenboden saßen und lautstark ihren „Auswärtssieg“ besangen, waren die Kontrahenten des TSV Mildstedt mit hängenden Köpfen längst in der Kabine verschwunden. Der Aufsteiger hatte im Nordderby der Handball-Oberliga gegen die Hüruper eine desolate Leistung abgeliefert und folgerichtig mit 18:32 (7:13) eine derbe Niederlage bezogen. „Was will man erwarten, wenn immer nur sieben oder acht Spieler beim Training sein können“, meinte ein frustrierter Mildstedter Trainer Torben Walluks. Die Euphorie nach 3:1 Start-Punkten ist in Ernüchterung umgeschlagen, und in Mildstedt reift langsam die Erkenntnis, dass es bei den großen Verletzungssorgen und den derzeitigen Trainingsumständen schwierig wird, die Klasse zu halten.

Hürups Trainer Christian Lutter war dagegen happy. „Wir haben heute eine sehr massive 6:0-Deckung aufgestellt, gegen die Mildstedt kein Mittel gefunden hat. Wir haben es heute in Abwehr und Angriff sehr gut gemacht. Auch bei den Wechseln gab es keinen Bruch im Spiel.“

Nach zwei Niederlagen in Folge hatte sich Mildstedt viel vorgenommen in diesem Derby. Doch schnell zeichnete sich ab, wohin an diesem Nachmittag vor rund 150 Zuschauern die Reise gehen würde. Keine Bewegung, keine Dynamik und keine Sicherheit im Rückraum – dafür eine verheerende Wurfausbeute, zahllose technische Fehler und eine Defensive, die den Hüruper Angriff nie in den Griff bekam. „Vorne fehlte uns die Durchschlagskraft, und hinten haben wir uns schlecht bewegt. Es fehlte die Bereitschaft, den entscheidenden Schritt zu tun“, urteilte Walluks.

Ganz anders der TSV Hürup. Der Gast stellte eine kompakte 6:0-Formation hin, die Lars Ole Woldt und Philipp Hinrichsen im Zentrum glänzend organisierten. Und im Angriff hatte Hürup mit Leon Witte einen Spielmacher, der nicht nur die Spielzüge einleitete, sondern auch selbst Torgefahr entwickelte. „Er hat sich heute ein Sonderlob verdient“, freute sich Lutter über den starken Auftritt seines Regisseurs. Zudem bestraften die Hüruper viele Mildstedter Fehler mit ihren gefürchteten Kontern, wobei sich Rechtsaußen Per Oetzmann besonders hevortat.

Unter diesen Vorzeichen war das Spiel frühzeitig entschieden. Nach dem 1:0 geriet Mildstedt über 1:4 (8.), 3:7 (14.) und 4:10 (21.) bis zur Pause bereits mit 7:13 ins Hintertreffen. Zwar versuchte Walluks durch eine Umstellung der Abwehr von 6:0 auf eine offensive 4:2-Variante alles, um die Kreise des Hüruper Rückraums entscheidend einzuengen. Doch das gelang nicht. Über 11:17 (38.) fielen die Gastgeber bis zur 45. Minute auf 11:22 zurück. Lutter konnte daraufhin munter durchwechseln, ohne das die Hüruper Aktionen an Qualität einbüßten. 27:12 (52.) und 29:14 (53.) waren weitere Stationen zum 32:18-Erfolg, der auch in der Höhe gerechtfertigt war. „Unsere Leistung im Angriff war schlecht“, konstatierte Walluks. „So kannst du kein Spiel gewinnen.“

TSV Mildstedt: Hunwardsen, Hansen (31.-40 Minute), Busch (ab 52. Minute) – St. Schmitz, L. Körner, Göres (4/1), Kopittke (1), Ketelsen, Empen (2), Michelsen (3), Thiesen (1), L. Andresen (5), T. Schmitz (2), Zander.

TSV Hürup: B. Hinrichsen, Neumann (ab 52. Minute) – Witte (8/3), Frahm, Oetzmann (7), Mattsen (3), Woldt (3), F. Hinrichsen, Petersen (4), Jensen (5), Beering (1), Ph. Hinrichsen (1).

Schiedsrichter: Brandes/Müller (Kronshagen).

Zeitstrafen: 3:4. – Siebenmeter: 2:4.

Zuschauer: rund 150.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 14:37 Uhr

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