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33:31 gegen die HSG Tarp-Wanderup : Mildstedt gewinnt spannendes Derby

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Handball-SH-Ligist feiert beim 33:31 gegen die HSG Tarp-Wanderup den vierten Sieg in Folge. Am Sonnabend um 17 Uhr geht es in der Mildauhalle gegen den ATSV Stockelsdorf.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2016 | 07:00 Uhr

Die Serie des TSV Mildstedt in der Handball-SH-Liga geht weiter. Im Derby am Donnerstag Abend in der Mildauhalle ließ sich der TSV nicht von den mehr als 200 Zuschauern nervös machen und machte den vierten Sieg in Folge perfekt. Die HSG Tarp-Wanderup hingegen muss nach der 31:33 (15:15)-Niederlage aufpassen, dass sie nicht erneut in die Abstiegszone rutscht.

Nach dem herzlichen Wiedersehen der alten Mitspieler (die Mildstedter Schella, Knaack und Petersen spielten lange Zeit in Tarp unter dem jetzigen Trainer Jan Weide, Tarps Cordes lernte das Handballspielen in Mildstedt) ging es sofort beherzt zur Sache. Man merkte allen Beteiligten an, dass dieses Derby für den weiteren Saisonverlauf Richtung weisend sein würde. Das Tempo war in den ersten Minuten sehr hoch und spielte eher den Gästen in die Karten – schnell setzte sich die HSG auf 1:5 und 5:10 ab.

Mildstedt ließ sich davon jedoch nicht verunsichern und demonstrierte Kampfgeist. Tor um das Schella-Team näher heran und markierte beim 11:11 (21. Minute) den ersten Ausgleich. Dies lag auch an der verbesserten Abwehrarbeit mit Jan-Martin Knaack im Zentrum. Fortan war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem weniger die Technik, sondern Einsatz und der Wille im Vordergrund standen. Beleg hierfür war eine Rote Karte gegen Lutz Cordes kurz vor der Pause, der überhart gegen Thore Jess zu Werke ging.

„Wir haben nur langsam in die Partie gefunden und uns das Leben selber schwer gemacht. Allein vier Tempogegenstöße fanden vor der Pause nicht den Weg ins Tor. Da hätten wir schon sicher führen können“, ärgerte sich TSV-Coach Torsten Schella über die zerfahrene erste Halbzeit.

Nach dem Wechsel hatten die Gäste dann wieder die Nase vorn (19:21 nach siebenminütiger Überzahl). Doch die Nordfriesen steckten nicht auf und waren beim 24:24 (47. Minute) wieder im Spiel. „In diesem Zeitraum haben wir uns das Leben selber schwer gemacht und beste Möglichkeiten nicht genutzt“, ärgerte sich HSG-Trainer Weide. Grund dafür war auch die Hereinnahme von Kevin Tetens im Mildstedter Tor, der seinen Kasten nun förmlich vernagelte.

Der Torwartwechsel und der nun stark aufspielende Ingwer Flick auf Mildstedter Seite sorgten dafür, dass sich die Gastgeber bis auf 32:28 absetzten. Doch der Sack war immer noch nicht zu. Technische Fehler und Fehlwürfe brachten die HSG wieder zurück ins Spiel (32:31). Den Schlusspunkt in dieser dramatischen Partie setzte dann ausgerechnet Jan-Martin („Bärbel“) Knaack, der den letzten Treffer gegen seine ehemalige Mannschaft erzielte.

Während Torsten Schella rundum zufrieden war, haderte Jan Weide mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wenn man in entscheidenden Situationen so viele Fehler macht, muss man schon über die fehlende geistige Frische sprechen. Und hier muss die Mannschaft nun eine Reaktion am Wochenende zeigen“, sagte er mit Blick auf das nächste Derby gegen den Bredstedter TSV.

Dieses Spiel findet am Sonnabend (17 Uhr) in der Treenehalle statt, Mildstedt erwartet zeitgleich den Tabellennachbarn ATSV Stockelsdorf.

TSV Mildstedt: Hansen, Tetens – Schmitz, Lorenzen (2), Sell (1), Petersen (11), Jess (3), Hansen (5), Lange (3), Kossow (1), Knaack (2), Flick (4).

HSG Tarp-Wanderup: Schäfer, Döhring – Otte, Heim, Schmidt (6), Cardel (1), Ritter (5/4), von Peterson (3), Otto, Friedel (2), Hansen (7), Cordes (1), Boelk (3), Jensen (1).

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