ehemaliger husumer bester Mann bei weiches 3:2-Sieg : Marcel Cornils mit Gala-Auftritt

Mann des Tages: Marcel Cornils (rechts, hier mit Stürmerkollege Tim Wulff) verdiente sich Bestnoten.
Mann des Tages: Marcel Cornils (rechts, hier mit Stürmerkollege Tim Wulff) verdiente sich Bestnoten.

Es sprudelte nur so aus ihm heraus. „Wir haben eine Riesenleistung abgeliefert. Für mich ein absolut fantastischer Tag. Einfach geil“, schwärmte Marcel Cornils. Der Stürmer erzielte für Weiche zwei Tore gegen Goslar und holte zudem noch einen Elfmeter heraus.

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04. November 2013, 05:30 Uhr

Er strahlte, zuckte nur einmal kurz, als Nedim Hasanbegovic ihn mit Wasser bespritzte. Marcel Cornils war beim 3:2 (2:2)-Sieg der Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche gegen den Goslarer SC 08 der Matchwinner. „Wir haben eine Riesenleistung abgeliefert. Für mich ein absolut fantastischer Tag. Einfach geil“, sprudelte es aus dem Ex-Husumer heraus. Zwei Tore, dazu einen Elfmeter herausgeholt – „Corni“ war der beste Mann auf dem Platz.

Freude pur bei den Gastgebern? Nicht ganz. „Ich weiß nicht, was wir noch anbieten sollen. Unsere Leistungen werden nicht entsprechend gewürdigt“, bedauerte Harald Uhr, Vorsitzender der Liga-GmbH. Nur 344 zahlende Zuschauer beim Spiel des Tabellen-Sechsten gegen den Dritten, das ärgerte die Verantwortlichen. In der Tat, diese Partie hätte mehr Besucher verdient gehabt. Trainer Daniel Jurgeleit hatte ein „mehr als ordentliches Spiel“ gesehen. Besonders gefiel ihm, dass sein Team auch nach Rückständen stabil blieb und schnell wieder zurückkam. Sein Kollege Mario Block wollte zunächst gar nichts sagen, war angefressen. Schließlich rang er sich zu einer Gratulation durch. „Weiche hat verdient gewonnen.“ Was er anschließend sagte, sorgte bei den Gastgebern für Kopfschütteln. „Weiche hat sehr aggressiv gespielt, besonders eine Person auf dem Spielfeld. Wir waren körperlich klar im Nachteil und der eine oder andere meiner Spieler hat sich einschüchtern lassen.“ Wen er meinte, blieb unklar. „Das war ein intensives Spiel, aber doch nicht unfair. Der Schiedsrichter hat viel laufen lassen“, stellte Jurgeleit unwidersprochen fest.

In der anfangs offenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten leitete ein Fehler von Patrick Thomsen nach einer halben Stunde das 0:1 ein. Den Fehlpass nahm Rico Gladrow auf, spielte Doppelpass mit Karsten Fischer, und der Ex-Kieler traf aus 16 Metern ins linke untere Eck. Der Ausgleich ließ jedoch nur 120 Sekunden auf sich warten. Alexander Missbach riss Marcel Cornils im Strafraum um, Schiedsrichter Riedel deutete sofort auf den Punkt. Florian Meyer ließ Marc Brosius im Goslarer Tor keine Abwehrchance – 1:1. Wieder war es Patrick Thomsen, der mit einem Fehlpass eine Gästechance herauf beschwor, doch Fischer und Pichinot spielten den Konter allzu lässig aus (36.). Nach Hartwig-Ecke köpfte Garrit Golombek (39.) den Ball an die Latte.

Das 1:2 (40.) resultierte aus einer feinen Einzelleistung von Sergej Evljuskin. Die Gastgeber, nicht geschockt, schlugen erneut zurück. Marcel Cornils nahm eine zu kurze Abwehr auf und traf mit einem kernigen Schuss (44.). Im zweiten Durchgang erarbeitete sich das Jurgeleit-Team mehr und mehr Spielanteile, kämpfte und setzte nun auch spielerische Akzente. Florian Meyer legte nach tollem Solo auf Marcel Cornils ab, der jedoch über das Tor schoss (54.). Auch nach einer Meyer-Ecke zielte er zu hoch (61.). Doch die Krönung für den 21-Jährigen sollte noch folgen. Nach bärenstarker Vorarbeit von Patrick Thomsen, der sich in der zweiten Halbzeit erheblich steigerte, „zwirbelte“ der Angreifer den Ball gekonnt ins Eck (64.). In der Schlussphase hatten die Gastgeber noch einige bange Minuten zu überstehen. Keeper Florian Kirschke fischte einen Freistoß von Sven Hartwig aus der Ecke (87.). Dann war’s überstanden, die Party auf dem Rasen begann.

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