HSG Jörl-Viöl mit starkem 31:31 gegen Buxtehude II : Kollektives Lob an die Mannschaft

Torjägerinnen im Duell: Raphaela Steffek (Jörl-Viöl, rechts) und Cassandra Nanfack trafen jeweils zehn Mal.
Torjägerinnen im Duell: Raphaela Steffek (Jörl-Viöl, rechts) und Cassandra Nanfack trafen jeweils zehn Mal.

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Jörl-Viöl haben eine Klasse-Reaktion auf die 20:27-Derby-Pleite vor zwei Wochen beim TSV Nord Harrislee gezeigt. Trainer Thomas Blasczyk war stolz auf sein ersatzgeschwächtes Team.

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29. Januar 2018, 07:15 Uhr

Im Topspiel gegen Tabellenführer Buxtehuder SV II gab es nach starker Vorstellung ein 31:31 (17:16)-Remis. „Ich war mir nicht sicher, ob wir unter den gegebenen Umständen dieses Tempospiel mithalten würden. Doch meine Mannschaft hat durchgehalten“, verteilte Trainer Thomas Blasczyk ein Kollektivlob an seine acht Feldspielerinnen.

Kristin Machau fiel aus, Jana Behrendsen und Katharina Hansen saßen zwar auf der Bank, waren aber verletzt. Dazu war Spielmacherin Lena Schulz grippegeschwächt. „Sie hat sich trotz des Fehlens beim Abschlusstraining am Freitag voll in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Blasczyk, dessen Team einen sehr guten Auftakt in die Partie erwischte und nach zehn Minuten mit 7:3 führte.

Doch die Bundesliga-Reserve aus Buxtehude ließ sich nicht beirren und glich bereits sieben Minuten später zum 8:8 aus. Es ging danach Tor um Tor und fünf Minuten vor der Pause lagen die Gäste, die in der zehnfachen Torschützin Cassandra Nanfack ihre beste Spielerin hatten, beim 13:15 mit zwei Toren vorne. Doch die HSG wusste darauf eine Antwort und ging mit einer 17:16-Führung in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel setzte sich das „sehr ansehnliche Drittliga-Spiel“ (Blasczyk) fort. Beim 23:21 (41.) hatten die Gastgeberinnen letztmals eine Zwei-Tore-Führung inne. Die von Ex-Nationalspielerin Heike Axmann (Weltmeisterin 1993) trainierten Gäste erzielten schnell das 23:23. Danach legte die HSG Jörl-Viöl immer vor, Buxtehude traf postwendend zum Ausgleich. Nach dem 29:28 riss der Tabellenführer mit 29:30 die Führung an sich.

Doch das Blasczyk-Team zeigte ebenfalls seine Klasse. Neben der sehr viel Verantwortung übernehmenden Raphaela Steffek setzte dabei Sabrina Maier immer wieder entscheidende Nadelstiche. Per Doppelpack traf sie zum 31:30, der starken Buxtehuderin Cassandra Nanfack war das letzte Tor zum 31:31 vorbehalten. „Heike Axmann, die ich von vielen Trainer-Tagungen kenne und schätze, und ich waren uns einig. Es war ein absolut gerechtes Ergebnis“, brachte Blasczyk das Resümee der Verantwortlichen nach einem hocklassigen Handballspiel auf den Punkt.

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Kühl, Voigt – Jessen (1), Hansen (n.e.), Brueck, Schulz (4), Steffek (10/2), Behrendsen (n.e.), Pahl (2), Köster (3), Dahm (3/3), Maier (8).

Buxtehuder SV II: Filter, Nitt – Krey (2), Mettner (6), Fröhlich (1), Nanfack (10), Ossenkopp (4), Fischer, Geist (4), Hauf (4), Pereira, Genilke.

Schiedsrichter: Kotzur/Setter (Kiel).

Zuschauer: 123.

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