Handball-SH-Liga : Keine Chance für die HSG Ohrstedt-Ostenfeld

Hans Kaphengst von der HSG SZOWW sucht eine Lücke in der Tarper Abwehr.
Hans Kaphengst von der HSG SZOWW sucht eine Lücke in der Tarper Abwehr.

Aufsteiger unterliegt 18:27 bei der HSG Tarp-Wanderup - Bredstedter TSV erkämpft 30:30 bei den Tills Löwen.

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16. September 2019, 16:05 Uhr

Bredstedt | Während die HSG SZOWW in der Handball-SH-Liga beim Spitzenteam HSG Tarp-Wanderup mit 18:27 (10:12) eine klare Niederlage einstecken musste, gelang dem Bredstedter TSV mit 30:30 (14:16) gegen die HSG Tills Löwen der erste Punktgewinn.

HSG Tarp-Wanderup – HSG SZOWW 27:18 (12:10)

Das Derby war mit Spannung erwartet worden, zumal die beiden Vereine einiges verbindet. Die Tarper Spieler Gunnar Jakubowski und Kevin Hamann und die Trainer Jan Weide und Ralf Heckel waren alle schon für Ohrstedt-Ostenfeld aktiv. „Ich kann nicht behaupten, dass ich die totale Ruhe vor der Partie war“, gestand Heckel. Der Aufsteiger stellte Tarp-Wanderup vor Aufgaben und traf mit einer 4:2-Deckung gegen die linke Angriffsseite einen Nerv. „Wir wollten Gunnar Jakubowski isolieren. Das Tarper Spiel war dadurch erheblich gestört“, meinte SZOWW-Coach Kai Flatterich. Die favorisierten Gastgeber Minuten kamen erst kurz vor der Halbzeit zur Zwei-Tore-Führung. „Speziell im Angriff hatten wir keinen richtigen Zugriff. Uns fehlte da ein wenig der kühle Kopf“, meinte Heckel. Dann machte sich bei den Gästen langsam der Kräfteverschleiß bemerkbar. Boris Hohnsbehn, Fynn Kähler und Janne Zander fehlten ohnehin, dann schied auch noch Kevin Schnettler verletzt aus. Bis zum 16:19 (45.) war noch nichts entschieden, doch als Ohrstedts Abwehrchef Pelle Clausen die Rote Karte bekommen hatte, war Tarp-Wanderup mit einem starken gutes Torhütergespann Kretschmer/Döhring im Rücken nicht mehr zu halten. „Wir haben am Ende unsere konditionellen Vorteile ausspielen können. Dies und die besser besetzte Auswechselbank waren wohl am Ende ausschlaggebend für den doch sehr hohen Sieg“, sagte Heckel. Flatterich zeigte sich versöhnlich: „Trotz personeller Sorgen haben wir bei einem Spitzenteam sehr gut mitgehalten. Das wird uns bei unseren nächsten Aufgaben helfen.“

SZOWW: Jensen, Janssen, Bastian – Schulte-Südhoff, Clausen (1), Hollmer (4), Jacobs, Lorenzen, Kaphengst (4), Petersen (1), Sokoll (3/1), Hansen (3), Schnettler (2), Fuchs.

Bredstedter TSV – Tills Löwen 30:30 (14:16).

„Das Remis fühlt sich wie ein Sieg an“, sagte BTSV-Trainer Thorsten Schella erleichtert. Von Beginn an agierten seine Spieler konzentriert und wachsam. Beim 6:6 (14.) war noch keine Tendenz sichtbar. „Wir haben bis zu diesem Zeitpunkt sehr geduldig gespielt. So stelle ich mir das vor“, freute sich Schella. Doch dann verstrickte sich seine Mannschaft in Einzelaktionen und die starken Hirth-Brüder im Rückraum der Gäste machten gehörig Dampf. Bredstedt geriet mit 7:12 (20.) in Rückstand, kämpfte sich bis zur Pause aber wieder auf 14:16 heran.

Nach dem Wechsel blieb esspannend. Ab der 40. Minute brachte Schella den angeschlagenen Melf Voigt (Kapselverletzung im Finger). Nicht nur seine Tore brachten Schwung ins Spiel, sondern auch seine Anspiele an den starken Kreisläufer Björn Enewaldsen. In der 52. Minute gelang dem BTSV der Ausgleich zum 25:25. Bis zum Schlusspfiff blieb alles offen. Sieben Sekunden vor dem Ende gingen die Löwen noch mit 30:29 in Führung. Bredstedt ließ sich nicht schocken und schnellen mit einer schnellen Mitte und einem Abschluss über Linksaußen zurück. Dieser Wurf landete zwar nicht im Tor, jedoch gaben die Unparteiischen einen Strafwurf. Diesen verwandelte Matchwinner Melf Voigt sicher und ließ sich von seiner Mannschaft feiern. „Toll, dass wir uns für diese gute Leistung noch mit einem Punkt belohnen konnten. Das war mit Abstand die bisher beste Saisonleistung“, sagte Schella erleichtert.

Bredstedt: Görtzen, Hansen – B.Jordans (5), Beyer (1), Kinsky, Enewaldsen (7), L.Petersen (2), Kotzan (3), T.Petersen, Voigt (3), Nissen (1), Sörensen (5), Jess (3), Paulsen.

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