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Handball-Oberliga : Jörl-Viöl überrennt den FC St. Pauli

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Spitzenreiter HSG Jörl-Viöl hat in der Handball-Oberliga der Frauen einen 35:18-Kantersieg gegen den FC St. Pauli gefeiert. HSG-Trainer Thomas Blasczyk war sehr zufrieden mit seinem Team: „Wir haben jeden Fehler bestraft.“

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Die HSG Jörl-Viöl ist topfit und hochmotiviert aus der Osterpause gekommen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Blasczyk fertigte in der Erich-Wobser-Halle Viöl den FC St. Pauli im Nachholspiel mit 35:18 (16:6) ab und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga der Frauen auf vier Zähler gegenüber Verfolger SG Todesfelde/Leezen aus. Der HSG-Trainer war mit der Vorstellung seines Teams hochzufrieden. „Wir wollten nach der Pause unseren Rhythmus wieder aufnehmen. Denn am Wochenende haben wir ein schweres Auswärtsspiel bei der SG Alstertal-Langenhorn. Das ist uns super gelungen“, sagte Thomas Blasczyk.

Lediglich in den ersten 15 Minuten war der HSG-Coach mit dem Auftritt des Tabellenführers nicht zufrieden, obwohl bei den Gästen mit Joelle Kargesmeier (110 Treffer) die Torschützin vom Dienst fehlte. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden“, so Blasczyk, der beim 9:6 nach knapp 15 Minuten eine Auszeit nahm, um vor allem die Defensive noch einmal zu justieren. Mit Erfolg. Bis zum Pausenpfiff ließ die HSG keinen Gegentreffer mehr zu, weil die Abwehr fortan aggressiv agierte, viele Fehler beim Gegner provozierte, um dann mit Gegenstößen zu leichten Torerfolgen zu kommen. „Wir haben jeden Fehler des FC St. Pauli bestraft“, bemerkte Blasczyk. Beim 16:6 zur Pause war die Partie bereits entschieden.

Doch der HSG-Coach wollte auch in der zweiten Hälfte eine konzentrierte Leistung sehen, obwohl er nun munter durchwechselte, so dass sich auch die Spielerinnen zeigen konnten, die sonst weniger Einsatzzeiten haben. Auch Torhüterin Frauke Paulsen, die mit einigen Knieproblemen zu kämpfen hat, machte Platz für die junge Nina Thiesen aus der zweiten Mannschaft. „Ich wollte Frauke schonen für die nächsten Spiele und Nina hat ihre Sache wirklich gut gemacht“, lobte Blasczyk die Nachwuchs-Torfrau. Auch die anderen HSG-Spielerinnen machten weiter „Dampf“. Über 20:6, 28:12 und 32:16 fuhr der Gastgeber am Ende einen 35:18-Kantersieg ein.

„Wir waren in allen Belangen überlegen“, resümierte Blasczyk, dessen Team in der Tordifferenz (+154) nun 64 Tore besser dasteht als der Tabellenzweite SG Todesfelde/Leezen. Und da die HSG auch den direkten Vergleich mit Todesfelde für sich entschieden hat, scheint der Weg in die 3. Liga fast schon frei. „Noch stehen aber vier Spiele aus“, gab Blasczyk zu bedenken. Da könne noch einiges passieren. „Wir möchten es jedoch nicht auf das letzte Spiel ankommen lassen. Das wollen wir vorher regeln“, gab Blasczyk bereits die Marschrichtung für die nächsten Begegnungen vor. Die HSG will so schnell wie möglich die Meisterschaft perfekt machen, um schon nach dem letzten Heimspiel gegen den TSV Wattenbek am 24. April den Titel und den angestrebten Aufstieg in die 3. Liga mit den Fans feiern zu können. „Mannschaft, Umfeld und unsere Anhänger haben sich das verdient“, sagte Blasczyk, der sich bei der HSG Jörl-Viöl pudelwohl fühlt. „Es macht einfach Spaß mit dieser Mannschaft.“

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Thiesen (ab 31. Minute) – Riebow (3), Kahlund (10), Thomsen (1), K. Hansen (4), Knetter (1), Scholz (2), Schulz (6), M. Hansen (4), Behrendsen (2), Köster (1), Maier, Schibrath (1).

FC St. Pauli: Jung, Bartels – Münstermann (3), Parker (1), Plath (2), Dahle, Karallas, Müller (2), Schröder (1), Diegel (4), Poth (4), Höhne (1).

Zeitstrafen: 1:1. – Siebenmeter: 4/2:1/1.

Zuschauer: 215.

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