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Aufsteiger bezwingt den TSV Nord Harrislee mit 20:19 : Jörl-Viöl besiegt den Derby-Fluch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das mit Spannung erwartete Nordderby in der 3. Liga Nord der Frauen zwischen der HSG Jörl-Viöl und dem TSV Nord Harrislee konnten erstmalig in dieser Saison die HSG-Handballerinnen für sich entscheiden.

Nach der 18:31-Hinspielniederlage und dem 23:27 im Landespokal-Viertelfinale feierten die „Firebirds“ einen umkämpften 20:19 (9:8)-Erfolg. Dabei boten beide Mannschaften den 247 Zuschauern in der prall gefüllten Erich-Wobser Halle in Viöl eine spannende Partie.

Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen. Gestützt auf eine beherzt arbeitende 5:1-Deckung, die Harrislees Merle Carstensen aus der Wurfzone halten sollte, und die starke Torhüterin Linda Kühl, warf sich die HSG einen 5:2-Vorsprung (10. Minute) heraus. Weitere zehn Minuten später konnte die Mannschaft von Thomas Blasczyk mit konzentriertem Offensivspiel sogar auf 9:4 erhöhen. Dann nahm sein Gegenüber „Shorty“ Linde einen Wechsel auf der Torhüterposition vor und beorderte Marie Andresen zwischen die Pfosten. Sie fügte sich mit zahlreichen Paraden ein und kassierte bis zur Pause keinen einzigen Gegentreffer. So konnte Nord auf 8:9 verkürzen.

Den Schwung nahmen die Gäste mit in die zweite Hälfte und gingen durch Merle Carstensen (2) und Fenja Jensen 11:9 in Führung. Danach bekam der neue Tabellendritte wieder mehr Zugriff auf das Spiel. Linda Kühls Paraden und zwei verwandelte Siebenmeter von Katharina Hansen brachten den 11:11-Ausgleich. Nun bekam das Blasczyk-Team wieder mehr Sicherheit und setzte sich unter der Regie von Spielmacherin Lena Schulz auf 20:15 (53.) ab. Die Nordfrauen, die in dieser Phase erneut zu viele Chancen vergaben, bäumten sich aber noch einmal auf. Coach Linde verordnete eine kurze Deckung gegen Schulz und der Spielfluss von Jörl-Viöl geriet ins Stocken. Ann Karolin Lache und Fenja Jensen mit drei Toren verkürzten 16 Sekunden vor Schluss auf 20:19. Der Anschlusstreffer kam aber zu spät und so stand am Ende der Derbysieg der HSG Jörl-Viöl, über den sich Thomas Blasczyk freute: „Es war ein tolles Derby, zu dem beide Mannschaften beigetragen haben. Wir wollten unbedingt den Bock umstoßen und das ist uns gelungen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die in der gesamten Rückrunde erst ein Spiel verloren hat.“ Linde haderte dagegen mit seiner Offensive. „Jörl-Viöl hatte mehr Willen, dass Spiel unbedingt zu gewinnen. Wir waren im Angriff nicht kreativ genug und haben zu viele Chancen vergeben. Aber ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Voigt, Kühl – Riebow, Jessen, Hansen (2/2), Brueck, Scholz, Schulz (6), Behrendsen (2), Pahl (1), Köster (4), Maier (3), Machau (2).
TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger, Marie Andresen, Tiedemann – Ranft, Johanna Andresen, Natusch, Lundelius, Woch (2), Carstensen (3), Lache (2), Harbeck (2), Clausen, Jensen (9/4), Jakusch (1).
Schiedsrichter: Bergmann/Lochner (Hamburg). – Zuschauer: 247.

7m: 2/5:4/5.

Zeitstrafen: 1:0.


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