nordfrieslands pokalsieger eine runde weiter : Jetzt hofft Frisia auf den VfB Lübeck

Frisia gleicht aus: Lasse Paulsen gewinnt den Luftkampf gegen den Heider Kapitän David Quade und köpft das 1:1.
Frisia gleicht aus: Lasse Paulsen gewinnt den Luftkampf gegen den Heider Kapitän David Quade und köpft das 1:1.

Die Verbandsliga-Fußballer aus Risum-Lindholm besiegen den SH-Ligisten Heider SV nach zweimaligem Rückstand 4:2 und stehen im Viertelfinale. Matchwinner: die eingewechselten Stürmer Simon Attisso und Salam Halawani.

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14. Juli 2014, 07:00 Uhr

Die Fußballer des SV Frisia 03 Risum-Lindholm schafften im Achtelfinale des SHFV-Lotto-Pokals die Überraschung und besiegten den klassenhöheren Heider SV nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 4:2 (0:1). Dabei zeigte der Verbandsligist eine schwache erste Hälfte, lag zweimal zurück, drehte aber nach der Einwechslung von Salam Halawani und Simon Attisso direkt nach der Pause die Partie und war am Ende ein verdienter Sieger. Jetzt hofft Frisia im Viertelfinale auf den VfB Lübeck als Gegner.

„Meine Mannschaft hat wieder einmal gezeigt, dass sie Moral besitzt“, freute sich Trainer Bodo Schmidt. Sein Kollege Sönke Beiroth war enttäuscht: „Wir wussten, dass es schwer werden würde, aber natürlich wollten wir gewinnen. Ein Klassenunterschied war nicht zu sehen.“

Die erste Halbzeit ging klar an die Dithmarscher. Schnell, kombinationssicher und lauffreudig setzten die Gäste Frisia unter Dauerdruck, ließen keine Konter zu. Meist kam Heide über die Außen, aber im gegnerischen Strafraum konnten sich die körperlich unterlegenen Stürmer nicht durchsetzen. So blieb es meist bei Distanzschüssen, die aber ihr Ziel verfehlten. Nur wenn sich die größeren Abwehrspieler mit einschalteten, wurde es gefährlich für Frisia. Nach langem Pass von Marc Roessner scheiterte Bastian Sticken (14.) aus sechs Metern an der Latte. Ein Standard direkt vor der Pause sorgte für die verdiente Führung der Gäste: Nach einem halbhohen Freistoß traf Deniz Karakus per Kopf zum 0:1 (45.) ins lange Eck.

Bodo Schmidt brachte zur zweiten Halbzeit Salam Halawani und Simon Attisso – und hatte das richtige Händchen. Jetzt ging auch Frisia in die Zweikämpfe – und gewann sie. Nach einem Freistoß von Stephan Christiansen traf Lasse Paulsen per Kopf zum 1:1 (54.). Fünf Minuten später unterlief Torhüter Lars Christiansen ein krasser Fehler: Ein Freistoß von Karakus aus 25 Metern, der kurz vor ihm aufsetzte, ging zum 1:2 ins kurze Eck. Die Partie wurde hektischer, gelbe Karten häuften sich, und auch auf den Trainerbänken wurde es lauter.

Nach einem Konter legte Salam Halawani den Ball artistisch quer, und Simon Attisso traf aus vier Metern zum 2:2 (72.). Frisia setzte nach und nutzte einen Torwartfehler. Mats Hinrichs traf bei einem Befreiungsschlag den eigenen Spieler, Halawani nahm den Abpraller aus 15 Metern volley und setzte den Ball zum 3:2 (79.) unter die Latte. Heide warf alles nach vorn, aber Frisia ließ nicht mehr viel zu und setzte den entscheidenden Konter: Halawani legte den Ball über die Abwehr und Attisso bugsierte ihn mit der Brust zum 4:2 (90.+2) ins Tor. Viktor Hardock ließ sich aus Frust noch zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen und sah dafür die Rote Karte (90.+4).

SV Frisia 03 Risum-Lindholm: Lars Christiansen I - Andresen, Paulsen, Marvin Bruhn, Sönke Hansen - Daniel Johannsen, Lars Christiansen II, Albertsen (60. Grade), Stephan Chrstiansen - Drews (46. Halawani), Martensen (46. Attisso).

Heider SV: Hinrichs - Neelsen, Viktor Hardock, Quade, Sticken - Peters (80. Hass), Hoffmann, Roesner (69. Lafrentz), Alex Hardock - Karakus, Merk (65. Dethlefsen).

Schiedsrichter: Rune Möller (Schleswig).

Zuschauer: 160.

Tore: 0:1 (45.) Deniz Karakus, 1:1 (54.) Lasse Paulsen, 1:2 (59.) Karakus, 2:2 (72.) Simon Attisso, 3:2 (75.) Salam Halawani, 4:2 (90.+2) Attisso.

Beste Spieler: Halawani, Andresen, Paulsen, Attisso/Karakus, A. Hardock, Roessner.

Rote Karte: Viktor Hardock (90.+4), Beleidigung des Gegenspielers.

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