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Schleswig-Holstein-Liga : Husumer SV tritt auf der Stelle

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nullnummer im Nordderby der Schleswig-Holstein-Liga gegen Flensburg 08 lässt Hoffnungen im Abstiegskampf weiter schwinden

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Unter dem Strich stand nach 90 Minuten vor 174 zahlenden Zuschauern die Null – auf beiden Seiten. Ein Resultat, mit dem die Husumer SV im Abstiegskampf der Schleswig-Holstein-Liga weiter auf der Stelle tritt. Auf der anderen Seite ein Ergebnis, mit dem Gegner Flensburg 08 angesichts der angespannten Personalsituation und der Husumer Überlegenheit in der zweiten Hälfte gut leben konnte.

„Wieder nur ein Punkt“, ärgerte sich Husums Trainer Malte Köster. „Das hilft uns im Kampf um den Klassenerhalt nicht weiter.“ Es war bereits das elfte Remis der Nordfriesen in dieser Saison. Es untermauerte die Erkenntnis, dass Unentschieden allein nicht reichen werden, um auch in der nächsten Saison in der höchsten Spielklasse auf Landesebene vertreten zu sein. „Denn die anderen von unten werden auch noch Punkte machen“, weiß der Husumer Trainer. 08-Trainer Frank Papenberg war dagegen „froh, dass es am Ende 0:0 stand“. Sein letztes Aufgebot war in der zweiten Hälfte mächtig unter Druck geraten, hatte aber mit Glück und Geschick einen Gegentreffer vermeiden können. „Wir nehmen diesen Punkt gerne mit und sagen Danke“, meinte Papenberg, der zum Saisonende aus dem Traineramt ausscheidet, um bei 08 andere Aufgaben zu übernehmen.

Die Zuschauer im Friesenstadion sahen eine Nullnummer der unterhaltsamen Art mit ausgeglichenen Spielanteilen in der ersten Hälfte und einer überlegenen Heimelf in der zweiten. In kämpferischer und läuferischer Hinsicht konnte Köster seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Die Spieler haben wirklich alles getan“, lobte der Coach. Die Husumer ackerten und rackerten auf dem holprigen Platz über die gesamten 90 Minuten, erspielten sich auch eine Handvoll bester Gelegenheiten, aber ein Tor wollte einfach nicht fallen. Entweder zielten die Sturmspitzen Salam Halawani und Sebastian Kiesbye schlecht oder scheiterten an 08-Schlussmann Nick Schmidt. Oder aber ein Flensburger Abwehrbein war noch dazwischen (zumeist Thomas Carstensen und Mathias Baasch) oder der Ball versprang auf dem holprigen Untergrund – so wie in der 75. Minute, als Kiesbye nach einem Steilpass wieder einmal allein auf das Flensburger Tor zustürmte, den Ball aber völlig verzog. „Sch... Platz“, brüllte der Husumer anschließend in seinem Ärger über eine weitere vergebene Chance.

Möglichkeiten hatten auch die Flensburger – aber vornehmlich im ersten Durchgang. Da machten Mergim Kuci und Tanju Hassanoglou auf der linken Seite viel Alarm und stellten die Husumer Defensive vor einige Probleme. So scheiterte Lukas Linhardt aus 14 Metern an Chris Bielinski und konnte auch den Abpraller nicht an Husums Keeper vorbei bringen, der zur Ecke klärte. Und fünf Minuten vor der Pause traf Flemming Barth nur den Außenpfosten.

Im zweiten Durchgang kamen die Flensburger nur noch selten vor das Husumer Tor, hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun. Doch es reichte am Ende zu einem glücklichen, aber nicht unverdienten Punktgewinn. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen können“, analysierte Malte Köster und haderte ein bisschen mit dem Husumer Schicksal. „Uns fehlt einfach das Glück, auch ’mal in der 89. Minute das Tor zu machen.“


Husumer SV: Bielinski – Koschenz, Herpel, Wullenweber, Wetzel, Hornburg (61. Cordts) – Steglich Lorenzen, Nagel – Kiesbye, Halawani.

Flensburg 08: Schmidt – Lohner, Carstensen, Baasch – Woitschätzke (88. Ramadanoski) – Linhardt (63. Yilderim), R. Kuci, M. Kuci, Hassanoglou – Hathat, Barth (80. Möller).

Schiedsrichter: Susann Kunkel (Oldesloe). – Zuschauer: 174.

Beste Spieler: Lorenzen, Halawani, Kiesbye – Carstensen, Hassanoglou, M. Kuci.

hwk

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