zur Navigation springen

Heißer Triathlon-Tag an der Förde

vom

12. OstseeMan-Triathlon: 15 nordfriesische Einzelkämpfer am Start / Jens Homrighausen vom MTV Leck nutzt Glücksburg als Hawaii-Test

glücksburg | Schwimmen, Radfahren und Laufen - Sport vom frühen Morgen bis in die Abendstunden. Am Sonntag wartet auf die Starter des 12. OstseeMan-Triathlons ein langer heißer Sporttag. Hochsommerliche Bedingungen werden die Aktiven voraussichtlich auf ihrem 226 Kilometer langen Weg ins Ziel begleiten und den Kräfte zehrenden Ausdauerwettkampf noch einmal um eine Schippe härter gestalten.

Um 7 Uhr fällt der Startschuss - 1500 Sportler und Tausende von Zuschauern werden wieder für ein Spektakel am Kurstrand und auch an vielen Punkten der Wettkampfstrecke sorgen. Gänsehaut-Atmosphäre wird bereits am frühen Morgen aufkommen, wenn die Triathlon-Cracks mit den Startschuss die Förde brodeln lassen werden. 3,8 km Schwimmen, 180 km Laufen und 42,195 km Laufen - diese gigantische Distanz müssen die Athleten bezwingen. In den 300 Staffeln teilen sich 900 Athleten die drei Disziplinen auf.

Im Einzelwettbewerb wollen 600 eisenharte Ausdauerfreaks die Strecke im Alleingang bewältigen. Aus 15 Nationen reisen Sportler nach Glücksburg und aus allen deutschen Bundesländern zieht es die Triathleten in den Norden zur 12. Auflage von Deutschlands einzigem Langdistanz-Triathlon mit Schwimmstrecke im offenen Meer. Die Schnellsten werden gegen 15.30 Uhr im Ziel erwartet, ehe dann bis 22 Uhr nach und nach immer mehr glückliche Finisher die Ziellinie überqueren werden.

Topfavoriten sind der Sieger der letzten drei Jahre, Christian Nitschke aus Rostock und Streckenrekordhalterin Nicole Woysch (Saarbrücken). Wer eine der spektakulärsten Triathlonveranstaltungen Deutschlands direkt vor der Haustür hat, der muss in der Regel nicht lange überlegen, wann und wo der Saisonhöhepunkt eingeplant wird. 15 der insgesamt mehr als 120 schleswig-holsteinischen Einzelstarter kommen von der Westküste, hinzu kommen noch 25 Staffeln aus der Region.

"Wir werden am Sonntag wohl rund 20 Athleten im gelb-schwarzen Dress auf der Strecke haben", freut sich Udo Petschat vom TSV Ladelund über die große Resonanz seiner Teamkameraden im Einzel und in der Staffel. Er selbst wagt sich nach ersten Langdistanz-Erfahrungen in Roth nun erstmals in Glückburg allein an den Start. "Die größte Unbekannte ist das Schwimmen, aber irgendwie überlebe ich das schon und dann beginnt der Tag eigentlich erst", sagt der 44-jährige, dessen Stärke bei der letzten Disziplin liegt.

Während bei Petschat eine gewisse Anspannung zu spüren ist, geht einer der derzeit stärksten Nordfriesen ganz entspannt an den Start. Der Lecker Jens Homrighausen hat bereits das Ticket zur WM auf Hawaii in der Tasche. In starken 9:14:18 Stunden schaffte er in Frankfurt die Qualifikation und zählt damit aktuell zu den schnellsten Langdistanz-Triathleten Schleswig-Holsteins. Homrighausen wird am Sonntag schon wieder am Start sein. Für den Nordfriesen soll der Wettkampf jedoch in erster Linie eine Trainingseinheit auf dem Weg nach Hawaii sein. "Der Plan ist zunächst, dass ich nur schwimme und Rad fahre und dann nur eine Runde laufe und aussteige", erklärt der Nordfriese seinen Plan eines freiwilligen "DNF" (Did not finish). Die Hintertür, doch noch ins Ziel zu rennen, falls er sich optimal fühlt und die Beine ihm eine Topzeit versprechen, hält sich Homringhausen jedoch offen. "Priorität hat Hawaii", stellt der Mann vom MTV Leck klar. Seine Vereinskameradin Bente Rathsack gibt am Sonntag ihr Langdistanz-Debüt. "Mit Spaß finishen", lautet ihre Zielsetzung, die sie mit fast allen anderen Startern teilen dürfte.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen