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Rudern : Hartigs Olympia-Chancen gesunken

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Hoffnungen des Friedrichsttädter Ruderers Lars Hartig auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio sind nach der Niederlage in der deutschen Ausscheidung bei der Rotsee-Regatta in Luzern fast auf den Nullpunkt gesunken.

Es hat nicht gereicht für Lars Hartig und seinen Hamburger Partner Tim-Ole Naske. Beim Ruder-Weltcup auf dem Rotsee in Luzern waren die deutschen Widersacher und WM-Vierten Marcel Hacker und Stephan Krüger im Doppelzweier schneller. Während die Renngemeinschaft Magdeburg/Rostock das Finale und dort den vierten Rang erreichte, kamen Hartig und Naske ins B-Finale und belegten insgesamt Rang acht.

Obwohl sich die Norddeutschen im Wettkampf stetig steigerten und im B-Finale eine ansprechende Leistung zeigten, bei der sie bereits für Olympia qualifizierte Teams und auch letztjährige WM-Finalisten hinter sich ließen, sind die Olympia-Chancen für Hartig und Naske in Luzern gesunken. „Marcel und Stephan waren von Beginn an stark“, so Lars Hartig, „während wir schon im Vorlauf nicht gut vom Start weggekommen sind. Danach mussten wir in den Hoffnungslauf und haben auch dort nicht das gezeigt, was wir können.“ Hartig weiter: „Ich denke, dass uns die Wettkampfpraxis gefehlt hat. Im Training hatte es vorher sehr gut geklappt, aber in den Rennen haben wir gemerkt, dass uns im Gegensatz zu anderen Teams in der Weltspitze langfristiges gemeinsames Training und gemeinsame Wettkämpfe fehlen.“

Auch Hartigs Heimtrainer Lars Koltermann sieht es so: „Wir wären mit den beiden gerne vor den Entscheidungsrennen von Luzern bei einer anderen Regatta an den Start gegangen, um Wettkampfpraxis zu bekommen. Aber der Deutsche Ruderverband war davon nicht begeistert. Wir müssen auf jeden Fall anerkennen, dass Marcel Hacker und Stephan Krüger stark waren. Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg in Rio!“

Insgesamt muss dem Deutschen Ruderverband in Luzern ein mangelhaftes Zeugnis ausgestellt werden. Kaum eine Mannschaft erreichte Normalform, das ehrgeizige Ziel von vier Medaillen bei den Spielen von Rio scheint in weite Ferne gerückt. Auch der Männer-Doppelvierer als Weltmeister und Olympiasieger belegte nur einen enttäuschenden fünften Rang, obwohl noch einige starke Gegner fehlten. Bundestrainer Marcus Schwarzrock wird hier reagieren müssen, wenn der Doppelvierer noch eine Medaille gewinnen soll. Bisher gab es im Verband die Meinung, dass physisch starke Ruderer eher in den Vierer gehören als gute Einer-Fahrer wie Hartig und Naske. Diese Einschätzung erweist sich mehr und mehr als falsch. Ob es aber noch Veränderungen geben wird, von denen Hartig und Naske profitieren können, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 06:00 Uhr

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