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ausgeschlafen zum sportlichen höhepunkt : „Eisenmann“ erfüllt sich einen Traum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jens Homrighausen vom MTV Leck absolviert den IronMan-Triathlon auf Hawaii in 9:38:35 Stunden. „Auf den letzten Metern hatte ich Tränen in den Augen und Ganzkörper-Gänsehaut, als ich ins Ziel lief“, schwärmt der nordfriesische Ausdauersportler.

Mit einem grandiosen Ergebnis beim berühmtesten Triathlon der Welt hat Jens Homrighausen seine starke Saison 2013 gekrönt. Bei den IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii bewältigte der 35-jährige Athlet vom MTV Leck die Langdistanz-Herausforderung in famosen 9:38:35 Stunden. Der Nordfriese bewies auch im „Mekka“ des Triathlonsports seine Klasse und meisterte den Dreikampf aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen bei großer Hitze mit einer eindrucksvollen Energieleistung. Schneller als Homrighausen war in den vergangenen fünf Jahren kein anderer Schleswig-Holsteiner auf Hawaii.

Im Gesamtklassement der 2153 Starter landete der Lecker auf dem 347. Platz (70. Platz der AgeGroup/Altersklasse M 35). Von den 207 deutschen Startern waren nur 38 Athleten schneller als das „Nordlicht“. Auch beim Wettkampf auf der Pazifikinsel konnte sich Homrighausen auf seine Stärken verlassen. „In der Nacht vor dem Rennen konnte ich erstaunlicherweise sehr gut schlafen“, berichtete der Nordfriese. Während andere wegen Hitze und Aufregung kein Auge zu bekamen, hatte Homrighausen die nötige innere Ruhe, ehe um 4 Uhr morgens mit einem üppigen Frühstück der längste und anstrengendste Tag des Jahres anbrach.

Mit dem Schwimmstart in der Bucht von Kailua-Kona war dann aber auch für ihn erhöhter Pulsschlag angesagt, gestaltete sich doch die erste Disziplin nicht nur wegen des ungewohnten Gewässers zu einer echten Härteprobe. „Die Leistungsdichte ist echt enorm. Das Feld zog sich einfach nicht auseinander. Während der gesamten 3,8 km hatte man ständig Körperkontakt und bekam immer wieder was auf die Mütze“, so Homrighausen über den Kampf im Pazifikwasser. Trotz der rauen Bedingungen war er nach 1:04 Stunden aber schneller als erwartet zurück am Strand und stieg mit einem guten Gefühl auf das Rennrad. Auch auf dem Rad lief es zunächst sehr rund. „Die Mumuku-Winde ließen sehr lange auf sich warten, sodass bis zum Wendpunkt in Hawi sogar ein Schnitt von über 40 km/h auf dem Tacho stand", freute sich Homrighausen, der sich auch nicht entscheidend ausbremsen ließ, als er auf dem Rückweg mit saftigem Gegenwind zu kämpfen hatte. Nach 4:51 Stunden (Durchschnittstempo 37 km/h) fuhr der MTV-Triathlet in die Wechselzone. "Damit konnte ich sehr zufrieden sein“, bilanzierte er sein Abschneiden.

Beim Marathon (3:35 Stunden) musste dann aber auch der unermüdliche Mann aus Südtondern auf die Zähne beißen. Nachdem ihm nach zehn Kilometern sein Magen zu schaffen gemacht hatte, fand er nach einer Umstellung der Flüssigkeitsversorgung auf isotonische Getränke zwar schnell wieder zurück ins Rennen, hielt aber nicht mehr ganz das angestrebte Tempo. Als er aber nach 30 Kilometern die Passage durch das berühmte Energy-Lab, wo zu diesem Zeitpunkt Temperaturen um 40 Grad Celsius herrschen, mit eisernem Durchhaltewillen hinter sich gebracht hatte, konnte sich Homrighausen auf die schönsten Momente seines Sportlerlebens freuen.

„Wenn man dort durch ist, hat man es fast geschafft und es geht ’nur noch’ zwölf Kilometer runter zum Strand von Kailua-Kona", berichtet der IronMan aus dem Norden. Auf den letzten Kilometern genoss Homrighausen das Bad in der Menge. „Auf den letzten Metern hatte ich Tränen in den Augen und Ganzkörper-Gänsehaut, als ich ins Ziel lief“, skizziert Homrighausen, der sich mit Einsatz und zahllosen Trainingsstunden seinen Traum verwirklichte, seine Emotionen.

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