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sportlerin des jahres 2013 : Eine starke und schnelle Frau

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ausdauersportlerin Bente Rathsack erlebte 2013 das bislang erfolgreichste Jahr ihrer Karriere und feierte beim OstseeMan in Glücksburg eine gelungene Premiere.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Bente Rathsack ist Nordfrieslands „Sportlerin des Jahres“ und gibt damit der Triathlon-Szene an der Westküste auch ein Gesicht, das den großen Boom des Ausdauermehrkampfs in der Region in den vergangenen Jahren repräsentiert. Dass sie eine Vielzahl der für sie abgegebenen Stimmen nicht zuletzt den gleich gesinnten Sportfreunden aus den nordfriesischen Triathlonklubs zu verdanken hat, weiß die Triathletin vom MTV Leck. „Der Zusammenhalt zwischen den Vereinen ist toll. Hier macht es echt Spaß, Triathletin zu sein“, sagt die kaufmännische Angestellte eines Lecker Ingenieurbüros.

Die Nachricht, dass sie bei der Leserwahl tatsächlich die meisten Stimmen erhalten hatte, bekam Bente Rathsack im Bus, als sie von Österreich auf der Heimreise aus dem Skiurlaub war. „Einer hatte es online schon gelesen und dann kam eine Durchsage im Bus“, berichtet die 34-jährige Triathletin über den Moment der freudigen Kunde, der ihr gleich eine große Schar an Gratulanten bescherte. „Die Nominierung war schon eine Freude. Dass ich nun sogar gewonnen habe, hatte ich echt nicht erwartet“, sagt die Ausdauersportlerin, die 2013 das bislang erfolgreichste Jahr ihrer noch recht jungen Triathlonkarriere erlebte.

In der vergangenen Saison schien die Ausdauer der Nordfriesin schier unendlich. Mit Klasse-Leistungen zeigte Bente Rathsack, dass sie inzwischen zu den stärksten Triathletinnen Schleswig-Holsteins gehört. Über die Mitteldistanz (2,0 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Lauf) wurde sie Gesamt-Zweite der Landesmeisterschaften und auf der Olympischen Distanz (1,5 - 40 - 10) Vierte der Gesamtwertung der Titelkämpfe. Über beide Distanzen holte sie sich den Sieg in ihrer Altersklasse.

Mit den Frauen vom Triathlon-Team Südtondern kämpfte sie als Kapitän zudem bis zum letzten Wettkampf um den Meistertitel in der Triathlon-Landesliga, den Rathsack und ihre Mitstreiterinnen als Vize-Meisterinnen am Ende nur hauchdünn verpassten. Krönender Höhepunkt ihres starken Jahres 2013 war ihr Langdistanz-Debüt beim OstseeMan in Glücksburg. In 11:22:37 Stunden meisterte die Leckerin die große Herausforderung an der Förde und kam als viertschnellste Frau ins Ziel (dritter Platz der Norddeutschen Meisterschaft).

Mit ihrem persönlichen Erlebnisbericht zum Wettkampf verblüffte sie dort Fachpublikum und interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen. „Es kam irgendwie nie eine Krise und quälen musste ich mich auch nicht“, bilanzierte die Nordfriesin, während insbesondere die meisten männlichen Finisher sich gern in ausführliche Darstellungen über die durchlebten Qualen ergehen.

Ihre beeindruckende Fitness hat sich die frühere Reiterin mit viel Trainingsfleiß erarbeitet. Neben ihrem Fulltime-Job investiert die Nordfriesin wöchentlich rund 15 bis 20 Stunden in das Training der drei Triathlon-Disziplinen. Dafür dass diese Zeit auch effektiv genutzt wird, sorgt mit Jens Homrighausen ausgerechnet ihr männliches Pendant als „Sportler des Jahres“. Nachdem sie bereits seit 2007 im Triathlon aktiv war, hat vor zwei Jahren ihr Vereinskamerad die Trainingssteuerung übernommen. „Seit ich von Jens trainiert werde, geht es immer weiter bergauf“, freut sich Rathsack.

Das Wettkampfpensum von 2013 möchte sie in der neuen Saison aber zunächst nicht wiederholen, nicht nur, weil sie zuletzt krankheitsbedingt eine längere Trainingspause einlegen musste. „2014 werde ich es erstmal bei den kürzeren Wettkämpfen belassen“, kündigt die MTV-Athletin an.

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