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GOLF : Ein Talent auf dem Weg nach oben

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Er ist norddeutscher Meister und Landesmeister. Jetzt startet Sylter der Teenager Fredrik Strandberg in der 2. Liga für den GC Wendlohe und hat das Handicap Null im Visier.

Mit gerade 15 Jahren ist Fredrik Strandberg das sportliche Aushängeschild des Marine-Golf-Clubs Sylt. Der talentierte Golfer ist schon zum zweiten Mal Clubmeister bei den Herren geworden, machte aber auch über die Grenzen der Insel hinaus Furore. Strandberg ist amtierender Landes- und norddeutscher Meister. Nun ist auch der renommierte GC Wendlohe ist auf den Golf-Teenager aufmerksam geworden. Trainer Stuart McGregor hat Fredrik Strandberg überzeugt, in der neuen Saison für die Hamburger Zweitliga-Mannschaft zu spielen.

Wir haben den Sylter auf seinem Heimatplatz am Flughafen der Insel getroffen. Viel Zeit hat Fredrik heute nicht. Er kommt gerade aus der Schule und muss noch zum Kadertraining‚ `runter nach Hörnum zum GC Budersand. Auf den paar Bahnen, die wir gemeinsam gehen, erleben wir einen bemerkenswerten jungen Mann, dessen golferische Fähigkeiten nicht von ungefähr kommen. „Ich spiele, seit ich laufen kann“, erklärt der Sohn von Head-Pro Andreas Strandberg. Golf liegt in den Genen.

Seit 1994 ist der Schwede, der selbst früher als Profi auf der Challenge-Tour gespielt hat, auf Sylt ansässig, hier hat er seine Familie gegründet. Und so ist Fredrik auch ein echter Sylter Junge, hier geboren und quasi im Marine-GC groß geworden. Am 18. April ist er erst 15 Jahre alt geworden. Schon mit zwölf erreichte er das einstellige Handicap, derzeit spielt er mit Vorgabe -1,7.

Ohne Einschlagen, nach nur ein paar Trockenschwüngen, schlägt Fredrik seinen Drive auf der Bahn Eins gleich mal weit jenseits der 200 Meter. Da staunt sogar Golflehrer Andreas Probst. „Fredrik ist sehr athletisch für sein Alter und technisch gut ausgebildet. Er schlägt einen sehr langen geraden Ball. Das ist mit 15 Jahren nicht üblich“, sagt der Pro und fachliche Berater des sh:z-Golfmagazins FORE!, der uns heute begleitet.

Fredrik spielt beneidenswert locker, aber konzentriert. Nebenbei plaudert er über „seinen Platz“ im Marine-GC: „Ich spiele sehr gern hier. Die Anlage ist gut und abwechslungsreich gestaltet, es gibt immer wieder einen schönen Blick aufs Watt.“ Er mag die Herausforderungen, die auf dem meeresnahen „Links-Course“ der Wind und die typischen tiefen Topfbunker darstellen.

Dass er auf der Insel das Spiel mit dem Wind lernte, zahlte sich bei der Landesmeisterschaft 2015 aus. In Timmendorfer Strand gewann er seine Altersklasse 14 und ließ mit einer 76er Schlussrunde bei stürmischem Wind dazu noch die Konkurrenz in der AK 16 hinter sich.

Der Gymnasiast macht einen ungewöhnlich reifen Eindruck für seine 15 Jahre. Fredrik Strandberg hat klare Ziele: „Auf jeden Fall bringe ich die Schule zu Ende. Mit der Absicherung kann man später entspannter Turniere spielen.“ Parallel forciert er seine Golf-Karriere. Beim GC Wendlohe will er sich im Zweitliga-Team etablieren und in Richtung Handicap Null und vielleicht in den Plusbereich entwickeln.

„Es wäre schon ein Traum, später etwas mit Golf zu machen“, sagt er über berufliche Ambitionen. Das könnte etwas werden. „Auch sein kurzes Spiel ist gut organisiert”, findet Andreas Probst. Und Fredrik erzählt, dass er weitaus mehr auf der Driving Range als auf dem Platz anzutreffen ist: „Ich bin mehr der Trainingstyp. Ich bin gern auf der Range, meistens allein, um an Korrekturen zu arbeiten. Ab und zu guckt mein Vater drauf und gibt mir Tipps.“

Vier Mal pro Woche trainiert er, manchmal bis zu acht Stunden. „Von nichts kommt nichts“, sagt er lächelnd. Und wir erfahren, dass er trotz Schule und Golf noch Zeit findet für andere Sportarten. Im Winter spielt er im Team Sylt Fußball, außerdem Handball, Tischtennis und Badminton. Fußball oder Handball sind aber bald passé, wenigstens im Sommer. „Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Wenn ich mir da was hole, wäre es schade ums Golf“, sagt Fredrik. Nun muss er aber los. Schleswig-Holsteins Kader-Trainer Jens Weishaupt wartet auf das Top-Talent beim Lehrgang in Budersand.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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