gelungener auftakt des sh:z-fussballsommers : Ein Nachmittag mit lauter Gewinnern

Antritt: Der dreifache Torschütze Artjoms Rudnevs beschleunigt und lässt zwei Gegenspieler stehen.
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Antritt: Der dreifache Torschütze Artjoms Rudnevs beschleunigt und lässt zwei Gegenspieler stehen.

22 nordfriesische Amateurfußballer, Veranstalter und 1500 Fans schwärmen vom Gastspiel des Bundesligisten Hamburger SV in Bredstedt - obwohl die Profis 16:0 gewinnen und ihren Gastgebern nicht mal einen Ehrentreffer gönnen.

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24. Juni 2014, 06:30 Uhr

„Das wird jetzt schwer mit einstellig“, sagte Jannik-Oliver Fust und grinste übers ganze Gesicht. Gerade hatte der Stürmer des SV Blau-Weiß Löwenstedt (19 Tore in der abgelaufenen Verbandsliga-Saison) seinen 45 Minuten-Einsatz im Bredstedter Stadion beendet. Als er ging, stand es 0:9 gegen den HSV, doch die gute Laune der nordfriesischen Fußballer konnte das nicht trüben. Sie hatten ihren großen Auftritt, das Endergebnis von 0:16 war da eher zweitrangig, wenn auch etwas hoch.

„Das war ein echtes Erlebnis“, schwärmte Lasse Körting von der SG Langenhorn-Enge. Nahne Petersen vom TSV Süderlügum staunte: „Die Hamburger sind läuferisch echt stark. Allein das Stellungsspiel ist ganz anders als bei uns.“ Jannick Drews vom SV Frisia 03 staunte: „Wie die den Ball klatschen lassen! Und alles auf engstem Raum.“ Nahne Petersen freute sich, dass die HSV-Spieler auf dem Platz richtig nett gewesen seien. So nett, dass sie den Amateuren das Ehrentor geschenkt hätten, allerdings nicht...

Den Profis ganz nah waren nicht nur die nordfriesischen Fußballer, sondern auch die 1500 Fans. Ein Autogramm von Heiko Westermann, ein Foto mit Artjoms Rudnevs – stolz zeigten sich die Jungs und Mädchen ihre Trophäen.

Eine Trophäe nahm auch der HSV mit: Den Hans-Carstens-Cup, den der Geschäftsführer des nordfriesischen Autohauses an HSV-Sportchef Oliver Kreuzer überreichte. „Ich wünsche mir, dass der HSV weiter nach oben kommt. Und die Spieler sollten mehr kämpfen“, sagte Carstens. „Das verspreche ich Ihnen“, entgegnete Kreuzer. Der Ex-Profi würdigte den Gegner: „Eine engagierte Mannschaft, aber am Ende war die Überlegenheit zu sehen.“ Lob gab es auch für die Helfer und Sponsoren. „Ohne sie wäre so etwas gar nicht möglich“, sagte der stellvertretende sh:z-Chefredakteur Jürgen Muhl, der das Spiel nach Bredstedt vergeben hatte.

Amateurfußballer, Förderer, Veranstalter, Fans – überall Gewinner. Und auch ein HSV-Profi freute sich. Kerem Demirbay, bislang vom Verletzungspech geplagt, erzielte in den ersten 45 Minuten fünf Tore. „Das hat Spaß gemacht. Solche Spiele sind wichtig, um sich dem Trainer zu zeigen“, sagte der 20-Jährige.

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