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fussball: schleswig-holstein-liga : Derby-Debakel – Husumer SV 0:8 in Heide

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Aufsteiger in die Schleswig-Holstein-Liga liefert vor 200 Zuschauern eine desolate Leistung ab – und Trainer Malte Köster befindet: „Wir waren eine Klasse schlechter.“

Malte Köster, Trainer der SH-Liga-Fußballer der Husumer SV, war bedient. „Ich kann mich nicht erinnern, als Trainer mal acht Tore in einem Pflichtspiel bekommen zu haben“, sagte er. Im Derby beim Heider SV gab es nichts, aber auch gar nichts zu beschönigen – die Nordfriesen boten eine desolate Leistung und unterlagen auch in der Höhe verdient mit 0:8 (0:5). Mit so einer Leistung wird der Abstieg wohl kaum zu verhindern sein. „Wir waren eine Klasse schlechter“, gestand Köster unumwunden ein.

Heides Außenverteidiger Yannik-Luca Peters setzte seine Vorderleute immer wieder mit präzisen Standards in Szene. Gleich fünf der acht Treffer gingen auf seine Vorlagen, die zumeist aus Freistößen resultierten, zurück. Peters’ maßgeschneiderte Flanken landeten in schöner Regelmäßigkeit bei Marvin Baese, André Ladendorf und Sebastian Sältz. Der 1:0-Führung von Baese (7.) ging noch eine Flanke von Tobias Hass voraus, dann jedoch war Peters an der Reihe. Auffällig dabei, wie schlecht die Husumer verteidigten. „Sechs Gegentore nach Standards – auf welchem Platz waren wir denn eigentlich?“, schimpfte Köster. Weder Sascha Rettkowski noch Christian Herpel verstanden es, für Ordnung zu sorgen. Es kam die mangelnde Strafraumbeherrschung von Schlussmann Chris Bielinski hinzu, der sich entweder zu spät von der Linie löste oder aber in den Luftduellen nicht die nötige Durchsetzungsfähigkeit bewies.

Heide zog ein effektives Angriffsspiel auf. Den Ausgangspunkt bildete neben dem unermüdlich rochierenden Peters der wiedergenesene Ladendorf. Der leitete mit einem Pass über 60 Meter auf Hass, das 1:0 für den rechtzeitig gestarteten Baese auflegte. Ausgesprochen gut harmonierten Baese und der Ex-Husumer Sältz, der mit einem Kopfball zum zwischenzeitlichen 5:0 traf. Wer dachte, dass die Platzherren im Gefühl des sicheren Vorsprungs nach Wiederbeginn einen Gang rausnahmen, irrte. „Mir hat es gefallen, dass wir die Konzentration gehalten und weiterhin nach vorne gearbeitet haben“, erkannte Heides Coach Thomas Möller hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft. Der Lohn blieb nicht aus: Bereits in der 53. Minute erhöhte Ladendorf, indem er eine Peters-Flanke aus nur zwei Metern unbedrängt verwandelte.

Nach 80 Minuten erhöhte Hass an der rechten Strafraumseite auf 7:0. Seine folgende Flanke öffnete den Weg zum letzten Treffer, den der aufgerückte Innenverteidiger Arend Müller per Kopf erzielte. Aus einer geschlossen auftretenden Heider Mannschaft ragte Mark Lafrentz heraus, bei den Gästen verdiente sich einzig Henning Lorenzen eine kämpferisch gute Note. Es passte zur Gäste-Leistung, dass Marc Koschenz nach einem Foul an Hass Gelb-Rot´sah.

Köster wirkte nach dem Derby-Debakel ratlos. „Die Mannschaft hat zwei Gesichter. Gegen Altenholz zeigt sie Moral, in Heide haben wir uns abschlachten lassen.“ In 90 Minuten verbuchten die Nordfriesen gerade einmal zwei Torschüsse, weil die Stürmer nichts Verwertbares bekamen. „Das war eine ganz harte Nummer. Es tut mir leid für unsere Fans, die mit nach Heide gekommen sind“, nahm Köster kein Blatt vor dem Mund.

Heider SV: Hinrichs – Quade, Müller, Peters – Lafrentz – Viktor Hardock (64. Rohwedder), Hoffmann (75. Strunz), Sältz, Ladendorf – Hass, Baese (75. Borwieck).

Husumer SV: Bielinski – Herpel, Rettkowski, Wullenweber, Wetzel – Hornburg (67. Petersen), Koschenz, Steglich, Lorenzen (61. Hansen) – Cordts, Kiesbye.

Schiedsrichter: Dr. Mond (Lübeck).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Baese (7.), 2:0 Baese (10.), 3:0 Ladendorf (14.), 4:0 Baese (22.), 5:0 Sältz (30.), 6:0 Ladendorf (53.), 7:0 Hass (80.), 8:0 Müller (87.).

Gelb-Rot: Koschenz (88.; wiederholtes Foulspiel).

Beste Spieler: Peters. Lafrentz, Hass, Baese/-.

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