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DHB-Pokal : Das Duell der Pokal-Spezialisten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

SG Flensburg-Handewitt empfängt heute die MT Melsungen / Jacob Heinl muss wegen einer Gehirnerschütterung pausieren

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Es ist nur eines von fünf Bundesliga-Duellen in der 2. Runde des DHB-Pokals. Aber für viele ist es das Topspiel. Mit der SG Flensburg-Handewitt und der MT Melsungen treffen heute (19 Uhr, Flens-Arena) zwei Pokal-Spezialisten aufeinander. Die SG erreichte bei den letzten vier Final-Four-Turnieren jeweils das Endspiel, die Nordhessen standen 2013 und 2014 im Halbfinale. SG-Trainer Ljubomir Vranjes erwartet deshalb ein schweres Spiel für sein Team: „Das wird ein harter Kampf.“

Die heimischen Fans sehen das bislang offensichtlich nicht so. Vielleicht, weil die Flensburger in der Bundesliga noch nie gegen die MT verloren haben. Im Vorverkauf waren bis gestern lediglich etwas über 2000 Karten abgesetzt worden. Aus der Sicht von SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke enttäuschend: „Ich hoffe, dass sich noch möglichst viele ein Ticket holen. Denn wir brauchen die Flens-Arena mit allem, was wie hat – so wie sie überall gefürchtet wird.“ Auch der Trainer wünscht sich großen Rückhalt auf dem ersten Schritt zum Final Four in Hamburg: „Wir müssen fühlen, dass der achte Mann hinter uns steht.“

Die Hälfte des Marathons von 34 Pflichtspielen bis Weihnachten hat die SG mit dem 40:27 über den Bergischen HC hinter sich gebracht. Bislang ist Vranjes mit Erreichten sehr zufrieden. „Es läuft bis jetzt überragend“, lautet sein Zwischenfazit. Aber der 41-jährige Schwede möchte, dass seine SG noch besser spielt. Vranjes kann jederzeit auf sein Fundament von gestandenen Spielern bauen, und die Neuen entwickeln sich in die gewünschte Richtung. „Ich bin froh, dass viele so ein hohes Niveau haben“, sagt der Coach. Was jetzt folgen muss, ist Kontinuität. „Denn die macht schließlich den Erfolg aus.“

Die Freude über das Erreichte wird jedoch durch den Ausfall von Jacob Heinl gestrübt. Der Kreisläufer, den Bundestrainer Dagur Sigrudsson am Montag für die Nationalmannschaft nominierte, erlitt am Sonntag gegen den Bergischen HC eine Gehirnerschütterung und wird heute definitiv fehlen. „Jacob geht es viel besser, aber das Risiko ist zu groß. Er braucht ein paar Tage Schonung“, erklärt Vranjes. Alle anderen Spieler sind fit.

Ein schweres Spiel in Toulouse und eine Anreise mit Hindernissen nach Flensburg musste dagegen die MT Melsungen verdauen. Auf der Rückweg von Südfrankreich wurde das Team von Trainer Michael Roth vom Lufthansa-Streik getroffen. Erst über einige Umwege erreichte der MT-Tross am Montagabend die geplante Zwischenstation in Hamburg, von wo aus es heute in die Fördestadt geht. „Wir kennen das“, meinte Vranjes dazu lapidar. „Da muss Melsungen durch.“

Der Gegner:Die MT Melsungen spielt nach Rang sechs in der vergangenen Bundesliga-Saison in der neuen Spielzeit erstmals auf internationaler Bühne. In der Qualifikation zum EHF-Cup erreichten die Nordhessen mit einem 34:27 und 23:26 gegen Fenixe Toulouse die letzte Runde und treffen nun im November auf Tatran Presov (Slowakei). Der Start in die Bundesliga war jedoch eher durchwachsen. Mit 10:10 Punkten rangiert Melsungen derzeit auf Rang sieben. Beste Werfer waren bislang die beiden Außen Michael Allendorf (72) und Johannes Sellin (34).

Statistik:Bislang hat die SG gegen die MT Melsungen noch nie verloren und in 19 Begegnungen lediglich zwei Unentschieden hinnehmen müssen. Das Torverhältnis lautet 645:518. Das letzte Aufeinandertreffen gewann die SG im August mit 29:22. In der Vorbereitung hatten die Flensburger im Finale des Erima-Cup gegen die Nordhessen allerdings mit 21:24 verloren. Im DHB-Pokal standen sich beide Vereine noch nie gegenüber.

Schiedsrichter:Philipp Dinges und Daniel Kirsch (beide Eggenstein).

Hallen-Öffnung: Die Flens-Arena öffnet um 17.30 Uhr.

Karten-Situation: Es gibt noch ausreichend Sitz- und Steh-Tickets im SG-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus Satrup, bei famila, im CITTI-Park, in den sh:z-Ticketcentern sowie an der Abendkasse. Die Karten kosten zwischen 5 und 30 Euro.

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