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Handball SH-Liga : Bredstedter Kampfgeist wird nicht belohnt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Spitzenreiter war eine Nummer zu groß für die Handballer des Bredstedter TSV. Mit 31:39 musste sich der Neuling der HSG Ostsee geschlagen geben. Dagegen verpasste der TSV Mildstedt mit dem 26:27 bei der HSG Eider Harde nur knapp eine Überraschung.

Die Handballer des Bredstedter TSV sind neues Schlusslicht der SH-Liga. Im Heimspiel gegen Spitzenreiter HSG Ostsee musste sich der Aufsteiger mit 31:39 geschlagen geben. Dagegen schrammt der TSV Mildstedt beim Tabellenzweiten HSG Eider Harde beim 26:27 nur knapp an einer Überraschung vorbei.


Bredstedter TSV – HSG Ostsee 31:39 (15:15)
Auch ohne die verletzten Hansen, Ilgner, Kordtomeikel und Ilgner zeigte Bredstedt im ersten Durchgang wenig Respekt, spielte engagiert in der Abwehr, mit Zug zum Tor in der Offensive und ging 6:3 in Führung. Doch der überragende Tjark Müller, den der BTSV nie in den Griff bekam, sorgte fast im Alleingang für die erste Gäste-Führung zum 6:7. Angeführt vom gut aufgelegten Mittelmann Thies Petersen blieb der Aufsteiger aber dran. Als beim 11:10 (22. Minute) der starke Kreisläufer Jonas Engelmann mit Rot vom Platz musste, witterte das Team von Trainer Ralf Johannsen seine Chance, doch eine Unterzahl verhinderte die psychologisch so wichtige Halbzeitführung. Zu Beginn von Hälfte zwei geriet Bredstedt mit drei Toren ins Hintertreffen und musste die HSG in der Folge ziehen lassen. Ausschlaggebend war die enorme Durchschlagskraft des Rückraums mit Müller (10), Reiter (10/4) und Mendle (9) sowie die starke Leistung des Zweitliga erfahrenen Tjorven Hömberg im Ostsee-Tor. „Wir haben eine tolle Leistung gezeigt. Darauf können wir aufbauen. Wir haben den Favoriten in Bredouille gebracht“, meinte BTSV-Trainer Ralf Johannsen.

Bredstedter TSV: A. Görtzen, Schröter – M. Görtzen (5), Hensen (4), H. Petersen, Schlichting (1), Kwoka (1), Kotzan, Th. Petersen (8/1), Sörensen (10/2), Heß (2).

HSG Eider Harde – TSV Mildstedt 27:26 (13:13)
„Auch wenn es eigentlich ein schlechtes Spiel meiner Mannschaft war, hätten wir dem Favoriten fast ein Bein gestellt“, ärgerte sich Mildstedts Trainer Torsten Schella. Die ohne Abwehrchef Marten Lorenzen (Rotsperre) angetretenen Nordfriesen versuchten ihr Heil anfangs mit einer offensiven Abwehr. Dies ging allerdings nach hinten los. „Wir haben unsere offene Deckung nach dem 3:7 schnell wieder korrigiert“, musste Schella zugeben. Die Korrektur zeigte schnell Wirkung. Innerhalb von zehn Minuten war der 8:8-Ausgleich geschafft, und das Spiel verlief auf Augenhöhe – im negativen Sinne. Beide Mannschaften warfen etliche Bälle weg und übertrafen sich mit technischen Fehlern. Einzig Außenspieler Thore Jess schaffte es in der ersten Halbzeit, seine Würfe fast immer im Tor unterzubringen.

Auch nach dem Wechsel schaffte es keine Mannschaft, das eigene Spiel zu verbessern. Als Mildstedt beim Stande von 20:20 drei freie Würfe in Folge vergab, zog die HSG auf 26:21 davon (51. Minute). Auch der sonst so dynamische Halbrechte Mario Petersen kam gegen die gut agierende HSG-Abwehr kaum zum Zug. Schella reagierte wieder und nahm eine Auszeit. In den letzten neun Minuten schwor er seine Mannschaft nochmals ein und fand wohl auch den richtigen Ton. Bis kurz vor Schluss kämpfte sich der TSV auf 26:27 heran und hatte sogar noch eine doppelte Chance zum Ausgleich. „Es passte aber zum Spiel, dass wir auch diese beiden Chancen liegen ließen“, so Schella.

TSV Mildstedt: Hansen, Tetens, Busch – Ketelsen, Esters (4), Sell, Petersen (7/5), Jess (7), Michelsen, Hansen (5), Kossow (3), Lutz.


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erstellt am 23.Nov.2015 | 18:52 Uhr

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