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derby in der handball-oberliga der frauen : Bredstedt verlangt der HSG Jörl-Viöl alles ab

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Handball-Frauen der HSG Jörl-Viöl haben den zweiten Sieg im zweiten Oberliga-Spiel eingefahren. Im Derby gegen den Bredstedter TSV musste sich der Titelanwärter allerdings mächtig strecken, um gegen den Aufsteiger mit 25:21 (8:12) die Oberhand zu behalten.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 06:15 Uhr

50 Minuten lang hatte der Gast die Nase vorn und vor 150 Zuschauern in der prall gefüllten Erich-Wobser Halle in Viöl eine starke Vorstellung geboten.

„Bredstedt hat ein ganz starkes Spiel gemacht. Am Ende schien ihnen aber etwas die Kraft auszugehen. Das ist eine Klasse höher in der Oberliga aber normal, da muss eine Mannschaft bis zur letzten Sekunde kämpfen. Das haben wir getan und mehr Reserven gehabt“, freute sich HSG-Interimstrainerin Johanna Martensen über den Sieg. „Bei einer 18:13-Führung hatten wir das Spiel innerlich schon abgehakt. Alles es dann nochmals eng wurde, sind wir verkrampft, und schon nahm das Schicksal seinen Lauf“, ärgerte sich BTSV-Trainer Thomas Bleicher, zwei sicher geglaubte Punkte noch aus der Hand gegeben zu haben.

Nach einer fünfminütigen Anlaufphase und einem 1:3-Rückstand hatten die „Bredis“ das Zepter in die Hand genommen. Gestützt auf die starke Torhüterin Sahra Andresen, die viele Würfe abwehrte, kam der BTSV nicht nur zum 4:4-Ausgleich, sondern nach einem 4:0-Lauf zu einer 8:4-Führung. Dabei stellte die gut aufgelegte Anna Köster die HSG-Deckung vor einige Probleme. Sie setzte entweder ihre Mitspielerinnen ein oder war selbst erfolgreich. Fünf Minuten vor der Pause betrug der Vorsprung gar 11:6. Dass der Rückstand aus Sicht der Gastgeberinnen nicht höher wurde, hatten die „Firebirds“ Keeperin Lorena Jackstadt, die nach ihrer Einwechslung in der 20. Minute einige Bälle hielt, und der starken Katrin Riebow zu verdanken, die sehr treffsicher agierte. „Sie hat uns mit ihren Toren im Spiel gehalten“, wusste auch Martensen, welche Akteure für den noch erträglichen 8:12-Pausenstand verantwortlich zeichneten.

Auch nach dem Wechsel hatten die Bredstedterinnen weiter die Führung inne. Zwar kam die HSG mehrfach auf zwei Tore heran, und beim 13:15 schien sich schon die Wende anzubahnen, doch die Gäste konterten mit drei Toren in Folge zum 13:18 (45.). Doch urplötzlich lief es bei den Gastgeberinnen auch im Angriff. Neben Katrin Riebow fand vor allem auch Ose Kahlund ihre Treffsicherheit. Dazu „vernagelte“ Lorena Jackstadt ihren Kasten förmlich. Vier Tore in Folge bedeuteten das 17:18, und auch das 17:19 zehn Minuten vor dem Abpfiff konnte den Sturmlauf der „Firebirds“ nicht mehr stoppen. Drei Treffer in Folge brachten das 20:19. Und nach dem 20:20-Ausgleich setzten die Jörl-Viölerinnen vier Tore zum 24:20-Vorsprung drauf. Das war die Entscheidung in diesem Derby.

Entsprechend fiel das Fazit von Johanna Martensen aus. „In den letzten zehn Minuten hat auf einmal alles geklappt, und wir haben das Spiel gedreht. Das war ein tolles Derby vor einer tollen Kulisse“, strahlte die Trainerin, die sich auch über die Unterstützung von Neuzugang Maria Schibrath freute: „Sie hat sich bereit erklärt, uns nach unserem Verletzungspech zur Verfügung zu stehen.“ Auch Thomas Bleicher nahm Positives mit: „Wir haben gezeigt, das mit uns zu rechnen ist. Wir hatten Jörl 50 Minuten am Rande einer Niederlage und haben viel positive Resonanz von den Zuschauern mitgenommen.“

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Jackstadt – Riebow (11/2), Kahlund (7/1), Jessen, Thomsen, Katharina Hansen, Knettler (1), Scholz (3/1), Schulz (3), Maja Hansen, Kretschmer, Schibrath.

Bredstedter TSV: Andresen, Lubrich – Schmidt (5), Lauf (5), Sina Köster, Christiansen (2/1), Pausen (2), Jensen (1/1), Jochimsen, Anna Köster (4/1), Görtzen, Klappstein (1), Hultzsch (1).

Zuschauer: 150.




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