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Aufsteiger feiert Heimsieg : Bredstedt dreht Spiel nach der Pause

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Nachbarschaftsderby in der Handball-Oberliga der Frauen endete mit einem 24:21 (11:15)-Sieg des Bredstedter TSV gegen die SG Oeversee/Jarplund-Weding- der vierte Heimerfolg für die „Bredis“.

Die Vorschau auf das Spiel, verbunden mit einem Blick auf die Tabelle, ließ einen klaren Erfolg für die Gastgeberinnen ahnen. Doch dem war beileibe nicht so, weil der BTSV nach einer schwachen und bisweilen desolaten Vorstellung im ersten Durchgang unter die Räder zu geraten drohte.

Die noch junge und unerfahrene Torfrau Sarah Andresen ließ ein ums andere Mal Stammtorhüterin Andrea Lubrich (Urlaub) vermissen, fand aber auch keine Unterstützung durch ihre Vorderleute, die den Gast zu Würfen aus dem Rückraum einluden. Nach dem Motto „jeder Wurf ein Treffee“ war nach dem Pausenstand von 11:15 eine Schlappe vorprogrammiert, zumal auch nach vorn nichts lief und die Offensiv-Abteilung zu viele Torgelegenheiten ausließ.

Ob Donnerwetter oder aufmunternde Worte in der Pause: Trainer Thomas Bleicher schickte eine völlig umgekrempelte Mannschaft in die zweiten 30 Minuten – anders deshalb, weil die Abwehr endlich ihren Namen verdiente und sich Sarah Andresen deutlich steigerte. Allerdings versuchten sich die Gäste weiter – nun in unvorbereiteten Würfen, die abgefangen und mit Tempospiel nach vorn beantwortet wurden. Erfolgreich, wie sich schnell zeigte, denn nach einem 13:17-Rückstand drehte der BTSV den Spieß und ging nach einem rasanten Zwischenspurt mit 18:17 (47.) in Führung und gab die Partie nicht mehr aus der Hand. Es war höllisch spannend in den letzten Minuten. Bredstedt steigerte sich. Die Gäste kamen trotz erbitterter Gegenwehr nicht mehr zum Zuge. Zu allem Überfluss gab es eine Reihe ebenso unnötiger wie unschöner Szenen. Drei Rote Karten, 7:7 Zeitstrafen und 19 Siebenmeter signalisierten Animositäten in verbaler Form und körperlichen Einsatz. Unter anderem gerieten die Coaches aneinander: Torsten Eggebrecht zeigte seinem Kollegen von der Bredstedter Bank den Vogel, den dieser mit dem „Stinkefinger“ beantwortete und dafür aus der Halle flog. Für unbedarfte Besucher dieses Events war das alles unterhaltsam – für Freunde des Handballs eher nicht.

Bredstedter TSV: Andresen – Paul, Schmidt (2), Lauf (4/3), Sina Köster, Christiansen (5/5), Paulsen (1), Jensen, Jochimsen (1), Anna Köster (5), Görtzen (2), Klappstein (2), Hultzsch (2).

SG Oeversee/Ja-We: Kruse, Sina Thomsen – Schaumburg, Drews, Dana Thomsen (4/1), Krieger (1), Koch (1/1), Beitfeld (1), Matzen, Zboralaki (2), Ranft (5), Eichhorn, Schäfer (4), Hansen (3/2).

Schiedsrichter: Greuel/Riepold (Hahnheide). – Siebenmeter: 13:6; Zeitstrafen: 7:7. – Rote Karten: Lauf/Bleicher/D. Thomsen. – Zuschauer: 100.

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