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EFFEKTIVE nordfriesen feiern klaren heimsieg : Befreiungsschlag im Abstiegskampf

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sebastian Kiesbye erzielt beim 4:0-Erfolg der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga gegen den SSC Hagen Ahrensburg drei Tore und verschafft dem Aufsteiger damit erst einmal ein wenig Luft.

Symbolisch: Während die SH-Liga-Fußballer der Husumer SV ausgelassen im Mittelkreis tanzten, schlichen ihre Gegner vom SSC Hagen Ahrensburg wie geprügelte Hunde vom Platz. Mit dem 4:0 (2:0) landeten die Nordfriesen einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf, in dem die Stormarner jetzt mehr denn je stecken.

„Das war vielleicht nicht unser bestes Spiel, aber wir waren erfolgreich“, bilanzierte Husums Trainer Malte Köster zufrieden, der bei seinem Team gute spielerische Ansätze gesehen hatte. Das hatte auch Hagens Co-Trainer Hassan Sadeq, der dennoch haderte: „Wir haben den Kampf nicht angenommen, Husum war viel aggressiver.“

Die Partie begann mit 20 Minuten Verspätung, weil die Ahrensburger eine Stunde lang im Stau gesteckt hatten. Von Müdigkeit war aber nichts zu bemerken, denn die Gäste bestimmten die ersten 20 Minuten. Husums Keeper Finn Hübner hatte Mühe mit dem Schuss von Bojan Stäcker (10. Minute), parierte den Nachschuss von Niko Leptien aber gut. Hagen forderte vergeblich Elfmeter, als Simon Harrsen der Ball im Strafraum an die Hand sprang (16.).

Die effektiven Gastgeber nutzten gleich ihre zweite Torchance zur Führung. Salam Halawani wurde vor dem Strafraum gefoult, doch Schiedsrichter Jörn Göttsch ließ Vorteil laufen – Michael Petersen schaltete schnell und ließ SSC-Keeper Robert Block keine Chance (22.). Die Gäste hatten sich vom Rückstand noch nicht erholt, da hieß es schon 2:0. Jonas Cordts und Michael Petersen bereiteten über die linke Seite vor, Sebastian Kiesbye traf (25.). „Zwei dämliche Tore“, ärgerte sich Hassan Sadeq. Nicht nur in dieser Szene offenbarte die SSC-Abwehr Schwächen.

Doch offensiv hatten die Stormarner durchaus was zu bieten, waren noch im Spiel: Finn Hübner rettete mit dem Fuß gegen Rico Pohlmann (32.), ein Kopfball von Leptien streifte die Latte (41.). Die Unruhe stieg dennoch – Kapitän Christopher Lindenau musste seine Nebenleute, die sich gegenseitig angifteten, zur Ordnung rufen.

Auch die erste Gelegenheit nach Wiederbeginn gehörte den Gästen: Niko Leptien und Hauke Iwersen verpassten freistehend eine Rechtsflanke (51.). „Wenn da das Tor fällt, kann das Spiel anders laufen“, bemerkte Husums Co-Trainer Andre Teubler, „so gefestigt sind wir noch nicht.“ Doch die Gastgeber bekamen die Partie immer besser in den Griff, Halawani (52., 63.) und Harrsen (56.) hatten Chancen zum 3:0. Das gelang dann Torjäger Kiesbye in der 64. Minute im Anschluss an einen Eckball. Jetzt war Hagen geschlagen, bis auf einen Distanzschuss von Rico Pohlmann (66.) kam nichts mehr. „Reißt Euch doch noch mal zusammen!“, forderte der eingewechselte Gerrit Schmidt-Hartwigsen seine Mitspieler auf – vergeblich. Husum ging in der Schlussphase verschwenderisch mit seinen Torchancen um, lediglich Kiesbye traf noch (87.) – schon das achte Saisontor des Angreifers.

Husumer SV: Hübner – Herpel, Wullenweber, Harrsen, Wetzel – Petersen (72. Nagel), Woitschätzke (69. Lorenzen), Lühr, Halawani – Cordts (76. Alla), Kiesbye.

SSC Hagen Ahrensburg: Block – Scheel, Lindenau, Herklotz (69. Kai Pohlmann), Klamt (46. Schmidt-Hartwigsen) – Scharf, Stäcker, Hoti (46. Jokisch), Iwersen – Leptien, Rico Pohlmann.

Schiedsrichter: Göttsch (Lütjenburg).

Zuschauer: 191.

Tore: 1:0 Petersen (22.), 2:0, 3:0, 4:0 Kiesbye (25., 64., 87.).

Beste Spieler: Petersen, Lühr, Kiesbye/Stäcker.

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erstellt am 07.Okt.2013 | 04:30 Uhr

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