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Handball-Oberliga : Anna Köster lässt Bredstedt jubeln

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Aufsteiger Bredstedter TSV hat das Duell der Aufsteiger in der Handball-Oberliga der Frauen gegen die SG Altona glücklich mit 17:16 für sich entschieden. Das Siegtor erzielte Anna Köster Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Die Handball-Frauen des Bredstedter TSV machten es wieder einmal spannend. In der Oberligapartie gegen die SG Altona gelang dem Aufsteiger ein hauchdünner 17:16 (7:7)-Erfolg, der zwar die Festigung des Tabellenplatzes bedeutet, jedoch eine Reihe von Fragen aufwirft, vor allem was das Angriffsspiel angeht.

Eine nach ersten Fehlversuchen total verunsicherte Mannschaft fand gegen die 6:0-Abwehr der körperlich überlegenen Gäste kein Rezept. Folge: Das erste Tor für den BTSV fiel erst in der 7. Minute. Und nach einer Viertelstunde stand es (wie im Fußball) nur 3:3. Beide Mannschaften brachten es in den ersten 30 Minuten allenfalls zum Niveau Kreisklasse.

Das änderte sich nach der Pause. Doch zunächst für die Hanseatinnen, die nun das Heft in die Hand nahmen und bis zur 50. Minute bis auf zwei Gleichstände immer vorn lagen – neun Minuten vor Spielende sogar mit 14:11. Dieser vermeintlich schon gefallenen Entscheidung stemmten sich die „Bredis“ nun mit aller Macht entgegen, krempelten die Ärmel auf und schafften bis zur 55. Minute den Ausgleich und eine Minute darauf durch Lisa Jensen die 15:14-Führung, die Altona allerdings danach zum 15:15 und 16:16 egalisierte. Anna Köster schließlich erlöste ihre Mannschaft Sekunden vor dem Ende mit ihrem zweiten Treffer vor dem Punktverlust.

Die „Bredis“ brauchten eine kleine Atempause, um zum „Jubel-Kreis“ anzutreten. Trainer-Assistent Ugo Jochimsen (er vertrat den wegen eines Stinkefingers gesperrten Coach Thomas Bleicher) fand kaum eine Erklärung für die im Grunde genommen miserable Vorstellung seiner Mannschaft. Gäste-Trainer Stephan Schröder haderte mit den Unparteiischen, die in den letzten zehn Minuten vier Zeitstrafen gegen die Hanseatinnen verhängten, gegen den Gastgeber hingegen nur eine (59.).

Es bedurfte keines erläuternden Fazits für die Leistung des Bredstedter TSV. Die Mängel waren offensichtlich und bedürfen einer Analyse. Der BTSV ließ abermals zu viele Chancen aus, fand gegen die Taktik des Gegners kein Rezept, ließ Ideenreichtum vermissen, und das ist auch nicht mit den zahlreichen unerfahrenen Youngstern in der Mannschaft zu entschuldigen. Trainer Thomas Bleicher steht noch viel Arbeit mit seiner jungen Mannschaft ins Haus. Doch die Arbeit lohnt sich, zumal die jungen Spielerinnen allesamt Talent haben, aber noch weit von ihrem Leistungszenit entfernt sind.

Bredstedter TSV: Andresen, Lubrich – Paul (4/1), Schmidt (1),Lauf (2), Sina Köster, Christiansen (1/1), Paulsen (1), Jensen (4), Jochimsen, Anna Köster (2), Görtzen, Klusmeier (2), Hultzsch.

SG Altona: Christin Schulz – Allmenröder (2), Mareike Schulz (6), Ropeter (3), Fritsche (1), Bosse, Dings (2), Wulf, Finger, Kühl, Hanft-Robert, Takara (1), Schmidt (1), Annika Schulz.

Schiedsrichter: Sötje/Sötje (Kiebitzreihe). – Zeitstrafen: 1:5. – 7m: 6/2: 0. – Zuschauer: 150.

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erstellt am 22.Nov.2015 | 20:22 Uhr

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