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lauf-spektakel zum vereinsjubiläum : 100 km – Herausforderung am Deich

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die LAV Husum richtet am 10. Mai die deutsche Meisterschaft im Ultramarathon aus - und zwei nordfriesische Ausdauerathleten haben bereits gemeldet.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 06:30 Uhr

An Selbstbewusstsein fehlt es den Machern nicht. „Man kommt gerne zu uns. Wir haben Erfahrungen ohne Ende – schließlich sind wir der Verein mit den meisten Straßenlauf-Veranstaltungen landesweit“, sagt Roland König, 2. Vorsitzender der Leichtathletik- und Ausdauersportvereinigung (LAV) Husum. 40 Jahre alt und gut 200 Mitglieder stark ist die LAV – am Sonnabend, 10. Mai, gibt es eine Premiere. Der Verein veranstaltet die „100 Kilometer von Husum“, in deren Rahmen auch die deutschen Meisterschaften ausgetragen werden.

100 Kilometer – eine Strecke, die für ungläubiges Staunen sorgt. „Die Besten schaffen das in sieben Stunden“, weiß König. Bei den Titelkämpfen 2013 im brandenburgischen Kienbaum benötigte Sieger Andre Collet (Aachen) 6:56,22 Stunden. „Man muss schon etwas merkwürdig sein, um diese Strecke in Angriff zu nehmen“, so König lächelnd. 150 Ausdauerläuferinnen und -läufer sind zugelassen, dazu kommen noch einmal 50 Starter für den integrierten Marathon und 30 Staffeln, die sich die Distanz zu zehnt teilen.

40 Jahre LAV Husum – da muss was Besonderes her, dachten sich die Vereinsverantwortlichen. Wintermarathon, Hafentage-Lauf und Drelsdorfer Winter-Straßenlaufserie sind aus dem Laufkalender Schleswig-Holsteins nicht mehr wegzudenken. Warum nicht mal eine deutsche Meisterschaft? Die 100 Kilometer waren eigentlich nicht im Fokus der Nordfriesen, die mit den Titelkämpfen im Halbmarathon geliebäugelt hatten. Doch Freiburg im Breisgau bekam den Zuschlag. Dann kam im vergangenen Sommer der Anruf vom Deutschen Leichtathletik-Verband: Ob man sich denn vorstellen könne, die 100 km-Meisterschaften auszurichten?

Man konnte. Helfer wurden gefragt, mit der Husumer Volksbank ein regionaler Sponsor gefunden, und Strecken geprüft. Am liebsten wäre den LAV-Machern ein Kurs in der Husumer Innenstadt gewesen, doch das ließ sich nicht einrichten. „Da hätten wir die Innenstadt zwischen 7 und 20 Uhr sperren müssen“, so König. Immerhin sind die 100 km von Husum eine Ganztages-Veranstaltung.

Gelaufen wird jetzt am Husumer Dockkoog auf einer fünf Kilometer langen Strecke am Deich, die 20 Mal zu absolvieren ist. Die Ausdauer-Spezialisten, so sie denn nicht aus dem Norden kommen, werden einen nicht zu unterschätzenden Gegner vorfinden – den Wind. „Wer den Wind nicht kennt, wird hier scheitern“, warnt Roland König.

Die Straße zum Dockkoog wird am Veranstaltungstag ab der Schleuse für Kraftfahrzeuge gesperrt. Zentraler Anlaufplatz ist der Parkplatz zwischen Hotel und Campingplatz. „Wir werden etwa 75 eigene Helfer im Einsatz haben, dazu kommen Polizei, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz“, zählt LAV-Renndirektor und Geschäftsführer Kai-Uwe Schmidt auf.

Am 10. Mai werden die 100 km-Läufer um 7 Uhr auf die Strecke gehen, um 8 Uhr folgen die Staffeln und um 9 Uhr die Marathon-Läufer. Die Siegerehrung ist für 21 Uhr in den Räumen der Bürgerschule am Erichsenweg geplant.

Meldeschluss ist Sonnabend, 3. Mai. „Ohne Werbung haben sich schon vier Staffeln gemeldet“, freut sich Schmidt. Eine kommt vom Sponsor Husumer Volksbank, eine vom Borener SV. Und für die Königsdisziplin haben sich bereits zwei nordfriesische Ultra-Läufer gemeldet: Albert Bölke vom SV Enge-Sande und Jens Uwe Gilgen vom MTV Leck. Ausgeschrieben ist der Lauf bis zur Altersklasse weiblich und männlich 75. „Aber es sind auch 80-er möglich“, sagt König, der mit besonders großem Andrang bei den 45- bis 60-Jährigen rechnet.

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