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Schiedsrichter : Zwei Anwärter schaffen Höchstpunktzahl

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Kreisfußballverband legen 19 angehende Schiedsrichter ihre Prüfung ab, sieben weitere dürfen eine Nachprüfung absolvieren.

Der Anwärterlehrgang ist vorbei. Der Kreisfußballverband hat 19 neue Schiedsrichter. Drei Kandidaten haben die Chance einer Nachprüfung, zwei sind glatt durchgefallen. Weitere vier Anwärter fehlten entschuldigt und nehmen ebenfalls an der Nachprüfung teil, so dass sich die Zahl der neuen Schiris noch auf 26 erhöhen könnte. Eine durchwachsene Bilanz mit Luft nach oben, wie Lehrwart Mirco Sobek (Foto) im Interview mit unserer Zeitung feststellte.

 

Waren Sie mit dem Anwärterlehrgang zufrieden?

Nur teilweise. Es waren diesmal viele jüngere Teilnehmer dabei, von denen einige die Prüfung offenbar unterschätzt haben. Es hat sich gezeigt, dass bloße Anwesenheit bei den Schulungsabenden des Lehrganges nicht ausreicht. Der Vorbereitungstest und die Nachbereitung der Regeln zu Hause ist durchaus ernst zu nehmen. Das Ergebnis war leider schwächer als im Vorjahr. Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: Kim Behrens vom 1. FC Lola und Andrea Kuhlmann vom TSV Wewelsfleth haben die Prüfung mit voller Punktzahl abgeschlossen.

 

Wie und ab wann werden die neuen Schiedsrichter eingesetzt?

Mit Fortsetzung der Rückrunde werden alle Einsätze erhalten. Innerhalb der nächsten zwölf Monate müssen sie insgesamt zwölf Spiele geleitet und an acht Lehrabenden teilgenommen haben, um aus dem Anwärterstadium heraus zu kommen. Es wird aber niemand ins kalte Wasser geworfen. Bei den ersten Spielleitungen wird immer ein erfahrener Schiedsrichter als Coach dabei sein.

 

Ist der Schirimangel nun erst einmal behoben?

Schön wäre es, aber leider gibt es keine Entwarnung. Es sind, wie bereits erwähnt, viele junge Anwärter dabei, die erst einmal nur Jugendspiele pfeifen dürfen. Deshalb ist eine kurzfristige oder mittelfristige Lösung des Problems nicht möglich. Außerdem war es in der Vergangenheit nicht einfach, die jungen Nachwuchsschiris bei der Stange zu halten, bis sie Seniorenspiele pfeifen dürfen. Die Ausstiegsrate innerhalb der ersten drei Jahre ist allgemein sehr hoch. Erfreulich ist die Anzahl der Frauen dieses Lehrgangs. Ein Drittel war weiblich – in den Frauenspielklassen haben wir deshalb keine Probleme. Der Besetzungsbedarf ist dort aber auch längst nicht so hoch, und natürlich müssen die Schiedsrichterinnen auch bei den Spielen der Männer ran. Das ist für sie, überspitzt gesagt, wie Schwimmen im Haifischbecken. Nicht alle schaffen das. Unser Ziel ist, möglichst viele lange dabei zu behalten. Dafür versuchen wir, durch gute Fortbildung Perspektiven zu schaffen und bieten diverse Aktionen als Motivationshilfe an.

Interview: Reiner Stöter
 

Den Anwärterlehrgang haben bestanden: Daniela Awiszus (Münsterdorfer SV), Bastian Bandt (TSV Brokstedt), Kim Behrens (1. FC Lola), Bjarne Bluth (TSV Brokstedt), Rainer Böhmert (Alemannia Wilster), Hans-Jürgen Ehlert (SV Vaale), Marco Gebhardt (SV Neuenbrook/Rethwisch), Frank Goede (Alemannia Wilster), Mara Gravert (TuS Krempe), Florian Koch (SV Vaale), Diana Köhnemann (Münsterdorfer SV), Andrea Kuhlmann (TSV Wewelsfleth), Ilkhan Özdemir (FC Itzehoe), Stanislaw Rebtschiskij (TSV Lägerdorf), Julemarie Reimers (TSV Wacken), Tim Sibbert (TuS Krempe), Mika Stüven (BSC Nordoe), Claudia Timm (Münsterdorfer SV), Michelle Wolniewicz (TSV Wacken).

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