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Zweite Regatta der 1. Segel-Bundesliga auf der Kieler Innenförde : Zielsetzung diesmal knapp verfehlt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seglervereinigung Itzehoe belegt am Ende Platz zehn

von
erstellt am 09.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Ziel knapp verfehlt: Die Seglervereinigung Itzehoe (SVI) hat den zweiten Bundesliga-Wettkampf in Kiel als Zehnter beendet. Zielsetzung des Itzehoer Teams war ein einstelliges Ergebnis zum Abschluss. Die böigen und stark drehenden Winde machten Kai Harder, Sönke Petersen, Stefan Schimkowsky und Christian Soyka an den Wettkampftagen zwei und drei jedoch einen Strich durch die Rechnung. Zwei kleine Unachtsamkeiten und der Platz unter den besten fünf Teams war futsch. Wie knapp es am Ende war, verdeutlicht das Endergebnis: Die SVI trennten nur sechs Punkte vom Zweiten „Seglerhaus am Wannsee“. Sieger „Chiemsee Yacht Club“ lag neun Punkte vor den Itzehoern. Nach zwei Regatten belegen die Itzehoer in der Bundesliga-Tabelle nun Rang fünf.

Der erste Tag in Kiel verlief fast nach Plan, wäre da nicht ein Frühstart im zweiten Rennen gewesen. Der SVI rettete sich aber immerhin noch auf den fünften Rang. Zwei zweite Plätze und ein Sieg sorgten allerdings für ein starkes Zwischenergebnis. Am zweiten Tag ging es zunächst mit einem weiteren zweiten Platz gut weiter. Doch dann erwischte die Itzehoer ein „Sonnenschuss“ und das Boot lag komplett auf der Seite. „Wir haben ein wenig U-Boot gespielt“, scherzte Steuermann Christian Soyka hinterher. Da hatte er auch noch gut lachen, denn trotz dieses Faux Pas wurden die Itzehoer noch Dritter. Allerdings sollte der Fehler für Verunsicherung in den nächsten Rennen sorgen. Eine Bootsberührung und der daraus resultierende Strafkringel sorgten in Rennen sieben für einen weiteren fünften Platz. Noch schlimmer erwischte es den SVI im Rennen elf. In Führung liegend, wurde das Boot durch den drehenden Wind an die Wendetonne gedrückt. Nach dem zweiten Strafkringel war die Konkurrenz weg und die Itzehoer lagen aussichtslos auf Rang sechs. Drei dritte Plätze zum Abschluss am Sonntag sorgten aber wenigstens dafür, dass das SVI-Team in der Endabrechnung nicht noch weiter zurückfiel.

Die Analyse machte ein Problem deutlich. Das System ist zu sehr auf Steuermann Christian Soyka abgestimmt. Der hatte bei den ständig drehenden Winden aber genug mit dem Steuern zu tun und konnte die Taktik deshalb nicht mehr mitbestimmen. „Mir fehlte einfach die Zeit. Die Winde haben innnerhalb von Sekunden gedreht und die Windstärken gewechselt.“ In solchen Fällen müsse das Kommando von vorn kommen. „Wir hatten aber keinen speziellen Taktiker.“ Kai Harder habe dann diese Aufgabe übernommen und es am Ende auch ganz gut gemeistert. „Das müssen wir besser machen, doch das gehe nicht so schnell. „Wir müssen langfristig zwei Taktiker aufbauen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Aber wir brauchen auch einen zweiten Steuermann“, so Soyka.

Bei der nächsten Regatta Anfang Juli muss die Besatzung zwangsläufig geändert werden, weil Harder, Petersen und Schimkowsky andere Segel-Verpflichtungen haben. Bei der Kieler Woche soll zuvor kräftig am System gefeilt werden, möglicherweise folgt auch noch ein gemeinsames Training mit dem Noddeutschen Regattaverein und der Segelkameradschaft Wappen von Bremen auf der Hamburger Innenalster, damit man gut gerüstet nach Warnemünde fährt.

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