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Fußball-Verbandsliga Süd-West : „Wir wollen wieder oben anklopfen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

FC Reher/Puls Abwehrspieler Frank Loßmann erwartet heute einen Sieg von seinem Team gegen Aufsteiger Wahlstedt

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erstellt am 05.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Vor zwei Jahren kam Frank Loßmann zum FC Reher/Puls. Mit seinem damaligen Klub VFC Anklam hatte er 2011 gerade den Aufstieg in die Verbandsliga, der höchsten Spielklasse auf Landesebene in Mecklenburg-Vorpommern, geschafft. Dann schneite dem Immobilienkaufmann ein lukratives berufliches Angebot aus Schleswig-Holstein ins Haus und auch seine Lebensgefährtin konnte sich beruflich in den Norden verändern. „Heute wohnen und arbeiten wir beide in Norderstedt“, erzählt der 27-Jährige. Er wurde durch den Installateur-Meister Hartmut Offt, Vater des FC-Spielers Steffen Offt, der in Elmshorn für seine Firma gearbeitet hat, auf den Fußballclub Reher/Puls aufmerksam und heuerte 2012 bei den Steinburgern an. Weil es ihm in Reher und Puls dann so gut gefiel und immer noch gefällt, ist er bis heute dabei geblieben, obgleich zwischen Norderstedt, Reher und Puls rund 70 Kilometer Fahrtstrecke zurückgelegt werden müssen. „Ich habe überhaupt kein Problem damit, die Fahrtstrecke zum Training von einer halben bis dreiviertel Stunde in Kauf zu nehmen“, sagt er.

Mit fünf Jahren begann der Defensivspieler in der kleinen, knapp 14 000 Einwohner zählenden Stadt Anklam, durchlief die Jugend beim VFC und kam dann 18-jährig in die Herrenmannschaft des Vereins. „Wir haben lange darauf hingearbeitet, in die Verbandsliga aufzusteigen. Für unsere kleine Stadt war das schon etwas Besonderes, ganz Mecklenburg-Vorpommern zu bereisen und auf hohem Niveau Fußball zu spielen“, blickt Frank Loßmann zurück.

Mit seinem Vater, der es in dessen aktiver Zeit bis in die 2. DDR-Liga schaffte, diskutiert er heute gerne sein eigenes Fußballerleben. „Wenn es Redebedarf gibt, verständigt man sich und er sagt mir, was ich noch besser machen kann.“ Dem Vater nachzueifern und so zu spielen, wie er es in seiner aktiven Zeit tat, danach strebt Frank Loßmann.

Bei Reher/Puls spielt er entweder in der Viererabwehrkette auf der rechten Seite oder verteidigt in einer Dreier-Kette als Manndecker. Loßmann: „Das variiert bei uns immer.“ Mit dem FC hat er in der vergangenen Saison gerade den nächsten Höhepunkt in seiner Fußballerlaufbahn erreicht – die Meisterschaft in der Verbandsliga Süd-West.

Die neue Saison begann für den Vater eines dreijährigen Sohnes und das FC-Team nun jedoch eher durchwachsen. „Wir wussten, dass es schwieriger wird nach so einer Meisterschaft. Die anderen Mannschaften sind hochmotiviert gegen uns, wollen uns unbedingt schlagen. Wir haben nach den ersten vier Spielen, die nicht so gut für uns gelaufen sind, gemerkt, dass wir uns den Respekt erst wieder erarbeiten müssen, den wir in der vergangenen Saison hatten. Ich denke aber, wir sind auf einem guten Weg, trainieren gut und verletzte Leistungsträger wie die Albers-Brüder kommen zurück. Wir wollen im oberen Drittel oder auch ganz oben wieder anklopfen“, blickt Frank Loßmann optimistisch in die Zukunft.
Für das Heimspiel heute Abend gegen den TSV Wahlstedt hat er sich zusammen mit Torhüter Christoph Rohweder fest vorgenommen, zu Null zu spielen. Loßmann: „Alle Aufsteiger haben mich bislang überrascht und wir werden die Wahlstedter definitiv nicht unterschätzen. Wir müssen schon gut verteidigen, denn ein Torjäger wie Sebastian Bossert ist nach seinen Torerfolgen zuletzt bestimmt kein unbeschriebenes Blatt mehr. Vorne hoffe ich dann, dass David Wedel, der ja sehr gut drauf ist, zwei Tore macht und wir 2:0 gewinnen.“

Frank Loßmann schwärmt in der Bundesliga übrigens für Borussia Dortmund. Und wenn es nicht um das runde Spielgerät geht, dann ist ein großes Hobby von ihm das Ski-Fahren. Mehrfach im Winter reist er in die Ski-Gebiete.

Seine alte Heimat Anklam ist für ihn dagegen mindestens einmal im Jahr das Ziel im Sommer. Der FC Reher/Puls hat die Hansestadt Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald durch Frank Loßmanns gute Verbindungen zum VFC für ein Trainingslager in der Saisonvorbereitungsphase entdeckt. Das ist auf dem besten Wege, zur jährlich wiederkehrenden Tradition zu werden.

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