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Interview : „Wir müssen immer 100 Prozent geben“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am Sonnabend starten Herzhorns Oberliga-Handballer das Projekt Klassenverbleib. Trainer Jens Timm gibt im Interview Einblicke.

Am Sonnabend (Anpfiff 16.30 Uhr) beginnt für die Handballer des MTV Herzhorn mit der Heimpartie gegen die HG Hamburg-Barmbek die Saison in der Oberliga HH/SH. Nach dem Aufstieg aus der SH-Liga wollen die Herzhorner in der nächsthöheren Spielklasse auf jeden Fall mit dem Abstieg nichts zu haben. Im Interview mit der Rundschau-Sportredaktion gibt MTV-Coach Jens Timm (Foto) seine Einschätzung ab.

In der vergangenen Spielzeit gelang dem Herzhorner Team trotz einiger Abgänge als Zweiter der sofortige Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Mit welchen Tugenden ist das gelungen?
Zum einen ist die Schleswig-Holstein-Liga nicht mit der Oberliga zu vergleichen. Dort ist zwischen den Mannschaften doch ein großer Leistungsunterschied zu erkennen. Wir haben in der vergangenen Saison nicht immer überzeugt, konnten dennoch in kniffligen Situationen eine Schippe drauflegen. Unsere Abwehr war in der vergangenen Saison die beste in der Liga. Ich glaube, das war das Erfolgsrezept.

Hat sich der Kader zur neuen Serie verändert?
Der Kader hat sich stark verändert. Wir haben mit Lucas Lorenzen und Sven Hesse, der aus gesundheitlichen Gründen pausiert, unsere beiden starken Kreisläufer verloren. Dazu kamen die Abgänge von Fynn Engelbrecht-Greve und Christian Fahl aus beruflichen Gründen. Mit Kim Kardel wechselte einer unserer Haupttorschützen der letzen Jahre zum VfL Bad Schwartau.

Als Zugänge haben wir mit Kristoff Kossow einen Spieler aus der Schleswig-Holstein-Liga vom TSV Mildstedt bekommen. Aus der eigenen Jugend kommen Birger Dittmer und Johann Holst hinzu und mit Jannes Timm kehrt ein ehemaliger Jugendspieler vom HSV-Handball zu uns zurück. Jannes ist eigentlich noch A-Jugend-Spieler. Auf der Linksaußen-Position hat sich ein alter Bekannter entschlossen, noch einmal das Trikot der Blau-Gelben zu tragen. Mit Arne Clasen haben wir immerhin wieder einen Linkshänder im Team, allerdings wird er noch Zeit brauchen, um konditionell auf der Höhe zu sein.

Mit welchen Erwartungen und Zielen geht der MTV in die neue Spielzeit?
Es kann nur ein Ziel geben und das ist der Klassenerhalt.
Wie ist die Vorbereitung verlaufen?
Die Vorbereitung hatte Höhen und Tiefen. Das Trainingslager in Horneburg war wieder sehr vielversprechend und auch einige Trainingsspiele waren ganz ansehnlich. Beim Ländercup in Norderstedt haben wir allerdings unser anderes Gesicht gezeigt: Uns sind dort einfach zu viele technische Fehler in unseren Spielen unterlaufen.

Wie beurteilen Sie die derzeitige Zusammensetzung des Kaders?
Ich glaube, wir haben eine der jüngsten Mannschaften im Herzhorner Männerteam seit vielen Jahren und das merkt man in vielen Spielsituationen. Bedenkt man, dass einige Spieler erst vor kurzer Zeit aus der zweiten Mannschaft in das Liga-Team gewechselt sind und unsere A-Jugendlichen nur in der Schleswig-Holstein-Liga gespielt haben, so wird jedem schnell klar, dass der Klassenerhalt in der Oberliga für diese Mannschaft ein Riesenerfolg wäre.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in der neuen Spielklasse ein?
Ich glaube, dass wir uns mit Mannschaften wie Preetz, Fischbek, Barmbek, Hamburg-Nord und Mildstedt um den Verbleib in der Oberliga auseinandersetzen werden. Meisterschaftsfavorit ist für mich ganz klar die Mannschaft von DHK Flensburg.


Wie sind die Rahmenbedingungen, wenn man sie mit den übrigen Vereinen der Liga vergleicht?
Die Rahmenbedingungen sind ok. Ein Nachteil ist sicher unser Standort. Es gibt hier zu wenig leistungsorientierte Mannschaften in erreichbarer Umgebung. Auch im Jugendbereich sind hier nur wenige Talente für die Männer-Oberliga zu finden. Wir stellen mit unserer Jugendabteilung noch eine der stärksten dieser Region auf.

Ihre Saison beginnt mit einem Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek. Wie schätzen Sie diesen Gegner ein und wie wichtig ist ein guter Start für einen Neuling?
Mit Hamburg-Barmbek kommt der richtige Test gleich zu Saisonbeginn. Die Hamburger haben einige sehr gute Spieler in ihren Reihen. Ein Sieg im ersten Heimspiel wäre schon mal das erste Signal, dass man in dieser Klasse bestehen kann und für die Moral sehr wertvoll.

Gleich danach geht es zur Schwartauer Reserve, ehe Heimspiele gegen Hürup und Ellerbek folgen. Ein schwerer Auftakt?

Für uns gibt es keine leichten Spiele. Die ganze Saison über wird man jedes Spiel mit 100 Prozent angehen müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Natürlich gilt es, gerade gegen die Konkurrenten um den Klassenerhalt zu punkten, aber das allein wird nicht reichen. Ich glaube, dass wir 22 Zähler für den Nicht-Abstieg brauchen.


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erstellt am 05.Sep.2014 | 08:48 Uhr

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