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Handball : „Wir haben völlig den Kopf verloren“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Oberliga-Frauen des MTV Herzhorn verlieren das Schlüsselspiel bei der SG Wilhelmsburg und müssen mehr denn je um den Klassenverbleib bangen.

Für die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn wird es knapp: Im Schlüsselspiel bei der SG Wilhelmsburg unterlagen die Schützlinge von Michael Janke mit 22:24 (11:10) und können den Klassenverbleib aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Sie müssen nun bei eigenen Siegen in den letzten beiden Partien auf Punktverluste der Wilhelmsburgerinnen hoffen. Noch schwerer als die Niederlage wiegt allerdings die Verletzung von Carina Lipp, die in der 28. Minute ausschied und sich eine schwere Knieverletzung zuzog. Auch ihr Fehlen mindert die Hoffnungen auf den Klassenerhalt erheblich.

Die Partie in Wilhelmsburg wurde das erwartet harte Spiel, denn für beide Teams ging es um sehr viel. So dominierten die Abwehrreihen, die nichts „anbrennen“ ließen und die jeweiligen Gegenspielerinnen hart attackierten. Die Blau-Gelben fanden zunächst gut ins Spiel. Sie standen hinten kompakt, und vorne lief der Ball. Mit langen Angriffen kam der MTV immer wieder zum Erfolg. Klare Vorteile hatte jedoch keiner der beiden Kontrahenten auf seiner Seite.

Nach wechselnden Führungen machten jedoch die Gastgeberinnen ab der 15. Minute aus einem 6:6 bis zur 19. Minute ein 9:6 und profitierten dabei von den zu überhasteten Abschlüssen der Blau-Gelben. So kam die SG mit drei Tempogegenstößen in Folge zur unerwartet klaren Führung. Dies sah sich Trainer Janke jedoch nicht länger an, nahm eine Auszeit und stellte die Deckung um. Die Herzhornerinnen spielten nun mit Verena Wagner in der Spitze mit einer 5:1-Formation und sorgten damit für Unruhe im Spiel der Gastgeberinnen.

Sie kamen wieder heran, und Carina Lipp glich in der 25. Minute zum 9:9 aus. Mareike Hoffmann und Lina Hinze sorgten im Anschluss sogar für das 11:9. Dann folgte jedoch die Verletzung von Carina Lipp, und bis zur Pause verkürzten die Wilhelmsburgerinnen auf 10:11.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Janke-Schützlinge, dass sie sich durch den Schock nicht beeindrucken ließen und spulten ein sehr gutes Spiel ab. Bis zur 41. Minute bauten sie ihren Vorsprung auf 17:13 aus und scheinbar hatten sie nun ihre Gegnerinnen gut im Griff.

Doch das währte nur bis zum 21:17 in der 50. Minute. Überraschend und völlig unverständlich verloren sie mit einem Mal gänzlich den Faden. In der Deckung häuften sich die individuellen und vorne die technischen Fehler. So gaben sie ihren Gegnerinnen die Gelegenheit, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, und diese ließen die sich nicht nehmen. „Es war wie abgeschnitten. Die Frauen haben völlig den Kopf verloren“, so Janke, der bis dahin zufrieden sein durfte.

Tor um Tor kam Wilhelmsburg heran, um dann in der 58. Minute auszugleichen. Und nicht nur das: In der letzten Spielminute gelangen ihnen noch zwei Treffer zum 24:22 und zu einem nach dem Spielverlauf überraschenden Erfolg.

MTV Herzhorn: Eike Jankowski – Wiebke Vogel, Annkristin Schmidt, Yana Hesse 2, Elina Hesse 2, Maike Langenberg, Simona Martin, Anja Stoldt 1, Mareike Hoffmann 4, Janna Wilcke, Sarah Winkowski, Carina Lipp 4, Lina Hinze 9, Verena Wagner.

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