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Interview mit Uwe Clasen und Christian Urban : „Wir haben gute Fortschritte gemacht“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rot-Weiß Kiebitzreihe als einziger Steinburger Fußball-Verbandsligist über Ostern im Einsatz

Als einziger Steinburger Fußball-Verbandsligist ist über Ostern Rot-Weiß Kiebitzreihe im Punktspieleinsatz. Das Team von Trainer Uwe Clasen holt am Montag um 15 Uhr die Partie gegen TuS Nortorf nach, die vor vierzehn Tagen abgesetzt wurde, weil Nortorfs Torhüter Stefan Fischer in der Woche davor einen schweren Arbeitsunfall erlitt. Für RWK ist danach erstmal eine zweiwöchige Zwangspause angesagt. Es folgen schließlich noch drei Spiele beim SV Schackendorf, gegen den FC Reher/Puls und beim TSV Lägerdorf. An der Situation der „Kiebitze“ im Liga-Keller wird sich vermutlich nicht mehr viel ändern. Trainer Uwe Clasen, der im Sommer bei den Kiebitzreihern ausscheidet, zieht im Interview mit unserem Mitarbeiter Gunther Schöniger ein Zwischenfazit. RWK-Vorsitzender Christian Urban gibt Auskunft, wie es mit der Mannschaft zukünftig weitergehen soll.

Herr Clasen, die Verbandsliga-Saison neigt sich für RWK dem Ende entgegen. Montag gegen TuS Nortorf, dann zwei Wochen Pause und danach sind es nur noch drei Spiele. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit aus?

Aus meiner Erfahrung heraus habe ich meinen Jungs zu Beginn der Verbandsliga-Saison von der Spielklasse vorgeschwärmt. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass die Mannschaft das auch so hätte erleben können, wie ich es prophezeit hatte. Das Publikum, der Empfang bei den Gastgebern, die Schiedsrichterschaft – das hat ja schon einen anderen Stellenwert als in der A-Klasse oder auch Kreisliga. Nun war dann alles überschattet durch Rückzüge und Punktabzügen wegen fehlender Schiedsrichter, so dass es leider nicht so war, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Es ist aber schon eine Spielklasse, für die es sich lohnt engagiert zu arbeiten, wenn man ein wenig anspruchsvolleren Fußball erleben will. Wir haben in der Grundbasis, wie ich finde, schon gute Fortschritte gemacht, haben uns taktisch verbessert und wenn es noch gelingt, mehr Stabilität einzubringen, dann sage ich es mal ganz vorsichtig, können wir in der Spielklasse einigermaßen mithalten.

 

Die Rückzüge von Krempe, Einfeld und Gadeland haben den Spielbetrieb empfindlich gestört. Wie bewerten Sie das?

Ich finde es eigentlich schade, dass man bei Problemen, seien sie nun personeller oder auch finanzieller Art, nicht auf die Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreift. In einer sechsten Liga, wo man eigentlich schon etwas Professionalität erwarten darf, ist die Entwicklung sehr ärgerlich. Wir profitieren jetzt zwar davon, dass wir nicht absteigen, aber es liegt ein Schatten darauf. Die Frage ist ja auch, ob es wirklich notwendig ist, in dieser Klasse schon mit viel Geld zu hantieren und sich in Schwierigkeiten zu bringen.

 

Die Partie am Montag gegen TuS Nortorf wurde verlegt, weil TuS-Keeper Stefan Fischer vor vierzehn Tagen einen lebensgefährlichen Arbeitsunfall erlitt. Haben Sie Kontakt zum Turn- und Sportverein und wissen, wie es ihm geht?

Wir hatten kurz Kontakt, als es darum ging, einen Ersatztermin für dieses Spiel zu vereinbaren. Ganz wichtig war, dass er nach der Operation ansprechbar und insofern schon zu diesem Zeitpunkt außer Lebensgefahr war. Aktuell ist mir nicht bekannt, dass bei ihm Folgeschäden bleiben. Wir haben für die Spielabsage am 5. April logischerweise sofort Verständnis gezeigt. Es ging eigentlich nur darum, wann wir denn spielen können. Wir haben uns letztlich auf Montag geeinigt.

Ihr Vertrag bei RWK wird nicht verlängert. Was planen Sie persönlich in der Zukunft?

Ich freue mich auf eine Auszeit. Ich würde gerne meine Klubs, die ich trainiert habe, aufsuchen, an der Bande stehen und das Ganze mal beobachten. So würde ich gerne in Lägerdorf, in Horst, natürlich in Kiebitzreihe und auch in Itzehoe wieder aufschlagen. Ich mache meinen Trainerjob bei RWK mit sehr viel Engagement, habe aber auch sehr viel Kraft gelassen. Die vier Jahre waren schön, logischerweise mit zwei Aufstiegen, aber sie waren auch sehr intensiv. Ich merke schon, dass ich neue Kräfte schöpfen muss, um auch wieder Motivation rüberbringen zu können.

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Hallo Herr Urban, RWK kann in der Verbandsliga ja nicht mehr absteigen. Wie richtet der Verein seine Perspektiven im Hinblick auf die nächste Saison aus?

Wir bauen für die nächste Saison auf den Verbleib der Mannschaft. Die gesamte A-Jugend rückt dann in den Herrenbereich auf. Oliver Schlegel, der diese Spieler ausgebildet hat, wird die gesamte Truppe dann übernehmen.

 

Es geht mit RWK also in der Verbandsliga weiter?

Auf jeden Fall geht es für uns in der Verbandsliga weiter. Es wäre für uns zwar kein Beinbruch gewesen, wenn wir abgestiegen wären. Man muss das ja auch sportlich einordnen. Wir wären dann den gleichen Weg gegangen, was Spieler und Trainer betrifft, aber die Gelegenheit, die sich uns da jetzt anbietet, werden wir annehmen und in der Verbandsliga weiterspielen.

 

Welche Personalien stehen bislang fest?

Uwe Clasen wird zum Saisonende seine Arbeit bei uns beenden. Oliver Schlegel, unser jetziger A-Jugendtrainer, wird wie bereits erwähnt sein Nachfolger. Weitere Personalentscheidungen dürften Anfang Mai spruchreif werden. Man weiß ja aus der Erfahrung, wer heute zusagt, steht am 1. Juli für den Verein noch lange nicht auf dem Platz. Insofern möchte ich Aussagen zu Spielerwechsel zur gegebenen Zeit auch unserem neuen Trainer überlassen.


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