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Speedway : Wikinger-Kapitän verlässt die Brücke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tobias Kroner verabschiedet sich beim MSC Brokstedt im Bundesliga-Finale am Sonnabend gegen Landshut

von
erstellt am 28.Sep.2017 | 05:58 Uhr

Diese Nachricht überraschte nicht nur die Verantwortlichen beim MSC Brokstedt. Als der Mannschaftskapitän des Speedway-Bundesligisten, Tobias Kroner, vor einigen Tagen sein Karriereende zum Ablauf dieser Saison ankündigte, ging diese Meldung wie ein Lauffeuer durch die deutsche Bahnsportszene. Es seien rein private Gründe, die den 31-jährigen Vorzeige-Motorradsportler zu diesem Schritt gebracht hätten. Berufliche Veränderungen würden von nun an große Aufgabenfelder und neue Herausforderungen nach sich ziehen. „Ich möchte mich ab sofort ganz meiner beruflichen Karriere widmen“, so Kroner, der bereits mit 19 Jahren als Speedway-Profi international unterwegs war. Kroner: „Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen doch habe ich für mich entschieden, dass mit dem aktiven Sport nun Schluss ist.“

Dabei gilt Kroner derzeit immer noch zu den erfolgreichsten und leistungsstärksten Akteuren seiner Zunft in Deutschland. Mit dem Karriereende Kroners heißt es nun auch beim MSC Brokstedt Abschied zu nehmen. Der gebürtige Emsländer zählt seit vielen Jahren zu den beständigsten Speedway-Fahrern der „Wikinger“, war bereits 2001 beim Gewinn der deutschen Meisterschaft in der damals zweiten Liga dabei und führte das Team aus dem Kreis Steinburg im Jahre 2014 als Mannschaftskapitän zum Titelgewinn in der Bundesliga. Kroner: „Der MSC hat stets zu mir gehalten auch wenn es bei mir sportlich nicht so gut lief.“ Es sei ein gegenseitiges Geben und Nehmen gewesen und beide Seiten konnten sich stets aufeinander verlassen. „Natürlich gab es auch Angebote von anderen Vereinen doch habe ich immer gewusst was ich in Brokstedt habe.“ Nicht zuletzt seine sportliche Einstellung und die ständige Bereitschaft alles zu geben machten Tobias Kroner in den vergangenen Jahren zum Liebling der Fans auf dem Holsteinring.

Nach rund 17 Jahren in Diensten des „Bundesliga-Dinos“ - in seiner nunmehr 34jährigen Vereinsgeschichte fuhr der MSC immer erstklassig - wird sich der Kapitän nun aber von den eigenen Fans gebührend verabschieden. Beim Heimrennen gegen Rekordmeister AC Landshut, das erste Bundesligafinale am Sonnabend, 30. September, wird sich Tobias Kroner von den eigenen Fans verabschieden. Bei seinem letzten Auftritt auf dem Holsteinring will er noch einmal ordentlich Gas geben und mt seinem Team den Grundstein dafür legen, dass er seine Karriere auch noch mit einem Titelgewinn beendet.

„Mit Tobi Kroner verlieren wir wirklich eine große Persönlichkeit im Team, die sich immer vorbildlich verhalten hat und deren sportliches Engagement stets beeindruckte.“ Der zweite Vorsitzende des MSC, Michael Schubert, bedauert zwar den Verlust aus sportlicher Sicht, zollt der Entscheidung Kroners allerdings höchsten Respekt. Schubert: „Es spricht für ihn, dass er diesen Schritt jetzt so wählt und sich für die Karriere nach der Karriere entscheidet. Als Mensch bleibt er uns ja erhalten denn Tobi ist uns in den ganzen Jahren zu einem echten Freund geworden.“

Die Verantwortlichen beim MSC Brokstedt hoffen natürlich darauf, dass am Sonnabend viele Fans den Weg in das Stadion in der Dorfstraße finden um „ihren“ Kapitän zu verabschieden. Gestartet wird das erste Bundesliga-Finale um 15 Uhr. Rennen im Rahmenprogramm sowie das Training zur Bundesliga beginnen bereits um 10 Uhr. Der Rückkampf findet am 3. Oktober auf der Landshuter Ellermühle statt.

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