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Basketball-Regionalliga : Wieder alles in der eigenen Hand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

SC Itzehoe Eagles besiegen Bodfeld Baskets deutlich mit 111:74. Das Titelrennen ist nach Rostocker Schlappe wieder offen.

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Nicht alle Schokoladen-Weihnachtsmänner fanden nach der Partie ihr Ziel auf der Tribüne. Im Spiel aber waren die Sport-Club Itzehoe Eagles deutlich treffsicherer: Mit 111:74 gewannen sie in der 1. Basketball-Regionalliga des letzte Heimspiel des Jahres gegen die Bodfeld Baskets Oberharz. Viertelergebnisse: 26:28, 30:18, 22:12, 33:16.

Ihr Nikolausgeschenk hatten die Itzehoer schon am Vorabend bekommen: Nun hat es auch die EBC Rostock Seawolves erwischt, der Tabellenführer kassierte eine 70:82-Heimniederlage gegen Bernau. Damit ist das Rennen an der Tabellenspitze wieder offen, die Eagles haben die Dinge nach ihren eigenen zwei Niederlagen wieder selbst in der Hand. Einen beschwingten Start gegen den Vorletzten aus dem Harz löste das allerdings nicht aus. Die ersten Würfe gingen daneben, „zäh“ nannte Eagles-Coach Paul Larysz völlig zu Recht den Auftakt.

Hinzu kam eine Schrecksekunde, als Everage Richardson kurz nach dem Beginn verletzt auf die Bank musste. Die Behandlung dauerte nicht lange, dann kam der Amerikaner wieder – und wie: Binnen 90 Sekunden erzielte er acht Punkte gegen seinen Ex-Verein, bis zur Pause kam er bereits auf 27 Zähler, ohne dabei das Einzelspiel übertrieben zu haben. Doch die Gäste hielten dagegen, vor allem deshalb, weil sie anfangs „phänomenal“ trafen, wie Larysz feststellte. Insbesondere der Bulgare Boyan Tenev versenkte fast jeden Ball, darunter vier Dreier, und hatte zur Pause bereits 18 seiner insgesamt 22 Punkte auf dem Konto. Seine Mannschaft habe eine Weile gebraucht, um sich auf die Spielweise der Bodfelder einzustellen, sagte Larysz. Das klappte aber immer besser, so dass die Gäste meist nur noch zu schwierigen Würfen kamen.

Lange lagen die Baskets leicht vorn, doch in der Mitte des zweiten Viertels kippte die Partie. Yannick Evans tippte den Ball zum 37:35 in den Korb, und diese Führung gaben die Eagles nicht mehr her. Mit einem Freiwurf schraubte Nick Tienarend den Vorsprung erstmals auf zehn Punkte, mit diesem 56:46 ging es in die Pause.

Bodfeld musste etwas versuchen, heraus kam eine Zonenverteidigung nach dem Wechsel. Erfolg hatten die Gäste damit nicht, denn Aivaras Galkauskas nutzte die Freiheiten zu elf Punkten in wenigen Minuten, wenig später stellte Evans den 20-Punkte-Abstand her (72:52, 25. Minute). Positiv bei den Eagles: Konsequent hätten sie weitergemacht, dem Gegner sei dann nicht mehr viel eingefallen, sagte Larysz. Das deutlich bessere Teamspiel der Gastgeber – offensiv wie defensiv – wirkte sich immer mehr aus und spiegelte sich auch in den Statistiken wieder: Mit 51:35 gewannen die Eagles die Reboundwertung, gar 31:11 stand es am Ende bei den Assists, also den Vorlagen zum Korberfolg. Viele der 17 Ballgewinne kamen ebenfalls durch gelungene Teamverteidigung zustande.

Früh blieb nur noch die Frage: Wer macht den 100. Punkt? Die spektakuläre Variante scheiterte, weil Galkauskas ein Alley-Oop-Dunking nach Pass von Tienarend misslang. So blieb es Richardson vorbehalten, den Sieg in aller Ruhe von der Freiwurflinie dreistellig zu gestalten. Jeder Spieler habe seinen Beitrag zu dem deutlichen Erfolg geleistet, sagte Larysz. Am Ende feierte die wieder einmal fast volle Halle mit den Eagles, die kommenden Sonnabend, 19 Uhr, beim DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde letztmals in diesem Jahr ran müssen. Wieder besteht die Gelegenheit, im Mannschaftsbus mitzufahren. Kontakt: Stefan Flocken, 04821/94413.

 

Eagles: Everage Richardson (35, 3 Dreier, 7 Assists, 4 Ballgewinne), Aivaras Galkauskas (22, 2 Dreier), Yannick Evans (15), Adrian Breitlauch (9, 9 Rebounds, 4 Ballgewinne), Johannes Konradt (8, 1 Dreier), Niccolo Croci (6, 8 Assists, 3 Ballgewinne), Robert Daugs (6, 4 Ballgewinne), Lars Kröger (4), Nick Tienarend (3, 10 Assists), Nico Kaml (3, 1 Dreier).

 

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