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An Vorschläger der PZE scheiden sich die Geister : Westküste macht gemeinsame Sache

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland wollen eigenes Konzept zur Verwaltungs- und Spielklassenstruktur im SHFV erarbeiten

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 05:00 Uhr

An den Vorschlägen der Projektgruppe Zukunftsentwicklung (PZE) scheiden sich die Geister. Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) plant eine weitere Strukturreform und hat sich für die Umsetzung zeitlich ehrgeizige Ziele gesetzt. Schon im Herbst soll eine Beschlussfassung vorliegen. Dagegen laufen Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland Sturm. Die drei Westküstenkreise haben eine Interessengemeinschaft gebildet, der sich weitere Kreise anschließen wollen. Der Antrag, die Zeitschiene zu verlängern, damit eigene Vorschläge erarbeitet werden können, ist jetzt in der Geschäftsstelle in Kiel eingegangen.

Seit Januar hat es landesweit 19 Informationsabende der PZE gegeben. Besonders viel Gegenwind gab es auf der Veranstaltung mit den Steinburger und Dithmarscher Vorständen Anfang März in Heiligenstedten. SHFV-Vorsitzender Hans-Ludwig Meyer war von persönlichen Angriffen und Anfeindungen wenig erfreut und mahnte einen fairen Umgang an. Als PZE-Vorsitzender Ulf Bödecker und SHFV-Geschäftsführer Jörn Felchner das 40 Seiten starke Konzept drei Wochen später in Wacken den Vereinen präsentierte, ging es daraufhin wesentlich ruhiger zu. Aber auch dort wurde deutlich, dass Vorbehalte an der Notwendigkeit der Auflösung der Kreise und der damit verbundenen Zentralisierung der Kräfte in die SHFV-Zentrale nach Kiel bestehen, während die flexiblere Organisation des Spielbetriebs durchaus begrüßt wird.

Gegen die Auflösung der Kreise regt sich mittlerweile im gesamten Land Widerstand. Die drei Westküstenkreise haben nun als erste Kreisverbände eine Kooperationsveranbarung geschlossen. Es bestehe Einklang darüber, an der Entwicklung eines eigenen Konzeptes für eine neue Verwaltungs- und Spielklassenstruktur auf der Basis der Erhaltung und Stärkung der traditionellen Fußballktreise zu arbeiten, heißt es in einer von den drei Vorsitzenden Patrick Gregersen (Nordfriesland), Werner Papist (Steinburg) und Gustav Haack (Dithmarschen) unterzeichneten Presseerklärung. „Im Zuge der Kooperationsgespräche, die aus der gemeinsamen Ablehnung einer Reihe von Inhalten des landesweit diskutierten Papiers der SHFV-Projektgruppe entstanden sind, wurden erste Arbeitsinhalte bereits verabschiedet“, heißt es darin. Mit der Unterzeichnung der strategisch/operativen Kooperationsvereinbarung der Westküstenkreise sei auch beabsichtigt, die innovative Zusammenarbeit auf weitere interessierte Kreisverbände auszudehnen.

Man möchte die Kernkompetenzen in den Kreisen behalten, um den Vereinen einen Service vor Ort gewährleisten zu können. Eine Konzentration in Kiel sei für die kleinen Vereine zu weit entfernt. Um diesen Service auch in Zukunft leisten zu können, müsse viel Ballast, der zur Zeit aus Kiel auf die Kreise abgewälzt werde, abgeworfen werden. Bezweifelt wird auch, dass es keine finanziellen Mehrbelastungen für die Vereine durch die Einstellung von mehr hauptamtlichen Mitarbeitern in Kiel geben wird.

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