Fussball : Werben um Schiedsrichter

Schiedsrichter-Werbung: Zum Beispiel in Form von Rollenspielen konnten sich die Teilnehmer in die Situation von Unparteiischen hineinfühlen.
Schiedsrichter-Werbung: Zum Beispiel in Form von Rollenspielen konnten sich die Teilnehmer in die Situation von Unparteiischen hineinfühlen.

22 Schüler des RBZ Itzehoe sind vom SHFV-Workshop begeistert.

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11. November 2018, 16:56 Uhr

Itzehoe | Einen anderen Schultag als gewöhnlich erlebten 22 Schüler des RBZ Itzehoe beim Workshop „Schiedsrichter machen Schule“. Auf Initiative des SHFV-Präventionsbeauftragen Michael Brucherseifer hatte Lehrer Olaf Stahl seine Schüler auf diesen Workshop vorbereitet. Aus dem KFV Westküste führten Kreisschiedsrichterlehrwartin Kathrin Knudsen und Klaus Lehnert sowie Michael Brucherseifer selbst durch das dreistündige Programm.

Die Gruppe setzte sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammen. Neben deutschen waren auch Schüler aus den Integrationsklassen des RBZ aus Eritrea, Afghanistan, Iran, Irak und Syrien dabei. Ihnen soll über ein mögliches Schiedsrichteramt die Integration erleichtert werden. Nach einer kurzen Kennenlernrunde, in sich die Teilnehmer in Gruppen über ein gemaltes Plakat vorstellten, ging es in einem gemeinsamen Dialog um die Eigenschaften, Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Schiedsrichters. Ein gutes Klima in der Gruppe und die gute Mitarbeit aller Teilnehmer sorgte für ein tolles Miteinander und einen regen Austausch.

Insbesondere die Höhe der Spesen, die Integration als Schiedsrichter im Verein aber auch der Sport im Allgemeinen sowie der freie Eintritt zu Spielen der Fußball-Bundesliga waren die Themen, die die Schüler am meisten interessierten.

Die Referenten verdeutlichten auch die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung, die Stärkung der Konfliktfähigkeit und das Üben von Selbstkritik als große Vorteile des Schiedsrichteramtes, was auch einen späteren Berufseinstieg erleichtern würde. Fairness werde heutzutage immer wichtiger, sowohl im Berufs- als auch im Privatleben.

Die Teilnehmer versuchten sich darüber hinaus selbst als Schiedsrichter, indem sie verschiedene Videoszenen nach festgelegten Kriterien zu bewerten hatten. Die lebhafte Diskussion über diese Szenen, in denen es durchaus bei vier Aussagen auch mal drei verschiedene Meinungen gab, machten den Vormittag zu einem lebhaften Ereignis für alle.

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer schließlich in Form von Rollenspielen in die Lage versetzt, sich live als Schiedsrichter zu fühlen. Dabei sollten sie in gestellten Situationen einfach wie ein Schiri agieren. Alle Szenen wurden hinterher erläutert, um zu verdeutlichen warum das Verhalten gut war, oder es doch bessere Varianten gibt.

Nach drei Stunden waren alle Teilnehmer begeistert und erhielten eine Teilnahmebescheinigung. Der KFV Westküste hofft nun, dass einige Teilnehmer sich nun zum nächsten Anwärterlehrgang anmelden.

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