zur Navigation springen

Karfreitagsspringen des Reit- und Fahrvereins Nutteln : Wencke Haß siegt auf Lalumba

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stechen nicht nötig – Amazone des RV Kollmar mit Bayern Stute im Normalparcours des L-Springens als einziges Paar fehlerlos

Wencke Haß heißt die Siegerin der wichtigsten Springprüfung beim Karfreitagsspringen des Reit- und Fahrvereins Nutteln auf dem Lilly-Hof in Wacken. Die Amazone vom RV Kollmar gewann das L-Springen auf Lalumba nach fehlerfreiem Ritt. Freuen konnte sie sich darüber bereits nach dem Umlauf. Denn sie und ihre neunjährige Bayern-Stute blieben in der ersten Runde als einziges Paar fehlerlos, so dass es zum Leidwesen von Veranstalter und Publikum zu keinem Stechen mehr kam.

Schade, denn auch Antonia Looft auf Zaphira, Rieke Gotthard auf Nora, Steffen Dehmelt auf Calle, Frederik Reimers auf Sirius und Wencke Haß mit ihren zweiten Pferd Lacalero ritten couragiert über die neun Hindernisse mit elf Sprüngen bis maximal 1,20 Meter Höhe, leisteten sich aber jeweils einen Abwurf.

Das Missgeschick der Konkurrenz konnte die Freude von Wencke Haß aber nicht schmälern. Sie tätschelte ihrer Vierbeinerin bereits, als der letzte Reiter im Parcours, Steffen Dehmelt, noch zwischen und über den Hindernissen war – aber erst, nachdem der erfahrene Reiter gerissen hatte.

Sie habe nicht mit dem Sieg gerechnet, betonte Wencke Haß im Gespräch mit unserer Zeitung, denn mit dem Training am Tag zuvor sei sie nicht zufrieden gewesen: „Aber heute war eine Steigerung erkennbar, und Lalumba hat sehr gut mitgemacht und mich an zwei Hindernissen gerettet. An sie bin ich etwas zu zügig herangeritten. Mein Pferd hat das Manko beide Male sehr gut ausgeglichen.“ An den übrigen Hindernissen dagegen hätten die Abstände „sehr gut gepasst“.
Dass der Sieg für sie dennoch nicht einkalkulierbar war, hätte die Starterliste gezeigt: „Ich kannte die Konkurrenz schon von anderen Turnieren und wusste, wie stark sie ist.“ Sehr geholfen habe ihr im Verlauf des Turniers Ramon Gotthard. „Er hat mich gut auf die Springen vorbereitet.“ Mit Blick auf die nähere Zukunft sagte Wencke Haß: „Wenn das so weiter geht, könnte die Saison gut werden.“ Ausruhen auf dem Erfolg von Wacken wolle sie sich jedoch nicht: „Es gibt immer noch Steigerung.“

Spannender als das L-Springen war das Punktespringen, an dem sich zwölf Paare beteiligt hatten. Die Maximalpunktzahl von 44 erritten sich sieben Konkurrenten. Am Ende siegten Carmen Rohlfs und Chess dank der schnelleren Zeit vor Kevin Much und Nico Gotthard. Auch in diesem Springen platziert – Wencke Haß auf Lalumba (4.) und Lacalero (5.).

Mit dem Turnierverlauf zeigte sich Ulrike Johannsen zufrieden. Die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins bedankte sich insbesondere bei Angelika Jahr und Michael Krüger, auf deren Gelände der RuFV zu Gast sein durfte. „Nach der Sanierung war der Reitplatz in Nutteln noch nicht belastbar, so dass wir dankbar sind, unser Traditionsturnier auf dem Lilly-Hof austragen zu dürfen.“

Mit 100 Nennungen sei das Karfreitagsturnier gut ausgelastet gewesen und in den Prüfungen „ausgewogen genannt“ worden. Positiv im Sinne der Nachwuchsförderung sei gewesen, dass es auch „von Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren gut angenommen“ worden ist. „Es ist uns immer wieder ein Herzenswunsch, dem Nachwuchs Turniermöglichkeiten in einem vertrauten Rahmen anzubieten, so dass er Erfahrungen sammeln kann.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen