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Was gilt das gegebene Wort ?

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shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Alljährlich vor oder im Verlauf der Frühjahrsrunde beginnen die Funktionäre hiesiger Fußball-Klubs mit der Planung der nächsten Spielzeit und holen von ihren Akteuren die Zusage ein, auch in der nächsten Saison für den entsprechenden Klub aktiv bleiben zu wollen. Oder eben auch nicht - wenn ein Abgang frühzeitig klar ist, hat der abgebende Verein immerhin noch Zeit genug, entsprechend zu reagieren.

Immer häufiger aber müssen Klubs und deren ehrenamtliche Mitarbeiter die Erfahrung machen, dass eine frühzeitige Zusage nicht automatisch ein verlässliches Ja bedeutet. Ob eine sich plötzlich ergebende sportliche Perspektive, die Aussicht auf den zusätzlichen Euro oder einfach nur persönliche Spontan-Befindlichkeiten: Die Beweggründe, von einem einmal gegebenen Wort wieder abzurücken, sind offenbar vielfältig.

Die Geschehnisse beim TuS Krempe (siehe rechts) sind nur das jüngste Beispiel der wachsenden Beliebigkeit dessen, was früher einmal als "Ehrensache" angesehen wurde. Niemand kann und will die Zeit zurückdrehen, aber ein wenig mehr sichtbare Charakterfestigkeit täte dem Amateurfußball ganz bestimmt gut. Oder eifert man hier etwa den Profis in deren eiskalter Berechnung nach? Die Bereitschaft engagierter Zeitgenossen, in der Freizeit für das Wohlergehen ihres Vereins zu arbeiten, dürfte durch solche Erfahrungen erheblich schwinden - und niemand könnte es ihnen verdenken.

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