Bogenschießen : Wanderpokal geht an Stefan Bergfeld

Für die Bogensportler ging es bei den Meisterschaften des Kreisschützenverbandes Steinburg um Titel und Fahrkarten zu den Landesmeisterschaften.  Fotos: sch (2)
1 von 2
Für die Bogensportler ging es bei den Meisterschaften des Kreisschützenverbandes Steinburg um Titel und Fahrkarten zu den Landesmeisterschaften. Fotos: sch (2)

Mehrere gute Ergebnisse bei den Bogen-Kreismeisterschaften machen den Steinburger Schützen Mut für die Landesmeisterschaften.

shz.de von
22. Dezember 2017, 05:41 Uhr

„Der Bogensport im Kreis Steinburg ist weiterhin im Aufwind.“ Diese Feststellung traf Bogensportreferentin Almut Michelkowski nach den Hallenmeisterschaften des Kreisschützenverbandes Steinburg im Bogensport.

Interessant war die Teilnahme für die Aktiven in doppelter Hinsicht: Sie konnten sich mit guten Resultaten einerseits mit einem Titel oder einer guten Platzierung schmücken und andererseits den Grundstein für die Zulassung zu den Hallenmeisterschaften des Norddeutschen Schützenbundes am 21./22. Januar in Fockbek legen. Und diese Chance haben gleich mehrere Aktive genutzt: Stefan Bergfeld, Hans-Peter Biet, Lutz Gogolin, Paul Giesler, Finn Meine und Fabian Maaß (alle Itzehoer Hockey Club) sowie Sarah Bockelmann, Kay Dittmer, Till Ehlers, Thomas Reimer und Ben Mathis Borchardt (alle 1. Kellinghusener Bogenclub).

Die Fülle guter Leistungen machte es den Verantwortlichen dann auch schwer, den Aktiven auszuwählen, der mit dem Wanderpokal des Kreisverbandes geehrt werden soll. Die Wahl fiel letztlich auf Stefan Bergfeld. Der Itzehoer schoss mit dem Recurve-Bogen 547 Ringe mit 60 Pfeilen – im Schnitt also mehr als neun Ringe pro Pfeil. Das brachte ihm die Meisterschaft in einem gutklassigen Wettkampf ein, die er aber erst in der zweiten Runde klar machte. Zur Halbzeit führte der Kellinghusener Kay Dittmer noch mit sechs Ringen Vorsprung, verlor danach aber etwas von seiner guten Linie.

Hervorragend auch die Leistung von Blankbogenschütze Lutz Gogolin, der nach 60 Pfeilen 515 Ringe auf der Habenseite stehen hatte. „Damit liegt er im Vergleich der Kreise des Landes momentan auf Rang eins“, freute sich Almut Michelkowski über das ebenfalls sehr gute Ergebnis des Schützen.

Nach der Siegerehrung sprach Stefan Bergfeld von einer doppelten Überraschung: Einerseits hätte er nicht damit gerechnet, den Kreismeistertitel in seiner Disziplin zu holen, weil er vor Aufnahme des Wettkampfes die Kellinghusener Konkurrenz vorn gesehen hatte, und andererseits nicht damit, auch noch mit dem Wanderpokal ausgezeichnet zu werden. Erfreut sei er auch darüber, dass er zusammen mit Fabian Maaß (481 Ringe) und Finn Meine (475) ein Mannschaftsergebnis erzielt hat, dass auch auf Landesebene konkurrenzfähig sei. „Drei Gute in einem Verein zu haben, ist schwierig, aber die haben wir“, freut sich der Kreismeister darüber. Er darf in Fockbek mit seinen beiden Clubkameraden auch im Teamwettbewerb starten. Sein Minimalziel für den Einzelwettkampf dort: „Eine TopTen-Platzierung müsste drin sein.“

Auf all diejenigen, die für die Landesmeisterschaften nominiert werden, kommt jetzt eine intensive Trainingszeit mit mehreren Einheiten pro Woche zu. Bei Stefan Bergfeld würden sie insgesamt sechs bis acht Stunden ausmachen, bei denen er pro Woche etwa 500 Pfeile verschießen wird.

Dass nur derjenige in Fockbek eine Chance haben wird, der auch über Weihnachten und den Jahreswechsel hinweg ernsthaft trainiert, unterstrich im Gespräch mit unserer Zeitung Arno Ruh. Der Erste Vorsitzende des 1. Kellinghusener Bogenclubs und langjährige Bogentrainer leitete die Kreismeisterschaften zusammen mit Almut Michelkowski und Christina Knudsen. Er sagte: „Pro Einheit müssen schon 120 Pfeile geschossen werden, also die doppelte Anzahl eines Wettkampfes.“ Und: „Wer es als Schütze schafft, Ruhe, Kraft und Eleganz mit der nötigen Sicherheit bei der Abgabe des Pfeiles zu vereinen und das auch beherrscht, der fühlt auch, dass er besser ist.“ Unwesentlich seien physische und psychische Stärken jedenfalls nicht, denn immerhin sei Fockbek für die besten Schleswig-Holsteiner auch das Sprungbrett zu den Deutschen Meisterschaften. „Und dort ist die Konkurrenz der Besten dann noch enger.“ Also: „Training, Training, Training, statt fröhliche Weihnachten!“

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen