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Trampolin : Vordere Platzierung im Blick

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Trampolin-Turnerin Christina Jansen will im April bei den Europameisterschaften in Portugal für Furore sorgen.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 05:08 Uhr

Christina Jansen (29) hat es wieder geschafft: Die Itzehoerin qualifizierte sich für die Mitte April auszutragenden Europameisterschaften der Trampolinturner im portugiesischen Guimarães. Dort startet sie dann auf ihrem Spezialgerät, auf dem Doppelmini-Trampolin. In den Norden Portugals braucht Christina Jansen aber nicht allein zu fahren, denn für die Kontinentalmeisterschaften haben sich auch Franciska Lohmann (VfL Pinnberg + Bundesligateam des SC Itzehoe) und Marcus Sickmöller (TGJ Salgitter) qualifiziert, nachdem die Jugendliche Laura König (SC Itzehoe) die Qualifikationsnorm schon früher erfüllt hatte (unsere Zeitung berichtete).

Für alle Turner war der Wettkampf in Bramfeld unter den Augen von Doppelmini-Nationaltrainer Olaf Schmidt die letzte Gelegenheit, sich für den Saisonhöhepunkt auf der iberischen Halbinsel zu qualifizieren. Geturnt werden mussten 66.200 Punkte, und Christina Jansen lag mit 67.700 Zählern am Ende deutlich über dieser Norm. Dass sie ihr Ziel erreichen würde, daran hatte die Itzehoerin keinen Augenblick gezweifelt: „Ich war in Topform, und der Wettkampf lief gut.“ Mit Blick auf die Weltmeisterschaften in Sofia, für die sie vom Deutschen Turnerbund erst knapp vor Toresschluss nominiert worden war, betonte Christina Jansen im Gespräch mit unserer Zeitung: „So hätte es eigentlich auch bei der WM laufen sollen, doch leider kam ich erst drei Wochen danach in die richtige Form.“

Zur Folge hatte die knappe Vorbereitungszeit von wenigen Tagen auf den Wettkampf in der Hauptstadt Bulgariens, dass Christina Jansen ihre Bewegungsabläufe auf dem Doppelmini-Trampolin nicht perfektionieren konnte. „Um die Feinabstimmung hinzubekommen, dafür war die Zeit einfach zu kurz.“ Bemerkbar machte sich das dann besonders im zweiten Durchgang des WM-Wettkampfes: „Ich wollte den gestreckten Doppelsalto zum Schluss turnen, hatte aber zu wenig Schwung und musste die Beine anhocken. Weil dieser Sprung dann als gehockter Doppelsalto gewertet wurde, verlor ich Punkte in der Schwierigkeit, und auch in der Haltung hatte ich deutliche Abzüge.“ Am Ende langte es für Christina Jansen zu dem nicht angestrebten 20. Rang – ein Ergebnis, mit dem sie nicht zufrieden war. „Ich wollte ins Finale.“

Doch dieses Negativerlebnis hatte Christina Jansen bereits vor der EM-Qualifikation überwunden. Sie habe sich gut auf den Wettkampf in Bramfeld vorbereiten können und blicke nun erwartungsvoll in Richtung Europameisterschaft – es wird dann ihre achte seit dem Jahre 2000 sein. „Ich weiß ja, dass ich qualifiziert bin und werde die Zeit gut nutzen können, um mich optimal vorzubereiten.“ Sie wisse zwar, dass sie in Guimarães auf sehr starke Konkurrenz treffen wird, doch für sie soll es schon in Richtung der Treppchenplätze gehen: „2010 war ich Dritte in der Einzelwertung und zwei Jahre später Vierte. Auch diesmal habe ich eine vordere Platzierung im Blick.“

Einen Mannschaftserfolg – Christina Jansen landete zusammen mit Franciska Lohmann und Rieke Tiedemann (SC Itzehoe) bei der EM 2010 in Varna/Bulgarien auf dem Silber-Platz und bei der EM 2012 in St. Petersburg auf dem auf dem dritten Rang – wird sie in Portugal nicht verbuchen können. „Wir bekommen keine Mannschaft zusammen.“ Auch deshalb, weil sich Rieke Tiedemann nach einem Sportunfall vor rund 18 Monaten immer noch nicht so belasten kann, wie sie es gern getan hätte.

 

 

 

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