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Landesmeisterschaften im Halbmarathon : Viktor Kirsch rennt zum Titelgewinn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viktor Kirsch holt für Oase Hingstheide Ü40-Titel im Halbmarathon. Auch Hingstheider Mannschaft landet ganz vorn.

von
erstellt am 10.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Riesenerfolg für die Langstreckler des LC Oase Hingstheide: Bei den Landesmeisterschaften über die Halbmarathondistanz (21,1 km) gewann Viktor Kirsch nach starken 1:15:22 Minuten den Landesmeistertitel in der Altersklasse M40. Einen weiteren Erfolg erlief sich der 41-Jährige zusammen mit Matthias Rotzoll (1:20:24) und Lars Lassen (1:22:15) im Mannschaftswettbewerb M40: 3:58:01 Stunden bedeuteten hier Platz eins. Treppchenplätze eroberten sich Viktor Kirsch als Dritter der Gesamtwertung und die Männer-Mannschaft der LC Oase Hingstheide auf Platz zwei sowie Matthias Rotzoll als Dritter der Altersklasse M40.

In guter Verfassung präsentierten sich ebenfalls die Läufer des Sportclub Itzehoe: Ute Krause (1:38:40) gelang in der Altersklasse W45 den Sprung auf Platz zwei, Kurt Lünnemann (1:21:23) passierte die Ziellinie als Fünfter der Altersklasse M40, und Volker Schweinert kam nach 1:36:59 Stunden ins Ziel und wurde als Siebter der Altersklasse M55 notiert.

Für Viktor Kirsch verlief das Rennen von Anfang an optimal. Mit dem Gedanken angereist, seine bis dahin bestehende persönliche Bestzeit (1:17:03) zu unterbieten, hielt sich der Hingstheider von Anfang an in der Spitze des gut 70-köpfigen Feldes auf. Um seinen Erfolg nicht zu gefährden, hatte er sich vorgenommen, nicht langsamer als 3:40 und nicht schneller als 3:30 Minuten pro Kilometer zu laufen. Und diese selbst gewählte Vorgabe hielt Kirsch bis auf den siebten Kilometer auch strikt ein. Den habe er deshalb so schnell laufen müssen, um an Henrik Schwabe (1:15:32) aus Enge-Sande heranrücken zu können. „Ich wollte nicht allein laufen, das kostet nur unnötig Kraft“, begründete Viktor Kirsch die taktische Maßnahme. Fortan arbeiteten der Steinburger und der Nordfriese zusammen und wechselten sich in der Tempoarbeit ab – bis Kilometer 18: „Da habe ich gedacht, dass ich mich von Henrik befreien muss.“ Eine gute Entscheidung, auch wenn Viktor Kirsch damit an seine Leistungsgrenze ging und zum Schluss „schwarze Ringe“ in den Augen hatte und Angst davor bekam, sich „zu verlaufen“. Dass die Tempoverschärfung bei Kilometer 18 genau zum richtigen Zeitpunkt gesetzt war, bestätigte Henrik Schwabe im Ziel: „Ich wollte mitgehen, aber es ging nicht mehr.“ Nach seinem Tempolauf betonte ein ausgepumpter Viktor Kirsch: „Das ist nicht vergleichbar mit einem Fünf-Kilometer-Lauf. Da bist du nach 16 Minuten im Ziel, aber beim Halbmarathon quälst du dich ohne Ende.“

Hinter den Führungsläufern tat sich aus Hingstheider und Itzehoer Sicht weiteres Bemerkenswerte: Matthias Rotzoll, Kurt Lünnemann, Lars Lassen und Andreas Ehlers (startete außerhalb der LM-Wertung) unterstützten sich bis Kilometer zehn gegenseitig, ehe Matthias Rotzoll das Tempo verschärfte und die Flucht nach vorn antrat. Im Zuge der nächsten Kilometer überholte er so noch mehrere Konkurrenten. Mit seiner Zeit war er nicht ganz zufrieden: „Ich wollte unter 1.20 Stunden laufen, aber mir fehlte der Speed.“

Dass Unterstützung auf der Strecke gut tut, registrierte Lars Lassen auf dem letzten Kilometer. Da ließ sich Andreas Ehlers zurückfallen, um seinen Vereinskameraden zu unterstützen: „Er hat mich angeschrien, nicht langsamer zu werden“, war Lassen froh über die moralische Ermunterung. Gemeinsam strebten sie dann der Ziellinie zu, und zum Schluss überließ Ehlers dem erschöpften Lassen dort den Vortritt.

Im Ziel erschöpft aber dennoch „glücklich mit meiner Zeit“ war Ute Krause. Die Itzehoerin, sie lief persönliche Bestzeit (bisher 1:40:50), verfehlte den Titel nur um sieben Sekunden, die die Flensburgerin Kirsten Sellmer (1:38:33) schneller war. Zwar ging Ute Krause nach elf Kilometern an ihrer Konkurrentin vorbei, doch die konterte etwa sechs Kilometer später erfolgreich und ließ sich den Titel in der W45 dann auch nicht mehr nehmen.

Über eine persönliche Bestzeit freute sich auch Kurt Lünnemann (bisher 1:21:50): „Ich wollte zwar unter 1:20 Stunden laufen, aber dafür hat es dann doch nicht mehr gereicht.“ Bis Kilometer zehn sei er mit den Hingstheidern zusammen gelaufen: „Als Matthias Rotzoll dann anzog, bin ich nicht mitgegangen. Das war mir zu schnell.“

Von idealen Laufbedingungen sprach nach den Meisterschaften Volker Schweinert: „Kein Wind und kein Regen, das fand ich gut.“



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