zur Navigation springen

Schulsport : Vierter Standort im Land

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das SHFV-Projekt „Mädchen kicken cooler“ gibt es ab sofort an auch der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld in Itzehoe.

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 05:23 Uhr

Nun kann das Projekt „Mädchen kicken cooler“ auch in Itzehoe richtig durchstarten. An der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld (GemS a.L.) wird die Fußball-AG für Mädchen als vierter Standort im Land neben Flensburg, Kiel und Heide vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) mit dem FC Itzehoe als Kooperationsverein gefördert.

Zum Start der Zusammenarbeit zwischen SHFV und GemS a.L. stattete Projektleiter Dr. Tim Cassel der Schule eigens einen Besuch ab, um die Zusammenarbeit zu bekräftigen. Schulleiter Hans-Joachim Sohrt begrüßte den Gast aus Kiel zusammen mit dem Vorsitzenden des GemS a.L.-Fördervereins Frank Kölling und der Leiterin der Fußball-AG Henrike Weisner.

Mit dem Projekt „Mädchen kicken cooler“ will der SHFV die soziale Integration von Mädchen mit Migrationshintergrund vorantreiben. „Wir sind für dieses Projekt geradezu prädestiniert“, freute sich Hans-Joachim Sohrt. „Denn wir haben hier Schüler aus 47 Nationalitäten.“ Es seien Kinder dabei, die nicht unbedingt zu den „Versorgtesten“ gehörten. Für sie sei so ein Angebot am Nachmittag wichtig. Ähnlich sieht es Frank Kölling vom Förderverein: „Ein solches Vorzeigeprojekt unterstützen wir natürlich gerne mit.“ Tim Cassel betonte dabei noch einmal ganz deutlich, dass die soziale Komponente sehr vorrangig sei. „Wir wollen hier keine Spitzensportler herausbringen.“

Natürlich soll das Projekt auch Mädchen zum Fußballspielen im Verein animieren. Deshalb ist der FC Itzehoe als Kooperationsclub mit von der Partie. Das ist natürlich kein Zufall, hat doch Lehrerin Henrike Weisner dort in der vergangenen Saison als Jugendtrainerin gearbeitet. Die ehemalige Bundesligaspielerin des Hamburger SV (dort besser unter ihrem Mädchennamen Meiforth bekannt) leitet die Fußball AG in der GemS a.L. seit einem Jahr. Zehn bis zwölf Mädchen aller Altersklassen nehmen das Angebot seitdem wahr. „Die meisten von ihnen sind Anfänger aus der 6. und 7. Klasse, die schon jetzt viel Spaß haben. Mit der Unterstützung des SHFV haben wir nun noch mehr Möglichkeiten, attraktive Angebote zu unterbreiten“, sagt Henrike Weisner. Sie könne sich zum Beispiel vorstellen, ein Mädchen- oder Frauen-Länderspiel zu besuchen oder ein Turnier gegen attraktive Vereinsmannschaften zu organisieren. „Dabei könne man dann sogar Elternteile als Helfer mit einbeziehen und so möglicherweise für den Sport begeistern“, fügt Tim Cassel hinzu, der zum Abschluss natürlich auch noch einen Blick auf die „cool kickenden“ Itzehoer Mädchen in der Lehmwohldhalle warf.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen